Wie heißt es doch so schön? Der frühe Vogel fängt den Wurm! Und so wollen wir uns jetzt schon einmal dem am 11. Juni 2021 erscheinenden Album „IN SOLO“ von Spandau Ballet-Songwriter Gary Kemp widmen. Fünfundzwanzig Jahre nach „Little Bruises“ wird die Platte seine zweites Solo-Album sein.

Gary Kemp ringt mit der Vergangenheit

Gerry Kemp

Gary Kemp zum Inhalt von „IN SOLO“: „Die erste Idee wird direkt zu Anfang im Titeltrack ‚In Solo‘ dargelegt – eine Erzählung über das Alltägliche; ein Paar verloren in einer Stadt, die niemals schläft. Wir begegnen ihnen später auf dem Album erneut, im Song ‚The Haunted‘, aber dann voneinander entfremdet. Es waren die ersten beiden Stücke, die ich für das Album geschrieben habe. Die Suche der Protagonisten nach einem Sinn und ihr Ringen mit den Geistern ihrer Vergangenheit haben mich dazu veranlasst, mich auf die Suche nach meinen eigenen zu machen. Ich hatte das Gefühl, dass es an der Zeit war, ob ich es mochte oder nicht.“

„IN SOLO“ wurde hauptsächlich am Klavier und an der Gitarre geschrieben und in Garys Studio in W1 programmiert; anschließend holte er seinen treuen Freund und langjährigen Kollaborateur Toby Chapman für weitere Programmierung, verfeinerte Keyboard-Parts und Hilfe bei der Gesamtproduktion dazu. Von dort aus zog das Duo für den Großteil der Aufnahmen in die legendären RAK Studios im Londoner Stadtteil Maida Vale, immer mal wieder unterbrochen von ein paar lauten Tagen im Metropolis in Chiswick. Aus der Not heraus ist ein guter Teil des Albums während des Lockdowns in Isolation entstanden, was dazu geführt hat, dass die Texte der Schlüsseltracks „In Solo“ und „The Haunted“ während der globalen Erfahrung eine andere Bedeutung anzunehmen schienen.

Hochkarätige Ausstattung

Wie schon auf der Tour und dem Live-Album von Saucerful Of Secrets unter Beweis gestellt, ist Gary Kemp auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten als Gitarrist und hat alle Gitarren auf dem Album gespielt. Die Aufgaben am Bass übernahm Garys Saucerful Of Secrets-Partner Guy Pratt (Pink Floyd, David Gilmour), mit Ausnahme von „Ahead of the Game“ und „Too Much“, auf denen Richard Jones von The Feeling spielt, sowie „Waiting for the Band“, auf dem Garys Bruder Martin Kemp zu hören ist.

Die Songs bestätigen, was die technische und personelle Ausstattung des Albums versprechen. Mit „IN SOLO“ hält hochkarätiger Pop Einzug, ganz als wären die glorreichen Zeiten von Spandau Ballet zurück. This much is true.

Musik: IN SOLO - Gary Kemp
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
4.0Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Pressfoto Gerry Kemp: Sony Musik