Der französische Lautsprecherspezialist Focal hat den geschlossenen High-End-Kopfhörer Elegia vorgestellt. Wie die offenen Schwerstermodelle Utopia, Clear und Elear zeichnet sich der Elegia mit neuen, zum Patent angemeldeten Treibern aus. Sie wurden wie der gesamte Kopfhörer im heimischen Werk entwickelt und auch gefertigt.

Da herkömmliche Kopfhörer aufgrund des sehr geringen Hörabstands grundsätzlich anders klingen als hochwertige Lautsprecher, nahm Focal eine komplett neue Membrankonstruktion in Angriff. Um möglichst ebene Schallwellen zu erzeugen, hat man statt einer Kalotte eine vergleichsweise flache Membran mit M-Profil verwendet.

Kaum Verzerrungen und Phasenfehler

Vorteil dieser Konstruktion: trotz des kurzen Hörabstands entstehen so gut wie keine Verzerrungen und Phasenfehler. Die M-Membran des Elegia ist aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung gefertigt, der nächstbesseren Alternative zu Beryllium, das dem Utopia-Kopfhörer vorbehalten ist.

Treiber deutlich verändert

Um aber der geschlossenen Bauform Rechnung zu tragen, hat Focal den Treiber deutlich verändert. Damit beugt man Kompressionseffekten vor und ermöglicht einen ausgedehnten Tiefton. Die Sicke ist aus extrem beständigen NBR (Nitrilkautschuk) und mit 110 Mikrometer etwas dicker als bei den Schwestermodellen.

Noch besser für mobile Geräte geeignet

Die extrem leichte Schwingspule ohne Träger ist beim Elegia mit 4 mm etwas niedriger gebaut. Zudem ist die Zahl der Schwingspulenwindungen und damit die Impedanz verringert. Somit ist der Elegia noch besser für mobile Geräte als selbst der Clear geeignet. All dies führt, trotz der geschlossenen Bauweise, zu einem ausgesprochen linearen und verzerrungsfreien Klang mit hohen Dynamikreserven.

Geschlossene Bauform

Um die Vorteile des aufwendigen Treibers durch das Gehäuse zu unterstützen, hat Focal all sein Wissen und Technologie aufgeboten und eine innovative Form der Muscheln entwickelt, welche Reflextionen minimiert. So ist kein weiteres Tuning durch ein Belüftungssystem oder zusätzliche Dämmung nötig.

Deutlich besser an die Kopfform anpasst

Um den Eindruck einer Schallerzeugung im Raum zu verstärken und die Anatomie des äußeren Ohrs einzubeziehen, hat Focal die Chassis im Gehäuse leicht nach vorne versetzt und eingewinkelt. Die großen, ohrumschließenden Hörmuscheln sind mit Polstern aus Memoryfoam ausgestattet, der sich deutlich besser an die Kopfform anpasst als herkömmliche Schaumstoffe, während die Bezüge aus Mikrofaser unperforiert sind. Für einen bequemen Sitz sorgt auch der breite, gepolsterte Bügel.

Neutraler Klang mit frappierender Dynamik

Die Kombination von innovativen Chassis und der neuartigen Bauform führt zu einem ausgesprochen neutralen Klang mit frappierender Dynamik und Authentizität bei gleichzeitig sehr guter Schallisolation.
Webseite: www.focal.com/de

Bildquellen:

  • Focal Elegia: Bild: © 2018 Focal-JMLAB