Wharfedale Diamond 11.5 – Think Big!

Der Name Diamond im Zusammenhang mit britischer HiFi-Kunde ruft sofort Assoziationen an die Lautsprecherschmiede aus Worthing hervor. Doch hat die Serie Diamond 11 einen ganz anderen Urheber: Wharfedale.

Als Gilbert Briggs im Jahr 1932 seinen ersten Lautsprecher im Keller seines Hauses fertigte, war noch nicht abzusehen, dass die Gegend um das kleine Städtchen Ilkley in Yorkshire einmal große Bekanntheit in der HiFi-Welt erlangen sollte. Durch das Tal, in dem auch Ilkley liegt, fließt die Wharfe. Somit sollte Wharfedale Wireless Works auch der Name des Elektronikunternehmens sein, welches Briggs schon ein Jahr nach seinem Debüt als Klangbastler in Bradford eröffnete. Wireless ist hier jedoch auf die zu jener Zeit anhaltende Faszination für Radiotechnik zurückzuführen, nicht etwa kabellose Geräteketten. Mit der Selbstständigkeit in die nächstgrößere Stadt zu ziehen, entpuppte sich als gute Entscheidung, denn noch im selben Jahr gewann Briggs mit seinen Entwicklungen den ersten und zweiten Platz einer Gewinnausschreibung der Bradford Radio Society und zog somit erste große Aufträge an Land. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges sollte Wharfedale ganze 9000 Gerät pro Jahr produzieren. Auch zu Kriegsbeginn hielt die Produktivität weiter an. Schon längst in größere Fabrikhallen innerhalb Bradfords umgezogen, wurde das Unternehmen während des Krieges, wie auch viele andere Elektronikkonzerne, dazu angehalten, Transformatoren herzustellen, um den großen Bedarf des Kommunikations-Ausrüsters Marconi zu stillen, welcher seinerzeit der führende Hersteller von Informationstechnik in Großbritannien und vor allem zu Kriegszeiten äußerst gefragt war. Mit Ende des Krieges widmete man sich im Werk dann wieder der Leidenschaft des Firmengründers: der Musik. Oder besser deren Reproduktion. Das erste marktfähige Modell erschien noch im selben Jahr. Der Zwei-Wege-Standlautsprecher war noch recht weit von dem entfernt, was später den Standard des Lautsprecherbaus markieren sollte. Allein die Frequenzweiche, welche in dem Schallwandler verbaut wurde, war schwer genug, dass es zwei Männer brauchte, um sie anzuheben. Viel hat sich seitdem in der Firmengeschichte getan – man könnte einen ganzen Bericht nur dem wirklich äußerst spannenden Werdegang dieses Unternehmens widmen. Jedoch wollen wir uns nun dem Gerät zuwenden, welches eigentlich im Mittelpunkt dieses Textes stehen soll.

Wharfedale Diamond 11.5 Standlautsprecher Test Review Rear Anschlüsse

Ungewöhnlich, aber solide und ansehnlich angeordnet ist das entgegengesetzt eingewinkelte Bi-Wiring-Terminal

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Bildquellen:

  • Wharfedale 11.5 Detail: Bild: Auerbach Verlag
  • IMG_2907c: Bild: Auerbach Verlag
  • Wharfedale Diamond 11.5: Bild: Auerbach Verlag