Ein echter Allrounder unter den Surround-Anlagen kommt aus dem Vereinigten Königreich und heißt ganz einfach so wie das Unternehmen: Monitor. 

Wir freuen uns sehr darüber, dass die britische Traditionsmarke Monitor Audio dabei ist, sich aus dem langjährigen Geheimtipp-Status zu einem inoffiziellen Marktführer zu entwickeln. Und zwar im Bereich des Überraschungs-, Wow- und Das-hätte-ich-nicht-erwartet-Effekts. Wir haben jetzt schon ein paar Modelle aus Essex Probe hören dürfen (►lesen Sie hier unseren Test der Monitor Audio Gold 300) und alle haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen, so auch die vorliegende Monitor-Serie. 

Monitor Audio Monitor 200 Spikes Lautsprecher Test Review
Die Monitor 200 und 300 kommen auf Spikes gelagert

Monitor Audio Standlautsprecher Monitor 200

Die 200er ist das zweitgrößte Modell der Monitor-Serie von Monitor Audio, darüber befindet sich noch die 300er, darunter die 100er, die bereits einen Kompaktlautsprecher darstellt. Es handelt sich bei der 200er also um die kleinere Version der Standlautsprecher, die sich aber keineswegs kleinlaut gibt. Mit einer Leistungsfähigkeit von 120 Watt RMS pro Lautsprecher sollten 90 Prozent der deutschen Wohnzimmer hinreichend versorgt sein. Die möglichen 112 dBA Schalldruckpegel, also in etwa ein Rammstein-Konzert im Finale, sind weitaus genug, um sich auch bei den Nachbarn Gehör zu verschaffen. Aufgebaut sind die 200er als 2-1/2-Wege Konstruktion mit Zweikammer-Bassreflex. Als Treiber wurden zwei 5,5 Zöller verbaut, einer als Tieftöner und einer als Tiefmitteltöner. Dazu gesellt sich ein schwarzer C-CAM Hochtöner. Über die Optik und Farbgebung mögen wir streiten: Wem die Kombination zu retro ist, der schaut sich das weiße Modell an. Wem sie noch nicht retro genug ist, empfehlen wir Walnuss. Aber in einer Angelegenheit brauchen wir nicht diskutieren, denn in Sachen Technik und Klang steht dieses Trio im Korpus der 200er über jeder Kritik. Hier macht Monitor Audio wieder einmal seinem Ruf als erfahrener Treiberspezialist mit einem Faible für gelungene Abstimmung alle Ehre. 

Über Optik lässt sich streiten, wir sind jedenfalls froh darüber, dass endlich mal ein Hersteller den Mut beweist, Farbe zu bekennen

Monitor Audio Center-Lautsprecher Monitor C150

Der C150 ist, wie der Buchstabe es schon impliziert, ein Center-Lautsprecher. Dabei hat Monitor Audio nicht einfach einen 100er hingelegt, sondern sich tatsächlich noch einmal extra Gedanken dazu gemacht, welche Anforderungen an einen Center gestellt werden. So ist zum Beispiel der Frequenzgang in den Bässen nicht so tiefreichend, was bedeutet, dass den Mitten und Höhen mehr Energie zukommen kann. Ideal für den Center, der vor allem Stimmen perfekt transportieren können muss. Auch die obere Übergangsfrequenz verschiebt sich beim Center weiter nach oben, als bei den anderen Modellen. Statt 2,8 oder 3,3kHz hat der Center einen Crossover bei 3,9kHz. Auch das kommt den Anforderungen an die Mitte entgegen und verteilt die Energie gleichmäßiger auf die Treiber. Der größte Unterschied aber ist vermutlich die Gehäusekonstruktion. Der Center ist geschlossen und hat keinen Bassreflex. Eine Präzise Dynamik ist in diesem Fall wichtiger, als Effekthascherei. Ein wirklich durchdachter Profi-Center, den man da bekommt. Auf jeden Fall auch studiotauglich. 

Gut zu sehen: Der Monitor C150 ist ein geschlossener Lautsprecher

Monitor Audio Regallautsprecher Monitor 50 

Der 50er ist der kleinste der Monitor Audio Serie, der es aber locker mit der Spielfreude der großen Modelle aufnehmen kann. 70 Watt RMS an 8 Ohm pro Lautsprecher könnten schon so manchen kleinen bis mittleren Raum beschallen. Als Rear-Speaker eigentlich fast zu Schade, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Das Zweiwege-System mit Bassreflex ist für uns der Überraschungskandidat der Serie. Die Reduktion der wesentlichen Erfolgsträger der Monitor-Modelle, nämlich C-CAM-Hochtöner in Kombination mit MMPII Tiefmitteltöner und der HiVie II-Port-Technologie des Basses, ist die Essenz jahrzehntelanger Ingenieurstätigkeit und klingt einfach ausgewogen. Nebenbei erinnern sie auch noch charmant an legendäre Studiomonitore wie z. B. die Auratone-Würfel und liegen damit absolut im aktuellen Trend. Style trifft Tradition. Hat man auch nicht so häufig. 

Der Monitor 50 ist eigentlich ein Fullrange-Bookshelve-Lautsprecher, den wir in diesem Test als Surround genutzt haben

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Bildquellen:

  • Monitor Audio Monitor Serie: Johannes Strom