Über 20 Jahre nach seinem tragischen Freitod, der Mitte der 1990er Jahre die alternative Musikwelt und eine ganze Generation junger Menschen erschütterte, gelang es Doku-Spezialist Brett Morgen einen besonderen und außergewöhnlichen Film zu machen, der dem popkulturellen Phänomen Nirvana ebenso Rechnung trägt wie der Privatperson Kurt Cobain.

Mit Kunst, Musik, Tagebucheinträgen, Super-8-Filmen und Audiofiles, die die Familie Cobain zur Verfügung gestellt hat, montiert er eine fantasievolle und doch sehr informative Collage, die selbst für hartgesottene Fans noch jede Menge Neues zu bieten hat. Tatsächlich ist dieser Film – wie der Titel schon andeutet – eine wilde Montage, die der Musik von Nirvana und dem Lebensgefühl des Grunge nachempfunden ist: rau, gefühlvoll, widersprüchlich, und emotional bis zur Schmerzgrenze.

Speziell sein großes künstlerisches Talent wird mit Zeichnungen aus dem Nachlass in den Mittelpunkt gerückt – wichtige Ereignisse aus seinem Leben werden sogar per Zeichentrick-Sequenzen, unterlegt mit Originalaufnahmen von Kurt, erzählt. Das Ganze funktioniert als Original mit deutschen Untertiteln ganz wunderbar und verströmt von der ersten Minute an jede Menge Authentizität und Atmosphäre.

 

Cobain – Montage Of A Heck
HBO macht nun also auch Dokumentationen, und gleich einer der ersten Versuche ist ein Volltreffer, für Musikliebhaber und besonders Nirvana-Fans!
Filminhalt
Bildqualität
Tonqualität
Technik
3.5Gesamtwertung

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