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Digital First – so lautet das Crescendo aus allen Ecken der HiFi-Welt. Doch wie weit sollte man gehen und wann ist man seiner Zeit zu weit voraus? Die Antwort finden wir bei NAD.

Einem Aussteller wurde auf den Mitteldeutschen HiFi-Tagen im vergangenen Jahr ganz besonders große Aufmerksamkeit zuteil. Dicht war das Gedränge im Raum „Erfurt“, dem Raum der alten Leipziger Handelsdruckerei, in dem sich übrigens auch das Testlabor der AUDIO TEST befindet. Während Mitteldeutschlands größter HiFi-Messe quartierten sich dort zwei Aussteller ein, welche uns in der Vergangenheit immer wieder zu begeistern wussten und auch auf den kommenden MDHT im November wieder viele HiFi-Fans anlocken werden.

Dynaudios Contour 30 (► lesen Sie hier unseren Test der Dynaudio Contour 30) nutzen wir Redakteure der AUDIO TEST noch immer als Referenzlautsprecher und das kompakte Jubiläumsmodell Special Forty war sogar das „Gesicht“ der Mitteldeutschen HiFi-Tage 2017 – auf Flyern und Plakaten prangten die kühn gestalteten Regallautsprecher und warben für die Messe in Leipzig. Wie den deutschlandweiten Vertrieb, so teilte sich Dynaudio auch seine Ausstellungsräume mit dem High-End-Hersteller NAD. Das 1972 vom Briten Marty Borish gegründete Unternehmen, gehört seit 1999 zur in Kanada ansässigen Lenbrook-Gruppe und unterstreicht auch heute noch sein Bestreben, kompromisslos hochwertige Technik nach dem State-Of-The-Art zu entwickeln, mit seinem Namen.

Denn NAD steht für „New Acoustic Dimension“, und dass NAD sein Firmencredo regelmäßig gerecht zu werden weiß, attestierten dem Unternehmen, neben uns, wiederholt auch viele weitere Stimmen der Fachkritik. Die wiederkehrenden Erfolge sichert sich NAD dabei durch die klar formulierte Maxime, stets mit der Zeit zu gehen und das rasche Tempo, mit welchem die technologischen Entwicklungen voraneilen, auch in der eigenen Produktion Einzug halten zu lassen. So bietet der Konzern seinen Kunden gerade die Möglichkeit „ältere“ AV-Receiver aus dem Hause NAD mit kostengünstigen Modulen aufzurüsten, sodass auch diese 4K Ultra-HD Videosignale verarbeiten können. Uns fallen spontan eine Menge Hersteller ein, welche da lieber den Kunden erneut zur Kasse bitten, um gegen Vollpreis ein gänzlich neues Produkt zu erhalten. Doch scheint bei NAD eine alte Floskel noch immer hoch geschätzt: Der Kunde ist König.

Dass im Jahr 2018 auch im High-End-Segment die Nachfrage nach der „eierlegenden Wollmichsau“ immer größer wird, ist kein Geheimnis und zeigt lediglich auf, dass HiFi alles andere als der betagten Klang-Elite vorbehalten ist. Alle Beteiligten sollten sich glücklich schätzen, dass auch die audiophile Szene sich großem Nachwuchs erfreut – nicht zuletzt bei Messen wie den Mitteldeutschen HiFi-Tagen wird das, bei einem Blick aufs neugierige Publikum, immer deutlicher. Dabei decken sich selbstverständlich die Anforderungen von jung und alt im Hinblick auf klangliche Aspekte (auch wenn der eine hier vielleicht muskulöse Bässe, der andere fein gezeichnete Konzertsäle bevorzugt). In Sachen Bedienung, oder eher User-Experience, sprechen junge HiFi-Fans jedoch ganz klar eine andere Sprache als gediegene Klang-Traditionalisten: und das ist Englisch. Streaming, Wireless, Online, Connectivity, Multiroom und so weiter, sind Begriffe des modernen HiFi – daran ist nichts zu rütteln.

NAD M50.2 Test High End Streaming-Player

Der große Touchscreen dominiert die Erscheinung des Netzwerkplayers. Leider waren für das Gerät zur CD „Auszeitklänge“ keine Metadaten aufzufinden

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Bildquellen:

  • NAD M50.2 Front: Bild: Auerbach Verlag
  • NAD M50.2 Top: Bild: Auerbach Verlag
  • NAD M50.2 Back: Bild: Auerbach Verlag
  • NAD M50.2: Bild: Auerbach Verlag