Am 3. November erscheint ein besonderes Indie-Album. Denn mit seinem Debüt „Crier“ etabliert sich das schwedische Duo Grapell nun endgültig auf dem Musikmarkt.

Nach Love Chambers 

Preis: EUR 9,99
Man sagt, große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Und mit über 5 Millionen Streams, einer Premiere bei Radiolegende Zane Lowe, dem Vergleich mit Rhye oder Sade, ist sicher, dass sich hier etwas Großes ankündigt. Schon die EP „Love Chambers“ überzeugte 2016 mit Titeln wie „Arrow“ oder „Some Places“. Stilvoll gefälliger Indie-Pop ohne Allüren. Obwohl der Begriff Indiepop an dieser Stelle etwas zu tief gestapelt wirkt, denn Grapell liefert nicht den polarisierenden Sound vieler Newcomer. Grapell produzieren Popmusik, die in ihrer Genialität an glorreiche Zeiten schwedischer Pop-Ikonen erinnert. Bereits als Teenager waren die beiden Stockholmer Emil Erstrand und Nils Nygårdh befreundet. Somit schwimmen sie nicht nur musikalisch auf einer Wellenlänge. 

 

Grapell & Soul

Richtungsweisend für den neuen Stil des Debütalbums war die erste Singleauskopplung “No Longer Free”. Smooth und unprätentiös präsentierter Soul-Pop. Für Emil Erstrand und Nils Nygårdh ihr bisher dynamischster Song. Die Ballade „We Can Only Blame Ourselves“ begeistert emotional. Einen Augenblick wähnt man die Soul-Größe Prince zurück. Für diesen Vergleich ist es sicher noch ein langer Weg. Allerdings schaffen es Grapell, mit typischen Grooves und Soul-Elementen, vergessene Tugenden wieder zu beleben. Das mag stellenweise vor allen Dingen an Erstrands hoher Stimme liegen, die „We Can Only Blame Ourselves“ einen immensen Wiedererkennungswert verleiht.

Hier einige aktuelle Zitate einschlägiger Blogs:

„a strong contender of the smoothest thing you’ll hear all year“ 

Stereogum

„Simple but sophisticated arrangements underpin romantic, soulful ballads…“ 

When You Motor Away

Abseits der ebenfalls von warmen Soul geprägten Singleauskopplung „Heartbreaker“ besticht der Song „When The World Ends (I Want To Be With You)“ mit seinem cinastischen Charakter. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, um sich den letzten Titel dieses großartigen Albums als Untermalung des ein oder anderen Streifens vorzustellen.

Der Zeitpunkt für „Crier“ wurde gut gewählt. Gerade richtig als Soundtrack für goldene Herbsttage. 

Mehr Infos zur Band gibt es unter ihrem Facebook-Profil.

Musik: Crier - Schwedenpop von Grapell ab 3. November NEU
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
4.2Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Grapell-Press07-2016-by-SofieCasserlov: Bild: Pressefoto by Sofie Grapell