Die beiden letzten Datenpannen von Facebook haben uns ja schon geschockt, aber was jetzt wieder durch Fahrlässigkeit entstanden ist, ist mehr als beunruhigend. Wie die Neue Züricher Zeitung berichtete, sind schon wieder Daten von 544 Millionen Facebook-Nutzern im Netz aufgetaucht. Es sollen sich um die dieselben Daten handeln, die bereits 2018 die Welt bewegten.   

Das Misstrauen wächst und das Bewusstsein und die Aufklärung ebenfalls. Der gläserne Mensch ist schon längst Wirklichkeit. Spätestens jetzt stehen mehr mündige Bürger hinter ihrer Datenhoheit und der Trend der VPN (Virtual Private Network) ist unaufhaltsam geworden. Gründer von VPN Dienstleistungen befinden sich selbst in der Position, ihre Daten zu schützen. VPN in Deutschland hat einen guten Ruf und bietet gleich ein ganzes Sicherheitspaket für alle, die sich bewusst sind, welches Risiko speziell bei Social Media Kanälen eingegangen wird. Eine Lösung, die angedacht werden sollte, wenn Sicherheit und privates Servern im Netz gewährleistet werden soll, ob nun für Unternehmen oder private Nutzer. 

Apps sind nicht immer das, was sie versprechen

Online-Unternehmen, angefangen von Reiseunternehmen und Hotels über Fluggesellschaften, Banken und Mobilfunkanbietern bis hin zu Modehäusern, bieten ihre Apps an, um im Verborgenen an intime Daten zu kommen – und zwar an Ihre. Die Palette dieser App-Anbieter ist groß und es werden immer mehr. 

Welche Daten sind von Interesse?

Nahezu alle, welche ein Mensch über Apps für seine tägliche Organisation automatisch produziert. Es geht um Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz oder Gewicht, aber viel schlimmer um sehr intime Daten, die beispielsweise über eine Wohnungssuche entstanden sind. Journalisten haben akribisch mittels einer Software herausgefunden, dass mehr als 70 beliebte Apps diese Daten einfach weiterreichen. 

Laut Sicherheitsexperten verstößt diese Praxis in Europa gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Besorgniserregend ist die Tatsache, dass auch Nutzer, die kein Facebook-Konto besitzen, davon betroffen sind. Ihre Daten werden trotzdem über eine Schnittstelle weitergegeben, damit eine personalisierte Facebook-Werbung erst ermöglicht wird.

Bundeskartellamt schaltet sich ein

Das Bundeskartellamt hat Anfang Februar 2019 die Zusammenführung verschiedener Quellen von Facebook-Konten in Deutschland ohne explizite Zustimmung der Nutzer untersagt. Es geht dabei um Konzerntöchter wie Instagram und WhatsApp wie aber auch um Webseiten und Apps anderer Betreiber.

Die Datensammelwut – oder das „Happy Data Hunting“ – von Facebook sowie die Verknüpfungen mit anderen sozialen Netzwerken wurde schon des Öfteren angeprangert. Über Jahre hinweg wurden von Facebook Daten relativ frei und unbedenklich an Jeden herausgegeben, der dieses soziale Netzwerk in seinen Diensten integriert hatte – zwar wurde mittlerweile dies beendet, doch zu spät. Doch was hilft es, wenn 2,70 Milliarden aktive Nutzer (Stand Q2 2020) blindlings und ohne über die Konsequenzen nachzudenken, der Herde nachlaufen? 

Wer die Geister rief

Schon in der Cambridge Analytica Affaire hat sich Zuckerberg, nach anfänglichem Zögern, dazu wie folgt geäußert: „Wir haben eine Verantwortung, Eure Daten zu schützen, und wenn wir das nicht können, dann verdienen wir nicht, in Eurem Dienst zu stehen.“ Große Worte für eine schwache, indiskutable Leistung. Jetzt fragt sich der Enduser, wie weit ein amerikanisches Weltunternehmen noch gehen kann, um die Grundrechte einer Person anzugreifen. Kritische Zeitgenossen wissen schon längst, dass der Dienst von Facebook nicht kostenlos ist. Man zahlt mit seinen Daten!  

Wie kann sich ein Enduser schützen?

Die „Mobilmachung“ von einigen Kollaborations-Plattformen in Europa steht eindeutig im Zusammenhang, sich von bedenkenlosen sozialen Netzwerk-Anbietern abzugrenzen und kann auch als deutliche Antwort angesehen werden, den Datenschutz von Benutzern mehr ernst zu nehmen. Dies ist auch mit unterschiedlichem Empfinden von Sicherheit in Europa wie Amerika zu verstehen. Amerika steht noch immer unter dem Motto der unbegrenzten Möglichkeiten (was die Entwicklung von Facebook erklären würde), wohingegen Europa einen weitaus profunderen Prozess über die Jahrhunderte seiner Geschichte bereits hinter sich hat.

Wer sich nun für eine VPN-Lösung entscheidet, schützt Daten vor gefährlichen und unerlaubten Zugriffen, ob sie nun offensichtlich geschehen, oder ohne die eigene Erlaubnis weiter gereicht werden. 

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