Ian Fisher ist einer der Künstler, die wir gern ein weiteres Mal auf likehifi.de präsentieren. Er gehört mit über eineinhalbtausend Songs, unzähligen Konzerten und einigen Theaterstücken zu den produktiven Vertretern seiner Zunft. Als unabhängiger DIY-Künstler, der sein Management selbst in die Hand nimmt, ist und bleibt er auch nach dreizehn Alben inspiriert und fleißig und erntet fortwährend Lob und Anerkennung – wie vom amerikanischen Rolling Stone Magazine, das ihn als „new Americana artist you need to know“ adelte und sein letztes Studioalbum Idle Hands als „half Americana and half Abbey Road-worthy pop” beschrieb.

Als Ian Fisher auszog

Vor über 10 Jahren verließ Fisher seine Heimat Missouri um sich in Europa niederzulassen. Damit  veränderte sich auch sein Stil. Zum Folk, amerikanischer Prägung gesellten sich europäischere Töne. So auch bei der neuen Platte „American Standards“.

Die Entstehung des Albums begann, als Fisher über 300 Song-Demos mit dem Produzenten René Mühlberger (AKA Pressyes) und den Musikern Ryan Thomas Carpenter, Andreas Laudwein und Camillo Jenny teilte. Sie reduzierten diese Liste auf ihre zehn Lieblingssongs und nahmen sie mit in ein malerisches Studio in der österreichischen Landschaft, wo sie einen Sound kreierten, der in Fishers scharfem Songwriting wurzelt und doch weit über die Grenzen der Solokünstlerwelt hinausreicht.

Nashville Sound

Ian Fisher

Vielleicht lag es an der ländlichen Umgebung oder den beteiligten Künstlern, dass „American Standards“ wie eine Hommage an den guten alten Nashville-Sound klingt. Allerdings behält das Album dabei immer einen gebührenden Abstand zur Countrymusik.

„Es ist das am wenigsten nach Country klingende Album, das ich je gemacht habe, aber ich kann nicht leugnen, dass es durch die Texte und die Einflüsse der Songs immer noch mit diesem Genre zu tun hat, das ich liebe“, so Ian Fisher, der mit den Nashville-Hits der 1990er-Jahre und der Vinyl-Sammlung seines Vaters von Songwritern der 1970er-Jahre aufgewachsen ist.

Hier lebt der Geist von „Idle Hands“ weiter. Wie schon vor gut zwei Jahren begeistert Ian Fisher auf „American Standards“ mit einzigartigem Americana moderner Prägung.

Musik: Ian Fisher - American Standards
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
4.1Gesamtwertung

Bildquellen:

  • ian_fisher_4_web_credit_Andreas Jakwerth: Backseat