Vom 19. bis 20. November fanden in Leipzig die ersten Mitteldeutschen HiFi-Tage statt. Die erste große Audio-Messe im Osten Deutschlands. An die 2.000 Besucher kamen um die Neuheiten der verschiedenen Hersteller und Händler zu hören. Das Interesse war so groß, so dass alle Vorführräume stets gefüllt waren und sich teilweise lange Warteschlangen vor den Ausstellungsräumen bildeten.

Fiio, Questyle Audio, Audioengine (NT-Global)

Nils Makossa und Markus Nagler von NT-Global präsentierten Ihre Produkte in der 4. Etage.

Nils Makossa und Markus Nagler von NT-Global, die u.a. die Marken: Questyle, FiiO und Audioengine vorstellen

Nils Makossa und Markus Nagler von NT-Global, die u. a. die Vertriebsmarken Questyle, FiiO und Audioengine vorstellen

Zum Hauptblickfang gehörte die Golden Serie (CAS192D, CMA800P, CMA800R) von Questyle Audio (Test in der AUDIO TEST). Das Interesse in Leipzig war an dieser Serie größer als bei anderen Messen. Der DAC CAS192D trumpft mit „True-Direct-Stream-Digital“ auf. Im Gegensatz zu anderen Anbietern greift der Questyle den DSD-Bitstrom direkt über USB vom Computer ab, ohne dass das Signal mit Hilfe von PCM (Puls-Code-Modulation) transportiert werden muss. Der Kopfhörerverstärker CMA800R hat Verzerrungswerte unter 0,00028% im Monobetrieb. Preis der vier Geräte: 12.500 Euro. Zusätzlich konnte man noch den „silbernen“ CMA600i bewundern. Den Test kann man in der aktuellen AUDIO TEST nachlesen. 

Die Questyle Serie ist der Blickfang bei NT-Global

Die Questyle Golden Series ist der Blickfang bei NT-Global

Neben Questyle Audio hatten sie noch einen neuen kleinen, handlichen und gut klingenden Kopfhörerverstärker namens FiiO A5 auf Lager. Dieser ist high-res-fähig bis 70 kHz und hat einen UVP von 159 Euro. Das Besondere am Nachfolger des A12 und A12a – er kommt mit impedanzkritischen In-Ear-Kopfhörern genauso klar wie mit leistungshungrigen Kopfhörern. Verbaut ist ein 11 Volt Akku anstelle von 7,4 Volt. So dass er je nach Kopfhörermodell bis zu 13 Stunden spielen kann. Seine Ausgangsleistung beträgt 800mW und der Klirrfaktor ist unter 0,002 Prozent bei 1 kHz. Mit seinen leichten 168 Gramm kommt er mit einer Kopfhörerimpedanz von 16 bis 300 Ohm zurecht.

Unscheinbar mit vielen Stärken trumpft der A5 auf

Unscheinbar mit vielen Stärken trumpft der A5 (Mitte) auf

Der neuste Zuwachs bei Audioengine ist der kleine aktive Lautsprecher HD3. Bei Audioengine wird der linke Lautsprecher mit Strom versorgt, weil dieser den Verstärker beinhaltet. Der rechte Lautsprecher wird mit einem etwa 2-Meter-Kabel passiv angeschlossen. Sie besitzen Kevlar-Tieftöner und eine Seidenhochtonkalotte. Er kommt mit Bluetooth (aptX) zurecht. Die Reichweite wurde nochmal erhöht. Der Bassreflexkanal befindet sich vorn. Genauso wie ein Lautstärkeregler und ein Wireless-Button. Da er als Schreibtisch-Lautsprecher konzipiert wurde, hat ihm Audioengine noch eine Kopfhörer-Buchse in der Front gespendet, so dass ein lästiges Suchen des Kopfhörereingangs wegfällt. Preis: 399 Euro

Klein aber klangstark umrahmen die HD3 den MW60, der in der AUDIO TEST 06/16 getestet wurde

Klein aber klangstark umrahmen die HD3 den MW60, der in der AUDIO TEST 06/16 getestet wurde

Beyerdynamic

Den Kopfhörerhersteller Beyerdynamic werden sicher viele kennen. Die Modelle 770 Pro, 880 Pro und 990 Pro sind legendär und weit verbreitet. Florian Schober zeigte interessierten Besuchern das neueste Modell Amiron Home, einen High-End-Stereo-Kopfhörer, der wie der Name schon hindeutet direkt für das Hören zu Hause konzipiert worden ist. Er verriet uns auch, das Beyerdynamic wegrückt, seine Kopfhörer mit Zahlen zu benennen. Es ist nämlich der Nachfolger des T 90 mit der bewährten Tesla-Technologie. In Zukunft soll der Name schon aussagen, wofür der Kopfhörer geeignet ist.

Ein neues, akustisch wirksames Füllmaterial soll die Basspräzision noch mal steigern. Der dynamische und offene Kopfhörer hat einen Frequenzgang, der sich sehen und hören lassen kann: 5 Hz bis 40 kHz. Die Normal-Impedanz liegt bei 250 Ohm. Sein Gewicht liegt mit 340 Gramm im Mittelmaß guter Kopfhörer. Anbei ist ein 3-Meter-langes Kabel. Erstmals vorgestellt wurde er am 22. und 23. Oktober auf dem Tokyo-Headphone-Festival. Der Preis liegt bei 599 Euro (UVP).

Florian Schober erklärt interessierten Besuchern das neue Modell Amiron Home

Florian Schober erklärt interessierten Besuchern das neue Modell Amiron Home

www.beyerdynamic.de

Cambridge Audio

Im Raum von Cambridge Audio spielte die Kette in Form des Stereovollverstärkers CXA80 (Preis: 1.098 Euro), des CD-Players CXC (529 Euro) und des Netzwerkplayers CXN (1.099 Euro) auf. Alle Geräte hatte die AUDIO TEST in der Ausgabe 06/2016 im Test und sie konnten mit einem fantastischen Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Alle haben ein Metallgehäuse. Dem CD-Player spendiert Cambridge Audio das „S3“-Servo-Design, das schon im Flaggschiff-CD-Player 851C arbeitet. Dieses soll CDs effizient und mit optimierter Fehlerkorrektur auslesen, um den Jitter-Effekt minimal zu halten. Der DAC im CXN ist ein Wolfson WM8740. Er arbeitet erst, nachdem alle Signale auf 24 Bit/384 kHz konvertiert wurden. Steuerbar ist der Netzwerkplayer selbstverständlich auch über eine App. Alle Fäden laufen beim CXA80 zusammen. Er besitzt symmetrische und vollständig voneinander getrennte Trafo-Stufen, duale Gleichrichter und separate Netzteile für jeden Kanal. 

Cambridge Audio mit Aeromax 6 Standlautsprecher für 998 Euro

Cambridge Audio mit Aeromax 6 Standlautsprechern für 998 Euro

Diese Kette treibt die in der selben Preiskategorie spielenden Aeromax 6 (Preis: 998 Euro pro Paar) an. Die Standlautsprecher gibt es in schwarzer und weißer Hochglanzlackierung. Die Hochtöner sind BMR-(Balance Mode Radiator)Treiber. Sie haben den Vorteil, dass die übliche 3kHz-Trennfrequenz auf 250 Hz geschoben werden kann. Dadurch wird der Klang homogener und räumlicher. Aus diesem Grund sind die Boxen für Räume geeignet, in denen man seine Klanggeber nicht optimal im Stereodreieck aufbauen kann.

www.cambridgeaudio.com

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