Brücken bauen. Wo gelingt das leichter als in der Musik oder in der Gastronomie? Da wir uns auf LIKEHIFI bewegen, soll sich dieser Beitrag ganz um den musikalischen Brückenschlag drehen. Getreu dem Motto verbinden die Musiker der Jazzcombo Beyond Borders Band das Beste aus Orient und Okzident. Und tatsächlich scheint der Spagat zu gelingen. Die Öffentlichkeit ist jedenfalls voll des Lobes:

„With all the soloists of Beyond Borders Band, it is simply flying high. Composition-wise, there is a consistency, a coherence, originality and innovation.“ La Presse Tunis (2014), Khaled Tebourbi 

„A real musical silversmith work and, essentially, no „plating“ of oriental and western phrasing. Nothing overdone or juxtaposed but different sounds meeting and even merging into one another, precisely as they are intended to be.“ La Presse Tunis (2015), Khaled Tebourbi 

„Mit ihrem Zusammenspiel von Oud, Kontrabass, Percussion und Saxophon schaffen die vier Musiker ein einzigartiges Geflecht aus europäischen Jazz-Beats und arabischer Musiktradition, das alle Genregrenzen überschreitet.“ Süddeutsche Zeitung (18. August 2017), Barbara Hordych 

„This music is very mature. It takes a lot of talent and skills to create and play arrangements such as these. Maybe it takes a certain amount of life experience to understand and feel the message. For us this is a huge discovery. What we’ve seen today is avantgarde and an expression of freedom.” Mehdi Lariani (29. März 2015), Besucher eines der Konzerte in Tunis 

Beyond Borders Band im einzelnen

Soweit die Stimmen zur Beyond Borders Band. Das internationale Jazzquartett bilden vier ganz unterschiedliche Musiker – Fadhel Boubaker, Niko Seibold, Jonathan Sell und Dominik Fürstberger.

Fadhel Boubaker lernte von seinem Lehrer Slaheddin J`aïbidas das tradionell arabische Instrument Oud. Ihm ging es schon früh darum, die Möglichkeiten dieses Instruments auszuloten – zunächst innerhalb der arabisch-orientalischen Musikkultur, später in der als westlich verstandene Musik und dem Jazz. Mit seinen internationalen Projekten brachte er die entscheidenen Impulse für den Sound des aktuellen Albums „It Just Happens“ mit.

Niko Seibold ist ein Kind der Mannheimer Schule, die in Deutschland so einige hervorragende Jazzmusiker hervorbrachte. Auch nach New York zog es den Süddeutschen. Hier konnte er an der renommierten Manhattan School of Music wertvolle Erfahrungen sammeln. 

Jonathan Sells studierte ebenfalls in Mannheim. Er ist im wahrsten Sinne ein ausgezeichneter Jazz-Bassist. Als Mitglied der Orientalischen Musikakademie Mannheim widmete er sich insbesondere dem interkulturellen Austausch durch Musik.

Last but not least kommen wir zu Dominik Fürstberger, dem Drummer und Rhythmusgeber des Quartets. Er ist Schlagzeuger, Komponist und Produzent. Der Elektronik nicht ganz abgeneigt ist sein Ansinnen, akustischen Klängen das gewisse Etwas zu verleihen. In eigenen Formationen wie dem deutsch-tunesischen Haz’art Trio, dem Elektropop Duo FLEEB, dem Techno Orchester VKKO und der Beyond Borders Band. 

Leichtfüssig aber nicht trivial

Preis: EUR 3,49
Das neue Album „It Just Happens“ glänzt mit leichtfüssigem aber nicht trivialem Jazz, der natürlich in ganz besonderer Art und Weise vom orientalischen Einfluss profitiert. Ein weiteres Mal können die Akteure unter Beweis stellen, wie befruchtend südliche Einflüsse auf den oft per se kühlen Jazz moderner Prägung sein können.

Musik: It Just Happens - Beyond Borders Band
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
4.2Gesamtwertung

Bildquellen:

  • Beyond-Borders-Band-Press-Picture 1: http://www.beyondbordersband.de