Fans von Songs of Boda, Arvid Nero, Elton John oder Warren Zevon freuen sich über das neue Album des schwedischen Songwriters Anders Enda Barnet. 2016 erschien sein Debütalbum „I Was Quiet“ mit dem Maia-Hirasawa-Duett „Fool Yourself“ und der explosiven Pop-Perle „This City is Dark and Silent“. Das beste Album des Jahres laut Emma Rastbäck vom schwedischen Musikmagazin Gaffa. Für ein paar Konzerte war Anders Enda Barnet mit diesem Album auch in Deutschland zu Besuch. Mit „Are The River“ meldet sich der Schwede nun zurück.

Anders Enda Barnet und Elton John

Are The River - Anders Enda Barnet

Wie er zur Musik und Idee des Albums gekommen ist, beschreibt Anders Enda Barnet folgendermaßen: Bei langen Nachtspaziergängen in Onsala hört Anders Göransson alias Anders Enda Barnet Warren Zevon und träumt, dass er zur gleichen Zeit in Los Angeles ist, während Elton John in der Hollywood Bowl spielt.

Genauso wie er mit 7 Jahren bei einem Autourlaub in England auf dem Rücksitz des japanischen Sportwagens seiner Familie sitzt und davon träumt, mit seinen Freunden eine Band zu gründen. Sein Vater, ein Jazz-Schlagzeuger, drückt ihm Elton-John-Kassetten in die Hand. In der Hoffnung, dass er dadurch inspiriert wird, Klavier spielen zu lernen.

Kreative Verspieltheit

Ringo Starr wurde einmal gefragt, ob er Geschwister habe und antwortete dann: „Nein, mein Bruder ist das einzige Kind.“ Anders Enda Barnet hat keine biologische Verwandtschaft mit Ringo, aber hier ist die gleiche Art von kreativer Verspieltheit zu spüren, die den Beatles-Schlagzeuger dazu brachte, Vater McKenzey in Eleanor Rigby vorzuschlagen, nachts aufzustehen und seine Socken zu stopfen. Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich der Onsala-Typ Anders Göransson, der Hockey spielt, Platinen lötet, Lebensmittel vakuumverpackt und Schwierigkeiten hat, still zu sitzen.

Sorgen und Träume

Auf dem neuen Album „You Are The River“, das auf der kleinen, feinen Plattenfirma Adore Music (Songs of Boda, Easy October, u.a.) erscheinen wird, mischen sich Sorgen und Träume mit Orgeln, Synthies, einem alten Klavier mit noch mehr Angst und einer Flöte. Wer nach Referenzen sucht, wird sicher Spuren von Warren Zevon, Elton John, Paul Simon und Esbjörn Svensson hören können. Das sind allerdings nur Anhaltspunkte. An dieser Stelle empfehlen wir unbedingt den Selbstversuch und raten zur Anschaffung von „Are The River“.

Musik: Are The River - Anders Enda Barnet
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
4.2Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Pressefoto Anders Enda Barnet: Backseat