Balladen und Pop fürs Joggen, meditative Klänge beim Yoga, Rocksongs fürs Gewichte heben – musikalische Untermalung gehört für viele Freizeitathleten zum Sport treiben dazu.

Eine stetig wachsende Auswahl an Kopfhörern in diversen Ausführungen und Preisklassen macht es leicht, stets die passende Playlist im Ohr zu haben.

Je nach Sportart und Anspruch variieren die Empfehlungen dabei. Wer zu den 5,91 Millionen Deutschen zählt, die laut Umfragen häufig joggen oder Wald- und Geländeläufe machen, oder zu den 16,87 Millionen, die zumindest gelegentlich die Laufschuhe schnüren, der hat andere Ansprüche als jemand, der im Sportstudio vorzugsweise die Beinpresse und ähnliches benutzt.

Die populärsten Geräte beim Sport sind die superleichten, kleinen Ear-Buds. Dabei sollte ungeachtet der Preisklasse darauf geachtet werden, dass die Ohrhörer staub-, schweiß- und für den Sport im Freien auch wasserresistent sind. Kabelfrei ist gerade beim Joggen von Vorteil, weil durch die stoßartigen Bewegungen das Kabel leicht durch ständiges Hin- und Herwackeln nervt.

Eine Auswahl an weichen Silikon-Ohreinsätzen in mehreren Größen, die ein möglichst bequemes Tragen erlauben, ist ein weiterer wichtiger Punkt. Die beste Klangqualität nützt nichts, wenn die kleinen Teile im Ohr schon nach kurzem Tragen drücken.

Bei kabellosen Earbuds sollte auch darauf geachtet werden, wie lange die Ohrhörer mit einer Akkuladung auskommen. Wer sich auf einen Marathon vorbereitet, braucht eine längere verlässliche Einsatzdauer als jemand, der in der Mittagspause ein paar kurze Runden um den Block dreht.

Verkabelte Ohrhörer mit einem Nackenkabel wie Teufel Airy Sports erlauben es, die Frage nach der Akkulaufzeit zu vergessen. Dafür kann das Kabel je nach Art der Bewegung hin- und herschlagen oder die Hörer aus dem Ohr reißen.

Das Gewicht macht ebenfalls einen Unterschied. Selbst wenn es nur um wenige Gramm mehr geht, sind diese im Ohr nach einiger Zeit mit Pech deutlich zu spüren. 

Wer im Sportstudio oder im eigenen Wohnzimmer trainiert, wird in erster Linie auf die Klangqualität und die leichte Steuerung über Knöpfe oder das Smartphone achten, wobei bei den hochpreisigeren Geräten oftmals auf Knopfdruck auch Telefongespräche angenommen oder Emails und Vorhersagen für die besten Sportwetten empfangen werden können. Active Noise Cancelling, bei dem Hintergrundgeräusche unterdrückt werden, ist dabei besonders gefragt. Allerdings trägt die dazu wie bei den Reflect Mini NC von JBL in den kabellosen In-Ear-Ohrhörern verbaute Technik zum Gewicht bei. 

Sportler, die im Freien aktiv sind, brauchen mehr. Um wirklich sicher joggen oder Fahrrad fahren zu können, ist ein Transparenz-Modus, der auch bei Modellen mit Active Noise Cancelling die Umgebungsgeräusche wieder durchlässt, unverzichtbar. Verkehrslärm mag beim Sport treiben stören, aber es kann sehr gefährlich werden, wenn man nicht imstande ist, Autos und Warnungen zu hören.

Die herkömmlichen Bügelkopfhörer sind dank der überragenden Soundqualität trotz ihres höheren Gewichts gerade im Fitnessstudio noch immer beliebt. Um bei den schweißtreibenden Aktivitäten die Hygiene nicht zu vernachlässigen, hat Adidas mit dem RPT-01 einen schweißresistenten Sportkopfhörer entwickelt. Der größenverstellbare Bügel kann in alle Richtungen gedreht werden, und die aus Funktionsmaterial gefertigten Stoffüberzüge von Ohrpolster und Kopfbügel sind waschbar. Bis zu 40 Stunden Musikgenuss, leichte Bedienung über Tasten und ein guter Halt sogar bei schnellen, ruckartigen Bewegungen machen den Bluetooth-Hörer RPT-01 und ähnliche Modelle zu einer guten Alternative für Freizeitsportler, die lieber etwas über als in den Ohren haben.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Ohr- und Kopfhörern, die bei jedem Wetter und sogar im Schwimmbad getragen werden können. Die T5 II True Wireless Sport von Klipsch sind unter anderem für den Einsatz beim Wandern und Klettern im Gelände gedacht. Die kabellosen In-Ears sind technisch sowohl vor Staub und Feuchtigkeit wie vor kräftiger Nässe geschützt, und das Ladecase besitzt feuchtigsabsorbierende Kristalle im Inneren, die von außen nassgeregnete Kopfhörer von allein trocknen. 

Beim Joggen in jedem Wetter überzeugen auch die nur 11 Gramm schweren kabellosen Earbuds Elite Active 75t von Jabra. Trotz ihrer Leichtigkeit bieten sie eine zuschaltbare HearThrough-Funktion, so dass der Träger Umwelt- und Verkehrsgeräusche wahrnehmen kann. Dabei lässt sich die Intensität der Geräusche per App regeln oder aber auf aktive Geräuschunterdrückung umstellen.

Vor allem Apple- und Beats-Fans warten derzeit gespannt auf die neuen AirPods für Sportler. Die Bluetooth-Hörer Beats Fit Pro, die optisch an die seit dem Sommer erhältlichen Beats Studio Buds erinnern, besitzen als Neuerung unter anderem einen Ohrbügel, der selbst bei anspruchsvollen Workouts für optimalen Halt sorgen soll. Der Wingtip genannte Bügel sitzt an der Seite des Innenohrs und soll dafür sorgen, dass der Earbud-Stöpsel da bleibt, wo er hingehört. Die Beats Fit Pro sind resistent gegen Schweiß und Wasser, und drei verschieden große Silikonaufsätze sollen die neuen AirPods an so gut wie jedes Ohr mühelos anpassen können. Head-Tracking, aktive Geräuschunterdrückung und Transparenz-Modus gehören ebenfalls dazu. Außerdem lassen sich die neuen Beats Fit Pro per One-Touch-Funktion blitzschnell mit einem iPhone verbinden. Wer ein Android-Handy hat, kann es über Fast Pairing mit den Ohrstöpseln koppeln. Der Verkauf beginnt im Dezember 2021 in China. Wie lange die deutschen Sportfans warten müssen, ist noch nicht bekannt. Aber es gibt ja auch andere, für Hobbyathleten konzipierte Kopf- und Ohrhörer für so gut wie jeden Anspruch und Geldbeutel.

Bildquellen:

  • Sennheiser Momentum Wireless: Sennheiser