Monitor Audio Subwoofer MRW-10 

Vom Funktionsumfang her ähnelt der MRW-10 dem Subwoofer des MASS-Systems von Monitor Audio, welches wir ebenfalls in dieser Ausgabe besprechen. Unter anderem finden wir die drei EQ-Modi Film, Musik und Impact wieder, zum anderen gibt es auch hier die Möglichkeit entweder direkt am AVR über den LFE-Kanal den Lowpass-Filter zu setzen, oder über den Stereoeingang direkt am Subwoofer. In unserem Fall haben wir den AVR gewählt und in Kombination mit der 200er bei 80 Hertz getrennt. Das hat dem Set nochmal einen Extra-Schub gegeben. Der größte Unterschied zum MASS-Kollegen ist, dass es sich beim 10er, die Ziffer verrät es, um eine 10 Zoll-Membran und nicht um eine 8-Zoll Membran handelt. Was die Verstärkerleistung und das Gewicht betrifft, sind beide Modelle ähnlich dimensioniert, aber der 10er kommt bei 30 Hertz noch auf –6 dB statt auf –10. Das hat vor allem etwas mit der verwendeten Bassreflexkonstruktion zu tun, was ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist. Der 10er bringt dank Reflex und größerer Membran gefühlt mehr Volumen auf die Bühne und kommt mit vielen anspruchsvollen Film- und Musiksituationen deutlich besser zurecht, als der MASS-Kollege. Solide Arbeit, Jungs. 

10 Zoll trifft auf Bassreflex: Der MRW-10 schafft bis zu 30 Hertz @ -6dB

Klang 

Man sollte diesem Set etwas Zeit geben sich zu akklimatisieren und warm zu spielen. Eine Zahl von 100 Stunden kann hier eine grobe Orientierung sein. Wenn sich die Monitors dann eingegroovt haben, lassen sie keine Wünsche mehr offen. Der Klang ist saftig, voll und klar zugleich. Das Panorama erscheint lückenlos und homogen. Das Surroundfeld wirkt wie aus einem Guss und das ist ungemein hilfreich, denn nur so kann man überhaupt in die Nähe dessen kommen, was sich die Komponisten, FX-Artists, Produzenten und Mischer beim Klangbild gedacht haben. Eine der großen Stärken der Marke Monitor Audio ist die hervorragende Abstimmung der Treiber zueinander. Eine der größten Stärken der Monitor-Serie ist ihre ausgezeichnete Abstimmung als Lautsprecher untereinander. Diese Kombination führt dazu, dass dieses Set ein richtig guter Allrounder ist, denn nicht nur Kino, sondern auch die natürliche Musikwiedergabe profitiert davon. So macht es genauso viel Spaß einfach mal die 200er als 2.0 oder zusammen mit dem MRW-10 als 2.1 zu hören. Man hat stets das Gefühl eine vollwertige, raumfüllende Anlage zu bespielen und muss an dieser Stelle keine Kompromisse zwischen den Welten eingehen. Von den 50ern hätten wir am liebsten gleich noch ein Paar mehr gehabt, die machen nämlich auch eine richtig gute Figur als Kompaktlautsprecher zum Beispiel auf dem Schreibtisch. Sie sind keineswegs als abgespeckte Surrounds mit stark beschnittenem Frequenzgang anzusehen, sondern eher noch als Full Range Bookshelve. Klasse Paket!

Die markenten HiVe-Bassreflexports geben dem Lautsprecher einen futuristischen Look

Mehr Infos unter www.DerBesteKlang.de

Anmerkung: Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 6/2019 der AUDIO TEST.

Test: Monitor Audio Monitor-Serie – 5.1 Sound zum Verlieben
Die Monitor-Serie ist der perfekte Allrounder für alle, die sich nicht auf Stereo oder Surround festlegen wollen. Die 200er können zusammen mit ihren Kollegen Kino und Konzert in authentischer Form transportieren und sind als Team in der Preis- und Größenlage kaum zu toppen.
Wiedergabequalität94%
Ausstattung/Verarbeitung86%
Benutzerfreundlichkeit88%
Preis/Leistung96%
Vorteile
  • homogener Klang auf allen Ebenen
  • sowohl Stereo als auch Surround gute Ergebnisse
Nachteile
  • mutige Optik
91%Gesamtwertung
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Bildquellen:

  • Monitor Audio Monitor Serie: Johannes Strom