Sonys drei Musketiere

Sony MDR-Z1R, TA-ZH1ES, NW-WM1Z: Der Walkman ist zurück. Und er hat Verstärkung mitgebracht. Mit der Signature Series präsentiert Sony eine Produktkette, die ein herausragendes Hörvergnügen für wahre HiFi-Liebhaber verspricht. Erst vor Kurzem der Öffentlichkeit präsentiert, haben wir die Ehre, sie exklusiv vorab in Deutschland für Sie zu testen.

Vielleicht erinnern Sie sich ja an das Jahr 1979. Das Jahr, in dem Elton John als erster westlicher Musiker in der ehemaligen Sowjetunion konzertierte. Das Jahr der Veröffentlichung von Platten, die Rockgeschichte schreiben sollten, wie „The Wall“ von Pink Floyd und „London Calling“ von The Clash. Auch wenn Sie sich nicht persönlich an das internationale Jahr des Kindes zurückerinnern, so entsinnen Sie sich bestimmt der vielleicht bedeutendsten technischen Neuerscheinung dieses ereignisreichen Jahres. Am 1. Juli 1979 präsentierte der japanische Technikkonzern Sony ein Gerät, das das musikalische Leben einer ganzen Generation revolutionieren und die Unterhaltungselektronik nachhaltig prägen sollte: den Walkman. Dieser silberblaue Kunststoffkasten im praktischen Lederetui zum Umhängen ermöglichte erstmals das mobile Hören von Stereo-Kompaktkassetten und verkaufte sich innerhalb der ersten drei Monate bereits über 30 000 Mal! Somit etablierte er sich im Handumdrehen zum Kultobjekt der 1980er Jahre und sollte es trotz des Erscheinens des Discman in den Neunzigern (ebenfalls aus dem Hause Sony) und letztlich der Entwicklung des MP3-Players auch bleiben. Die Fertigung des portablen Kassettenspielers wurde von Sony schließlich erst im Jahre 2010 endgültig eingestellt – doch der Walkman war ein Begriff von Rang und blieb bestehen. Als MP3-Player ins Mobiltelefon integriert, konnte es der moderne Walkman natürlich nicht mehr mit der klanglichen Qualität des Tonbands aufnehmen und vermochte auch nicht, sich dauerhaft gegen die starke Konkurrenz aus Kalifornien (die Rede ist natürlich von Apple) durchzusetzen.

Die Bedienung des Players ist denkbar einfach, die Tasten perfekt angeordnet

Daher war es eine gute Neuigkeit für jeden, der unsere Leidenschaft für hochauflösende Klänge teilt, als Sony den Walkman wieder als eigenständiges Produkt ins Leben rief, mit dem Anspruch, die klangliche Klasse des Analogen, mit dem speichertechnischen Vorteil des Digitalen zu verbinden, wenn nicht sogar zu optimieren. Auf der IFA präsentierte Sony dieses Jahr nun den NW-WM1Z, das neue Vorzeigekind der Walkman-Reihe. An der Seite des Abspielgeräts machen sich der Kopfhörerverstärker TA-ZH1ES und der audiophile Kopfhörer MDR-Z1R vorstellig und formieren zusammen mit dem Walkman die neue Signature Series von Sony. Uns von der AUDIO TEST und likehifi.de wird nun die große Ehre zuteil, allen voran Ihnen unsere Eindrücke dieses Trios zu schildern. Doch bevor wir uns dem Hörtest widmen, wollen wir die Geräte zuerst einmal vom technischen Standpunkt her beleuchten.

Walkman NW-WM1Z

Verpackt in einer eleganten Lederschatulle, schindet der neue Walkman sofort Eindruck. Auch haptisch imponiert das Gerät sofort ob der hochwertigen Verarbeitung und seiner bloßen Masse.

Der High-Res-Player kommt mit seinem stolzen Gewicht von 455 Gramm (g) doch um einiges gewichtiger daher als der Pionier der Walkman-Reihe, der anno ’79 lediglich 350 g auf die Waage brachte. Natürlich können die beiden Geräte der Verschiedenheit ihrer Expertise wegen nicht weiter in einen direkten Vergleich zu einander gestellt werden, erwähnenswert ist diese kurze Gegenüberstellung dennoch. Das Chassis des neuen Walkman ist aus vergoldetem Kupfer gefertigt. Das Halbedelmetall ist vergleichsweise weich und somit gut formbar. Auch aufgrund seiner guten Leitereigenschaften gilt es als ein sehr musikalischer Werkstoff. Nicht ohne Grund findet Kupfer als Legierungsbestandteil beim Bau von Blasinstrumenten oder der Wicklung von Klaviersaiten Verwendung. Auch bei seinem neuen Abspielgerät verspricht sich Sony eine optimierte Leistung durch den Einsatz vergoldeten Kupfers.

Den 256 GB internen Speicher kann man mit einer microSD noch einmal erweitern

Die Rückseite des Players ist mit Leder bezogen, das das Gerät nochmal edler in der Hand liegen lässt. Hiroaki Sato, leitender Toningenieur bei der Entwicklung des NW-WM1Z, machte es sich zu persönlichen Aufgabe, die klangliche Qualität des Walkman allen anderen Attributen überzuordnen, weshalb der Neuling mit der Mode bricht, als mobiler Player leicht und kompakt sein zu müssen. Nach eigener Aussage „quetschte“ Sato somit immer mehr Komponenten auf die Schaltplatine, bis er seinen persönlichen Qualitätsanspruch befriedigt sah. Das Innenleben des Walkman ist in der finalen Fassung schließlich ein Zusammenspiel aus diversen hauseigenen Entwicklungen und „fremden“ Bauteilen anderer Hersteller.

So entstammen beispielsweise die handgearbeiteten Vierdrahtkabel einer Zusammenarbeit mit Kimber Cable, einem amerikanischen Betrieb, der übrigens im selben Jahr sein Debüt feierte, wie der Walkman selbst – 1979. Andere Elemente wurden direkt im Hause Sony eigens für den NW-WM1Z entwickelt. So zum Beispiel der in vierfacher Ausführung verbaute Hochpolymer-Kondensator, der auch beim „kleinen Bruder“ des Goldjungen, dem NW-WM1A für einen optimalen Energiefluss sorgen soll. So ist auch der neue S-Master HX Digitalverstärker in beiden Geräten der neuen Signatire Series verbaut und qualifiziert den neuen Walkman anhand einer symmetrischen Verbindung zur nativen DSD-Wiedergabe. Als DSD (Direct-Stream-Digital) wird eine Methode zur Signalspeicherung bezeichnet, die mit einer Abtastrate von weit mehr als den bei CDs üblichen 44,1 Kilohertz (DSD64 erreicht mit rund 2,8 MHz das 64-fache, DSD512 das 512-fache einer CD) hochauflösende Audiosignalspeicherung neu definiert. Einen kleinen Dämpfer verpasste dieser Technologie allerdings die HfM Detmold, die mit einer aktuellen Studie die Debatte eröffnete, ob diese qualitative Aufwertung denn überhaupt vom Menschen hörbar ist.

Ein Blick auf die beiden Klinkenanschlüsse des High-Res-Players

Aber die Frage nach den Grenzen der Audiophilie soll an anderer Stelle diskutiert werden. Zurück also zu unserem Prüfling. Keine große Überraschung stellt die Präsenz des auch nicht ganz unumstrittenen DSEE HX dar. Dieser von Sony entwickelte Algorithmus verspricht, den Informationsverlust durch Komprimierung etwa bei mp3-Dateien durch Umwandlung zu widerrufen. Aber auch bei dieser nach oben gerichteten Auflösungsänderung steht steht eine schlüssige Beweisführung noch aus. Einen physikalisch stichhaltiges Indiz für einen klanglichen Mehrwert des Walkman ist der neue symmetrische Einzelanschluss, der durch eine verbesserte Kanaltrennung des 4,4-Millimeter-Klinken-Anschlusses auf eine klare und verlustarme Signalübertragung schließen lässt. Die Möglichkeit, einen handelsüblichen 3,5-Millimeter-Stecker mit dem Gerät zu verbinden, bleibt zusätzlich bestehen. Über USB kann der Player direkt mit dem Computer verbunden werden, um die 256 Gigabyte internen Speicher (durch MicroSD-Karte erweiterbar) mit Musik zu füllen. Bis zu 1 600 Musikstücke verspricht Sony, auf dem eigenen Speicher des Walkman unterzukriegen. Der USB-Port kann allerdings auch verwendet werden, um das Gerät direkt mit anderen hauseigenen Produkten zu verbinden..

Kopfhörerverstärker TA-ZH1ES

Zum Beispiel: dem zweiten Gerät der Signature Series von Sony, dem Kopfhörerverstärker TA-ZH1ES. Dieser bestreitet ein wesentlich zurückhaltenderes Auftreten als der Walkman. Das mattgraue FBW-Chassis ist schlicht und macht einen sehr wertigen Eindruck. Die gemaserte Oberseite ist aus einer Stahl-Aluminiumlegierung. Dies hat den Vorteil, dass die materialeigenen Resonanzfrequenzen die des jeweils anderen Materials eliminieren und somit unerwünschte Schwingungen beseitigt. Außerdem ist sie mit einem rahmenden Gitter geziert, über das der Hybridverstärker vor Überhitzung bewahrt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite stützt das untere Panel, bestehend aus zwei aufeinander geschichteten Metallkonstruktionen, das Chassis. Die Leiterplatte des Amps ist so im Gehäuse montiert, dass sie weitestgehend vor Vibrationen und leichten Erschütterungen von außen gefeit bleibt und beherbergt zwei Verstärkereinheiten. Zum einen vertraut man auch beim TA-ZH1ES auf den bereits erwähnten Digitalverstärker S-Master HX.

Die Qual der Wahl: Sonys Selektion der Ausgänge ist grandios

Dazu gesellt sich jedoch noch ein analoger Feedforward-Verstärker, der zum einen Fehler im Signal, die beim Übergang zwischen den Verstärkern auftreten können, behebt und zum anderen das Signal klanglich abrundet. Außerdem verhilft er dazu, das Signal auch an Kopfhörer mit einer hohen Impedanz weiterzugeben, ohne dass es vom tatsächlichen Informationsgehalt abweicht. Natürlich vermag auch der TA-ZH1ES, PCM-Formate auf DSD zu remastern und durch DSEE HX Auflösungen hochzurechnen. Neben dem Walkman kann natürlich auch über andere Optionen verfügt werden, um den Verstärker mit Signal zu füttern. Eine überschaubare aber ausreichende Anzahl Anschlüsse ist an der Rückseite des Geräts untergebracht. Ein analoger Eingang und drei digitale Anschlüsse (USB-B, Koaxial und Toslink) eröffnen sich dem Nutzer. Zudem besteht die Möglichkeit, über einen Cinch-Ausgang das Signal unverstärkt weiterzugeben. Das Frontpanel des Verstärkers ist aufs Wesentliche reduziert. Lediglich ein Drehregler zur Regulierung der Lautstärke, zwei kleine Leuchtdioden, welche über die Anwendung von DSEE-Upscaling, bzw. DSD-Remastering informieren und die fünf möglichen Audioausgänge.

Herz, was brauchst du mehr: Der TA-ZH1ES nimmt zahlreiche Quellen entgegen

Namentlich sind das ein vierpoliger XLR-Anschluss, zwei unsymmetrische Klinkenbuchsen (3,5 mm und 6,5 mm) und zwei symmetrische Ausgänge für entweder zwei 3,5-mm-Klinkenstecker oder einen 4,4-mm-Anschluss. Links und rechts neben dem zentrierten Display auf der Oberseite befinden sich schlichte Tastschalter, über das Quellen und Ausgänge gewählt werden können, bzw. sich der Nutzer durch das Menü bewegen kann. Ein zusätzlicher Schalter erlaubt, zwischen High- und Low-Gain umzuschalten, um die Verstärkerleistung dem Eingangspegel anzupassen. Der Lieferumfang des TA-ZH1ES enthält übrigens eine Fernbedienung, ein Stück Bequemlichkeit, das bei einem Verkaufspreis von 1 999 Euro durchaus angemessen ist.

Die solide verarbeitete Oberfläche des TA-ZH1ES buhlt nicht um Aufmerksamkeit

Kopfhörer MDR-Z1R

Der geschlossene Kopfhörer MDR-Z1R wird, so viel sei vorausgenommen, zurecht als das Flaggschiff und dessen Galionsfigur zugleich in Sonys Kopfhörerflotte gehandelt. Bereits die Anlieferung in einem schwarzen Lederkoffer ist ein Statement. Darin ist der Kopfhörer auf feinem Satinfutter gebettet, zwischen den Gleitern ein kleines Metallschild mit eingravierter Seriennummer. Okay! In dem angrenzenden Fach sind Bedienungsanleitung und zwei Y-Kabel aufbewahrt. Davon schickt Sony gleich zwei an die Nutzer raus. Eines mit einem 3,5-mm-Anschluss und eines mit einem symmetrischen 4,4-mm-Anschluss. Beide werden über zwei 3,5-mm-Klinkenstecker am anderen Ende des in Silber gemantelten Kupferdrahtes mit den beiden Treibern des Kopfhörers verbunden. Verschraubt, um genau zu sein.

Hinter dem Gehäuseschutz des MDR-Z1R verbirgt sich eine Filterschicht, die dem Kopfhörer zu seiner grandiosen Akustik verhilft

Die elektrodynamischen Treiber bestehen aus einer Flüssigkristallpolymer-Membran und einer 70-mm-Magnesiumkalotte mit einer Kupferschwingspule, welche mit einem Neodymium-Magneten angetrieben wird. Umrahmt werden die Treiber von einer dreischichtigen Außenverkleidung, bestehend aus einem Kunststoffrahmen, einem Akustikfilter und dem abschließenden Gehäuseschutz zum einen und sehr dicke Ohrmuscheln aus Schafsleder, die bereits auf den ersten Blick einen äußerst komfortablen Eindruck machen. Die Bügel hinter dem Lederfutter sind aus Beta-Titan und somit sehr elastisch und obendrein von recht geringem Gewicht – der MDR-Z1R wiegt lediglich 385 Gramm. Der Kopfhörer verlangt trotz Impedanz von 64 Ohm einiges an Leistung, der Nutzer ist somit gut beraten, ihn mit einem Verstärker anzusteuern. Allerdings vermag der MDR-Z1R laut Hersteller ein schier unglaubliches Frequenzspektrum von 4 Hz bis zu 120 kHz wiederzugeben, was beim menschlichen Hörspektrum von großzügig abgesteckt ungefähr 16 Hz bis ca. 20 000 Hz fast schon obsolet erscheint. Wir wollen wissen, was dahintersteckt und widmen uns voller Vorfreude dem wesentlichen Teil des Tests.

Hörspaß mit Abstrichen

Zu Beginn des Klangtests lassen wir den Verstärker außen vor und probieren die mobile Formation der Signature Series. Der 2 199 Euro schwere Luxus-Kopfhörer ist über den symmetrischen 4,4-mm-Klinkenanschluss mit dem Walkman verbunden. Die Wahl des Musikbeispiels fällt zu Anfang auf eine Aufnahme des von Max Richter neu arrangierten Sommer aus Vivaldis vier Jahreszeiten, gespielt vom Berliner Kammerorchester und Daniel Hope als Solisten. Der Walkman lässt sich sehr intuitiv bedienen, seine Benutzeroberfläche ist schlicht gehalten und sehr übersichtlich. Die Software für den portablen Player ist von Sony selbst entwickelt und läuft somit sehr stabil, wenn auch einige Befehle etwas träge umgesetzt werden, was aufgrund der rechenintensiven High-Res-Dateien zu entschuldigen ist.

Die Verstellbügel des Kopfhörers sind abnutzungsfrei, soweit dies physikalisch möglich ist

Die Lautstärke zur Hälfte aufgedreht, ist auf den Kopfhörern kaum etwas zu vernehmen. Tatsächlich muss der Pegel bis zum Maximum getrieben werden und steht dann noch immer etwas kraftlos da. Klanglich ist das wiedergegebene Material durchaus hochklassig, die hohe Fülle an Details geht in leisen Passagen allerdings etwas verloren, da dem NW-WM1Z schlichtweg die Puste fehlt, eine akustische Stabilität über die ganze Bandbreite der Dynamik hinweg aufrecht zuhalten. Schade eigentlich, denn das Versprechen Sonys, mit dem Duett aus Walkman und Premium-Kopfhörer überall audiophiles Hörvergnügen zu haben, kann somit nur bedingt eingehalten werden. Aber zum Glück ist da noch der Dritte im Bunde. Wir schalten den TA-ZH1ES hinzu und die Signature-Series muss ihren Teamgeist unter Beweis stellen.

Einer für alle, alle für einen

Und tatsächlich entfaltet das Trio im gemeinsamen Spiel die ganze klangliche Qualität der Sony Signature Series. „The Rainbow“ von Talk Talk entfesselt schon nach wenigen Sekunden ungemeine Verzückung. Mit einer unfassbaren Präzision platzieren sich die einzelnen Instrumente im direkten Umfeld des Hörenden. Die Gitarre spielt mit leichtem Drive in einer gefühlten Armlänge etwas linksgerichtet vor der Nasenspitze. Die Mundharmonika hingegen erklingt hingegen in unmittelbarer Nähe des rechten Ohres. Das Klavier erklingt zwischen Basstrommel und Tom rechts unten im Klangbild ein paar Zentimeter, möchte man meinen, hinter dem Gesang von Mark Hollis, der sich ohne Umwege direkt zwischen den Ohren positioniert. Tatsächlich ist die räumliche Wiedergabe der MDR-Z1R fast nicht ohne die Verwendung eines Superlativs zu beschreiben. Man hört nicht nur, man spürt regelrecht den klanglichen Mehrwert der Kopfhörer. Im Team erfüllen die drei Prüflinge alle Anforderungen an audiophiles Equipment. Jedes Element ist räumlich so herausragend von einander getrennt, dass eine komplette spektrale Entfaltung selbst bei Überschneidungen einzelner Frequenzbänder noch gegeben ist. Jede Klangfarbe wird in einer fast schon unheimlichen Originalität zum Besten gegeben, auch das leiseste Geräusch findet seinem Platz im Mix.

Beim Hören von „Lilac“, einer Komposition des Pianisten Tigran Hamasyan erklingt die Musik aus einer phonetischen Entfernung von etwa drei bis vier Metern, wobei man zentriert zum Flügel, zur rechten Hand des Pianisten zu sitzen glaubt. Die tiefen und somit längeren Saiten des Instruments erstrecken sich über das gesamte Panorama, die kürzeren Saiten verbleiben links vom Zentrum, auf der Seite von Hamasyan selbst, den man stellenweise mitsummen und in aufgeregten Passagen unruhig auf seinem Hocker mitwiegen hört. Das Leder knarzt, ja man hört während dem im Forte gespielten Sopran sogar das Aufsetzen des Fingers auf die Tasten. Es ist schier unglaublich. Stundenlang möchte man hören, hören, hören. Dass man einen Kopfhörer trägt, gerät in Vergessenheit, der MDR-Z1R sitzt sehr bequem. Auf dem Walkman lassen sich je nach Vorliebe noch kleine Anpassungen vornehmen, zum Beispiel den dynamischen Normalisierer, der Pegelschwankungen zwischen den Titeln auszugleichen vermag. 

Die Preise liegen bei: 2199 Euro (MDR-Z1R), 1999 Euro (TA-ZH1ES), 3299 Euro (NW-WM1Z).

weitere Infos unter: www.sony.de

Die Testbeurteilung bezieht sich auf den Sony MDR-Z1R.

Test: Sony MDR-Z1R, TA-ZH1ES, NW-WM1Z
Selten haben wir von der Redaktion solch ein Prachtexemplar der Kopfhörertechnik in Händen gehalten. Der Premiumkopfhörer MDR-Z1R gehört zwar definitiv zum preislichen Luxussegment, aber wer eine Investition in diese Richtung in Erwägung zieht, ist mit diesem Gerät zweifellos bestens beraten. Gefertigt aus Beta-Titan und mit Schafsleder ausgestattet, sitzt der geschlossene Kopfhörer bequem und dennoch sehr stabil auf den Ohren. Klanglich setzt sich der MDR-Z1R auf jeden Fall von der Spitze des Feldes ab. In puncto Räumlichkeit gelingt ihm etwas, das die Hörgewohnheiten selbst erfahrener HiFi-Enthusiasten herausfordern dürfte.
Wiedergabequalität97%
Ausstattung/Verarbeitung91%
Benutzerfreundlichkeit94%
Preis/Leistungsverhältnis85%
Vorteile
  • exzellente Räumlichkeit
  • sehr sehr feiner Sound
  • symmetrischer Anschluss
Nachteile
  • keine
96%Gesamtwertung
Leserwertung: (1 Judge)
88%

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