Eine neue Perspektive

Seit fast einem Jahr fiebern wir nun schon auf diesem Moment hin. Das neue Technics Referenz-Modell SL-1000R aus Japan live und persönlich erleben. Das Warten hat sich gelohnt. – Wir feiern Testpremiere in Deutschland für den SL-1000R.

Kaum ein Produkt aus dem High End-Bereich hat es in den letzten Jahren geschafft, alleine durch seine Abwesenheit und die lange Wartezeit so viel Vorfreude und Nachfrage zu erzeugen, wie der Technics SL-1000R. Gut Ding will schließlich Weile haben. Und dass man in den japanischen Technics-Werken keine halbgaren Sachen macht, sondern mit voller Leidenschaft am optimalen Produkt arbeitet, macht das Warten irgendwie nur noch schöner. Selbst jetzt zur High End, wo der Plattenspieler endlich für den freien Markt verfügbar sein wird, bleibt dieses Warten und die Vorfreude auf ein kompromissloses Produkt erhalten. Geht man zum Fachhändler seines Vertrauens und möchte einen SL-1000R kaufen, wird einem dort offenbart, dass diese Plattenspieler nicht auf Lager sind. Warum? Ganz einfach. Jedes einzelne Modell wird erst mit dem Zeitpunkt der Bestellung in Japan in Auftrag gegeben. Kein Vorrat, sondern persönliche Maßarbeit. Keine Massenware, sondern individuelle Fertigung. Und das hat auch seinen Grund. Der SL-1000R ist vermutlich einer der aufwendigsten Plattenspieler seiner Klasse. Jedes kleine Detail ist wohlbedacht, jeder Arbeitsschritt genauestens definiert, die Technics-Werkshallen ähneln daher eher der NASA-Raumforschung oder einem streng geheimen Labor.

Technics SL-1000R Plattenspieler Netzteil

Das externe Netzteil gibt nicht nur die Geschwindigkeit bis auf zwei Kommastellen vor, es wertet auch die Drehgeschwindigkeit aus und überprüft sich somit selbst

Netzteil

Ein Blickfang und erstes technologisches Highlight, ist mit Sicherheit das externe Netzteil des Drehers. Darin versteckt sich allerdings nicht nur die Spannungs- und Stromanpassung für den Motor, sondern auch gleich eine digitale Schaltung zur Steuerung des Direktantriebes. Dabei kann zum einen eine Preset-Vorwahl der Geschwindigkeiten von 33, 45 und auch 78 Umdrehungen pro Minute gewählt werden, aber auch die manuelle Anpassung der Geschwindigkeit auf zwei Kommastellen genau! Das alleine wäre ein Statement, aber woher sollen wir wissen, dass der Motor wirklich so exakt arbeitet? Ganz einfach: Das Laufwerk überprüft sich selbst. Sensoren im Chassis ermitteln die exakte Drehzahl in Echtzeit und geben die reflektierte Geschwindigkeit an das Steuergerät zurück. In einer zweiten Anzeigeoption können wir so die tatsächliche Drehzahl mit der gewünschten, von uns eingestellten, überprüfen. Müssen wir an dieser Stelle erwähnen, dass diese beiden Zahlen, sowohl Vorwahl, als auch Echtzeitwert exakt miteinander übereinstimmen? Wohl kaum. Gleichlaufschwankungen ausgeschlossen. Die Geschwindigkeitswahl kann aber natürlich nicht nur am Netzteil geregelt werden, sondern die Standard-Presets sind, wie man das auch von anderen Technics-Modellen kennt, auch direkt am Chassis wählbar. Eine Veränderung der Geschwindigkeit wird dementsprechend auch dort per LED angezeigt. Was nicht daneben nicht fehlen darf, ist der klassische Technics-Start/Stop- Knopf, der von vielen Herstellern imitiert, in seiner Form und Güte aber unerreicht bleibt. Wird das Netzteil, respektive die Motorsteuerung, über ein paar Minuten nicht genutzt, dann schaltet sich das Display übrigens automatisch aus.

Technics SL-1000R Plattenspieler Teller Laufwerk

Mithilfe zusätzlicher Griffe wird der Teller auf das Laufwerk aufgesetzt

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Bildquellen:

  • Technics SL-1000R Netzteil: Johannes Strom
  • Technics SL-1000R Teller: Johannes Strom
  • Technics SL-1000R Bedienelemente: Johannes Strom
  • Technics SL-1000R Tonarmbasis: Johannes Strom
  • Technics SL-1000R Tonabnehmer: Johannes Strom
  • Technics SL-1000R: Johannes Strom