Wer kraftvollen, voluminösen Bass erleben möchte, kommt an einem Subwoofer nicht vorbei. In diesem Test widmen wir uns dem nagelneuen Impact X 10 von Velodyne Acoustics, ein aktiver Frontfiring Subwoofer mit einer Downfiring Bassreflexöffnung.

Kometenartig

Die Damen und Herren von Velodyne Acoustics sind echte Bassexperten. Seit 1983 liefern sie mit ihren Subwoofern das Grundtonfundament für Musik, Filme und Videospiele. Im Silicon Valley gegründet, ist die Firma 2019 nach Deutschland umgezogen, um von hier aus Hörer und Hörerinnen weltweit mit ihren Bässen zu verzaubern. Für diesen Test haben wir uns mit dem neuesten Subwoofer Velodyne Impact X 10 in tonale Tiefen begeben. Wir danken Velodyne Geschäftsführer Mansour Mamaghani und seinem Team für das nagelneue Testmuster, das wir als eines der ersten Testmagazine in Deutschland ausgiebig testen dürfen. Ein echter Exklusiv-Test also!

Den Impact X von Velodyne Acoustics gibt es in zwei Größen. Er ist entweder mit einer 10 Zoll oder einer 12 Zoll großen Membran erhältlich. Wir durften für diesen Test der kleineren 10-Zoll-Variante auf den Zahn fühlen. Der Größere ist auf Grund seiner größeren Membran in der Lage, noch tiefere Frequenzen zu erreichen und bringt außerdem mehr Leistung mit sich. Abgesehen davon ist er in Sachen Bedienung und Features identisch zu unserem Testkandidaten.

Test Velodyne Acoustics Impact X 10 Subwoofer (10-Zoll) Review weiß Rückseite
Der Impact X 10 bietet vielseitige Anschlussmöglichkeiten, die keine Wünsche offen lassen.

Design von Velodyne Impact

Der Velodyne Impact X ist ein quaderförmiger, aktiver Subwoofer aus 20 Millimeter starkem MDF mit einem frontseitigen Treiber und einer Downfiring Bassreflexöffnung. Dadurch kombiniert er die beiden – für Subwoofer üblichen – Abstrahlrichtungen und findet so einen guten Kompromiss zwischen knackigen Transienten durch die Frontfiring Membran und kraftvollem Grundton durch die bodenseitige Bassreflexöffnung. Er hat ein Kampfgewicht von 15 kg und findet mit den Dimensionen von 32 × 35 × 40 cm gut im Wohnzimmer oder Heimkino Platz.

Zur Abdeckung des Treibers ist eine Stoffblende im Lieferumfang dabei, durch welche die Membran als Hexagon sichtbar ist. Diese ist mit einem simplen Stecksystem befestigt und lässt sich ohne Probleme wieder lösen. Außerdem befindet sich auf der Frontseite ein kleines blaues LED-Display. Dieses gibt Auskunft über verschiedene Werte, wie Lautstärke und Presetnummer. Dazu aber später mehr. Die einstellige Siebensegmentanzeige ist durch die Stoffblende sogar etwas besser zu erkennen, als ohne. Der Subwoofer steht auf vier schwarzen Elastomerfüßen, welche ihn gut entkoppeln.

Ansonsten hält sich das Design des Impact X, wie für Velodyne Acoustics typisch, schlicht und elegant. Auf der Rückseite des Subwoofers verstecken sich alle Schalter, Regler und Anschlüsse. Inputseitig bietet der Velodyne Acoustics Impact X viele Möglichkeiten. Man kann ihn über vergoldete Cinchbuchsen anschließen oder ihn über die Lautsprecherklemmen mittels High Level Signal als zweites Lautsprecherpaar einbinden. Außerdem stehen zwei vergoldete Cinchbuchsen als Outputs zur Verfügung. Die Anschlüsse machen allesamt einen soliden Eindruck, jedoch ist es schade, dass nur simple Klemmen für Lautsprecherlitze verbaut sind und keine, die auch für Bananenstecker geeignet sind.

Zur Lautstärke- und Frequenzanpassung befinden sich zwei Drehregler auf der Rückseite des Subwoofers. Beide sind Endlosregler, weshalb man beim Einstellen des Subwoofers auf die Ohren vertrauen muss. Bei der Lautstärkeregelung ist dies wohl kein Problem, doch beim Einstellen der Crossoverfrequenz ist genaues Hinhören gefragt. Auch weil das Display zwar die Lautstärke in 10 Stufen anzeigt, die Frequenz jedoch nicht. Auch auf der Rückseite des Velodyne Subs befindet sich ein Phasendreher. Drückt man diesen Knopf, dreht er die Phase um 180°. Dies ist hilfreich, da vor allem im Tieftonbereich – wo die Wellenlänge der Töne sehr groß ist – Phasenauslöschungen zu weiten Basslöchern führen. Dreht man die Phase um, löschen sich die Frequenzen nicht mehr aus, sondern ergänzen sich.

Test Velodyne Acoustics Impact X 10 Subwoofer (10-Zoll) Review weiß Front
Die frontseitige Membran aus verstärktem Papier ist bei geringem Gewicht sehr steif. So werden Partialschwingungen minimiert und Transienten werden impulstreu wiedergegeben. Auf der Vorderseite des Impact X befindet sich lediglich der Treiber und das Display.

Unter dem Phasendreher befindet sich ein unbeschrifteter Knopf. Ist dieser auf „Auto“ gestellt, versetzt er den Subwoofer nach einer Weile ohne Signal in Standby. Steht er auf „On“, ist der Impact X durchgehend an. Lautstärke, Frequenz und Phase lässt sich außerdem über die Fernbedienung einstellen. Diese ist klein und handlich. Außerdem ist die benötigte Batterie schon mit dabei. Über die Fernbedienung kann man außerdem die Helligkeit des Displays anpassen und durch die vier DSP-Modi wechseln. Denn der Impact X verfügt über vier DSP-Presets, die die Wiedergabe des Subwoofers an bestimmte Situationen anpassen.

Das erste Preset „Flat“ ist eine universell nutzbare Einstellung, die einen großen Bassanteil mit sich bringt. Das „Movie“ Preset ist für ein bombastisches Filmerlebnis konzipiert und ermöglicht eine maximale Ausgangsleistung. „Rock/Pop“ ist für eben diese Musik optimiert, indem der Frequenzverlauf angepasst ist. Der „Night Mode“ hingegen drosselt die Tieftonwiedergabe etwas, damit man sich das friedliche Miteinander mit den Nachbarn nicht verscherzt. Alles in allem ist die Bedienung des Impact X sehr intuitiv. Die Fernbedienung ist selbsterklärend gestaltet und macht Anpassungen sehr komfortabel.

Impact X: Leistungsstark und effizient

Der Subwoofer ist mit einem hocheffizienten Class-D-Verstärker ausgestattet, welcher vier 180-Volt-MOSFET Transistoren mit einer Stromlieferfähigkeit von 34 Ampere enthält. Er weist eine Impulsleitung von 500 Watt und eine Dauerleistung von 250 Watt auf. Die Endstufe in Kombination mit den Kerntechnologien von Velodyne Acoustics ermöglicht nicht nur eine erstaunliche Bassleistung, sondern minimiert ebenfalls Verzerrungen. Der Frequenzbereich des Velodyne Impact X 10 ist bei einer Toleranz von 3 dB mit 32 – 180 Hz, beziehungsweise bei 10 dB mit 25 – 250 Hz angegeben. Der Impact X 10 kann also ordentlich tief spielen und ist so in der Lage, auch tiefreichende Lautsprecher zu unterstützen.

Die Crossoverfrequenz ist von 50 Hz bis 180 Hz wählbar und filtert mit 12 dB pro Oktave. Akkurate Transientenwiedergabe und minimale Partialschwingungen werden durch die doppelt belüftete, verstärkte 10-Zoll-Papiermebran ermöglicht. Diese weist eine hohe Auslenkung auf und ist zugleich steif, als auch leicht. Die vierlagige zwei Zoll Schwingspule aus hochreinem Kupfer ist ebenfalls höchst effizient. Die Sicke aus Nitrilgummi ermöglicht einen Hub von bis zu 25 Millimetern. Angetrieben wird der Treiber von einem Dual-Ferrit-Magnet-Motor. Somit ist der Treiber des Impact X sehr energieeffizient und in der Lage viel Luft zu bewegen, was bei der Basswiedergabe eine kraftvolle, voluminöse Performance bedeutet.

Test Velodyne Acoustics Impact X 10 Subwoofer (10-Zoll) Review weiß Front
Die Stoffblende ist leicht durchscheinend. Durch sie lassen sich Treiber und Display gut erkennen.

Einschlägige Performance

Das englische Wort „Impact“ hat im Deutschen bekanntlich mehrere Bedeutungen. Zum einen kann es für Auswirkung, im Sinne von Konsequenz oder Effekt stehen. Eine andere – und in Bezug auf den Impact X – passendere Übersetzung wäre jedoch, Einschlag oder Aufprall. Der Impact X ist nämlich durchaus dazu in der Lage, wie ein Meteorit den Raum in Schwingung zu versetzen. Durch die Kombination aus der Frontfiring Membran und der bodenseitigen Bassreflexöffnung ist der Velodyne Impact X nicht nur sehr impulstreu und liefert knackige Transienten, sondern erschüttert den Raum, wie es sich für den Einsatz im Heimkino gehört.

Der Subwoofer hat einen sehr satten, sauberen Grundton, der sich gut am Low-End der Satellitenlautsprecher anschmiegt. Ganz gleich, ob Musik oder Filmton, der Impact X spielt kraftvoll, energiereich und stets geschmackvoll. Außerdem ermöglicht der Subwoofer beinahe maßlose Lautstärken. In unserem Test war der Velodyne Acoustics Impact X 10 schon bei einem Drittel der maximalen Lautstärke ausreichend präsent. Obwohl es die kleinere Variante des Impact X ist, bringt die 10-Zoll-Ausführung also ordentlich Wumms mit. Auch die DSP-Presets sind eine gern gesehene Ergänzung. Sie machen den Subwoofer noch vielseitiger und erlauben eine unkomplizierte Klanganpassung.

Die Modi sind allesamt gut gewählt und optimieren die Wiedergabe für die jeweiligen Situationen sinnvoll. Vor allem der Bass drosselnde „Night Mode“ ist sinnvoll, da er die Wände nicht all zu sehr zum Wackeln bringt. Dennoch ist anzumerken, dass der Impact X 10 auch ohne Presets für jegliche Anwendung geeignet ist. Ganz gleich ob Hollywood-Blockbuster oder Popmusik, der Impact X 10 von Velodyne zeigt Wirkung.

Test Velodyne Acoustics Impact X 10 Subwoofer (10-Zoll) Review weiß Fernbedienung
Der Impact X 10 ist mit vier DSP-Presets ausgestattet. Diese ermöglichen leichte Klanganpassungen mit nur wenigen Knopfdrücken.

Velodyne Subwoofer: Preis und Verfügbarkeit

Den Velodyne Acoustics Impact X 10 Subwoofer gibt es zum Preis von 799 Euro (UVP) im Fachhandel zu kaufen.

Webseite: www.velodyneacoustics.com/de

Anmerkung: Dieser Testbericht erschien zuerst in AUDIO TEST Ausgabe 02/2022

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Test: Velodyne Acoustics Impact X 10 Subwoofer (10-Zoll)
Der Impact X 10 der Subwoofer-Experten von Velodyne Acoustics bleibt seinem Namen treu. Er hinterlässt Eindruck und seine Bässe können einem Meteoriteneinschlag gleichen. Er ist mit vier DSP-Presets ausgestattet, welche die Tieftonwiedergabe unkompliziert auf die Situation anpassen lässt. Doch auch ohne Preset liefert er satte, saubere Bässe, die sowohl für Musik, als auch Filme und Videospiele geeignet sind.
Wiedergabequalität 97%
Ausstattung/Verarbeitung 89%
Benutzerfreundlichkeit 76%
Preis/Leistung91%
Vorteile
  • Voluminöse, saubere Wiedergabe
  • vier DSP-Presets
Nachteile
  • keine
94%Velodyne Impact X 10
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Bildquellen:

  • Velodyne-Acoustics-Impact-X-10-Subwoofer-Test-02: Auerbach Verlag
  • Velodyne Acoustics Impact X 10 Subwoofer: Auerbach Verlag