Dynaudio Contour 30: Wir haben uns verliebt. In zwei Stücke pures Klanggold, die uns über Wochen in unserem Hörraum verzaubert haben. Die neuen Contour 30 von Dynaudio im Test.

Dynaudio ist eine Legende. Die Contour-Serie der dänischen Lautsprecher-Manufaktur ebenso. Sie geht in ihr immerhin 28. (!) Jahr und hat sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder neu erfunden. Dabei haben es sich die Entwickler nie leicht gemacht – dafür steht die hohe Konstanz in der Contour-Reihe, deren Modelle sich erst in der dritten Generation befinden – ganze 15 Jahre spielte allein die erste Serie unverändert auf, in unserer immer schnelllebigeren Zeit eine halbe Ewigkeit. Dabei stand und steht für die Macher immer die natürliche Reproduktion von Musik im Vordergrund dieser Entwicklung. Es ist dieses Dynaudio-Prinzip, das die Marke bestimmt, die Verlässlichkeit in der Qualität und Dauerhaftigkeit ebenso und auch die Dankbarkeit von weltweit zehntausenden Dynaudio-Kunden, auf direkt klangbeeinflussende Elemente zu verzichten um so das zu erreichen, was der Produzent dem Musikkonsumenten zugedacht hat: Den puren, natürlichen Klang einer Aufnahme.

Minimalistisch aufgebracht ist das Logo. Dynaudio signalisiert: Es geht um Klang, nicht um Eitelkeiten

So klar konturiert und reproduktionsgenau, wie sich die Contour-Serie auch stets optisch präsentiert hat: Klar gezeichnet, ja kantig, direkt und schnörkellos  war auch immer ihr Design – ein Stück Bauhaus für den Lautsprechermarkt, denn Dynaudio ordnet die Formgebung zwar dem Klang unter, designt jedoch dennoch zeitlose HiFi-Möbel der Extraklasse. Die äußeren Attribute spiegeln dabei auch die inneren Werte der Marke, denn was Dynaudio seit seiner Gründung im dänischen Skanderborg im Jahre 1977 prägt, ist nichts weniger als Klang in Reinkultur, eine Hommage an Auflösung, Ortbarkeit und Brillanz. Alles wird bei Dynaudio im Hause gefertigt – und zwar mit maximalem Aufwand: Allein die Gehäuse durchlaufen elf Phasen des Lackierens und Polierens, bevor sie freigegeben werden, von der Membran über die Tests bis zur Bestückung des Lautsprechers, der aus bis zu 400 Teilen bestehen kann, entsteht alles in Skanderborg. Hier ist auch der Sitz der kritischsten HiFi-Ohren Dänemarks: Sie gehören Allan Kristiansen.

Allan hört und sieht die Lautsprecher und ihre Komponenten in allen Entwicklungsstufen und sorgt dafür, dass Dynaudio- Schallwandler von erlesener Qualität sind, und zwar mit dem ersten Lautsprecher einer Serie. Allan hatte seine Ohren und Augen auch bei der Entwicklung der neuen Contour-Serie. Und so sehen wir heute in unserem Hörraum die wohl tiefgreifendste Änderung der Contour-Serie seit den ersten Klängen der Serie. Die Entwickler haben es sich schwer gemacht und sich Zeit gelassen – denn wie will man ein Produkt verbessern, was vielen bereits in der bestehenden Ausprägung als Referenz gilt?

Rückansicht. Gut zu erkennen der sich nach hinten verjüngende Korpus und die zarten Rundungen, um Kantendispersionen zu verhindern. Zwei Bassreflexöffnungen komplettieren das Bild

Die neue Contour-Serie besteht aus 4 elegant designten High-End-Lautsprechern: Die kompakte Contour 20, das kompakte Standmodell Contour 30, das große Standmodell Contour 60 und der Center Lautsprecher Contour 25C als Tribut an die Heimkino-Fans. In sechs edlen Finishes ist die Contour-Serie zu haben: Nussbaum, Weiße Eiche, Klavierlack Weiß, Klavierlack Schwarz sowie in Palisander und Grey Oak in Hochglanzoptik. Wir dürfen ein Paar Contour 30 testen. Technisch brilliert die Contour 30 mit einem von Dynaudio entwickelten, vollkommen neuen Tief-Mitteltöner über den die Dänen ihren besten und weltweit beachteten 28-mm-Gewebekalottenhochtöner Esotar2 in die direkte Nachbarschaft setzen.

Der Esotar 2 Hochtöner wurde von Dynaudio bislang erst ab der Confidence-Serie eingebaut. Er wird in die verwindungssteife Aluminium-Schallwand direkt über den Tief-Mitteltöner eingesetzt, wodurch sich diese trotz ihrer Nähe nicht gegenseitig beeinflussen

Eine weitere technische Finesse sind die verbauten Aluminium Schwingspulen: Dynaudio hat sie aufgrund der Materialwahl extrem leicht konzipieren können, viel leichter als üblicherweise verbaute Kupferspulen. Das ermöglicht den Dynaudio-Spulen, mehr Wicklungen aufzunehmen (in diesem Fall ein Plus von fast einem Viertel) – und das bei einem größeren Durchmesser der Spule, was zu deutlich mehr Kontrolle über die Membranbewegung führt. Diese bestehen aus einem Magnesium-Silikat-Polymer, einer weiteren Eigenentwicklung, die Dynaudio seit 1985 in seinen Lautsprechern einsetzt. Mittels ihrer speziellen geometrischen Form und differenter Materialstärke erzielt sie mit einem perfekten Verhältnis von geringer Masse zu Steifigkeit und innerer Dämpfung eine nochmals verbesserte Abstrahlcharakteristik im gesamten Frequenzbereich, was dem Klang hörbar mehr Kontrolle und Feinheiten verleiht.

Blick auf den neu entwickelten Tief-Mitteltöner, der zweifach bei der Contour 30 eingesetzt wird. Die Membran erhält ihre typische Färbung durch ein Magnesium-Silikat-Polymer, eine Dynaudio-Eigenentwicklung

Die hochfeste, mehrschichtige und sanft gerundete Gehäusekonstruktion wurde mit einer neuen Aluminiumschallwand ausgestattet, die, perfekt geformt, der Gehäusekonstruktion folgt und die bisherige Schallwand aus Stahl ablöst. Dabei hat sich Dynaudio bewusst für Aluminium entschieden, da es formbar ist und eine deutlich bessere Steifigkeit und Stabilität besitzt, um die Chassiskörbe sicher aufzunehmen und ihnen eine nahezu resonanzfreie Heimat zu bieten.

Mit der neuen Gehäuseform reduziert Dynaudio bei der Contour-Serie, so auch bei unserer Contour 30 wirkungsvoll Resonanzen und Kantendispersionen. Das neue Contour Seriendesign entfernt sich dennoch nicht zu weit von der DNA der Contour Serie und vereint Tradition und Moderne auf ausgezeichnete Art und Weise. Wie die Contour 20 und Contour 60 verfügt auch unser Testmodell Contour 30 über neue Chassiskörbe, eine neue Frequenzweiche und eine neue Verkabelung. Dabei hat Dynaudio die gesamte Frequenzweiche neu gestaltet, mit besonders hochwertigen Mundorf-Kondensatoren bestückt und sorgt einer neuen Verkabelungskonfiguration für noch bessere Basswiedergabe. Viele dieser Optimierungen sind dabei für den Hörer nicht sichtbar, dafür umso besser zu erhören. Dynaudio hat sich mit der Neuauflage der Contour viel Zeit gelassen, in Ruhe entwickelt, gehört, verworfen, wieder entwickelt und wieder gehört. Nur so kann man Legenden besser machen. Und das hört man dann auch.

Das Anschlussterminal der Contour 30 ist schlicht, aber wirkungsvoll. Die eingesetzten Kunststoffklemmen von WBT sind von ausgezeichneter Qualität und klanglich wohl das Beste, was der Markt zu bieten hat

Klang

Wir haben die Contour 30 erstmals ausführlich auf den Mitteldeutschen HiFi-Tagen hören können und uns in die Lautsprecher von Anfang an verliebt. Zugegeben: Roland Hoffmann als Dirigent lieferte eine genau auf die Contour zugeschnittene Hörsession, die, soweit wir das einschätzen können, die zahlreichen Zuhörer allesamt in ihren Bann gezogen hat. Die Musikauswahl – perfekt. Die Zuspielung über NAD Komponenten eine sehr gute Wahl, sind diese doch aufeinander eingespielt. Die Präsentation mit einem Händchen für die Zuhörer, die Musik in Kombination mit einem Quäntchen Technik brilliant auf den Punkt gebracht. Können wir den Zauber dieses Moments im Hörraum festhalten? Zunächst sind wir daher gegenüber anderen Lautsprechern bewusst unfair und bedienen uns aus dem Repertoire des Vorführmaterials, das uns Dynaudio auf unser Bitten zur Verfügung gestellt hat.

Allen voran Boris Blank mit seiner Vorstellung von „Electrified“, für jeden Leser nachvollziehbar downloadbar bei Highresaudio.com. Blank, der vielen Lesern als Counterpart von Dieter Meier des Schweizer Elektro-Duos Yello wohlbekannt sein dürfte, liefert mit „Electrified“ sein ultimatives Werk, seine Rückschau auf fast 40 Jahre Instrumentaltracks in einer fulminanten Gesamtschau mit 40 Stücken und zahlreichen Videos. Blank und Meier tourten letztes Jahr erstmals (!) mit knapp siebzig Jahren live und spielten unter anderem in Berlin ihren Titel „The Race“, der 1988 den Durchbruch und die erste und einzige Chartplatzierung für die beiden Musiker in Deutschland bedeutete.

Blanks Album scheint wie für die Contour 30 gemacht, gerade der namensgebende Track ist ein Feuerwerk an elektronischer, effektgeladener Musik. Die Wiedergabe dieser definierten Basslines und schnellen Tempowechsel, tiefen und immer wieder auch abrupt endenden Frequenzen fällt vielen Lautsprechern sehr schwer, es ist eine Herausforderung für die Membranen und deren Ansteuerung. Reagiert sie zu teigig, verwischen die Klänge und die klare Prägnanz von Blanks Werk verfällt dem Einheitsbrei elektronisch verfärbter Musik. Die Contour meistert dagegen diesen Parcour aus Rhythmus und Loudness spielerisch. Fein fächern die Contour das Klangspektrum auf, bringt die Stereoeffekte, die fast den frühen Sechzigern mit dem Etablierung der Stereofonie entlehnt scheinen, wohlklingend und prägnant zu Gehör und wirkt dabei stets natürlich und souverän, ohne dass wir auch nur ansatzweise ihre Leistungsgrenze erahnen würden.

Im Gegensatz zu einer platten rechts/links getrennten Wiedergabe brilliert Blanks Aufnahme mit subtiler Instrumentierung, einem Klangbild, das vielfach präzise mittig ausgeführt sein will, ohne die Effekte, die links und rechts auf unser Sinnesorgan einströmen zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Die Contour meistert diesen schwierigen Balanceakt mit Bravour, so gut, dass wir das auch für unsere Ohren sehr fordernde Stück von Blank gerne wieder und wieder hören. Dabei kommt die Direktheit der Aufnahme der Contour entgegen und stellt den guten Job der Entwickler eindrucksvoll unter Beweis. So kommen die Klänge nie harsch oder versteift an unser Ohr, sie werden lediglich mit einer fast schon lässigen Direktheit reproduziert, was wir zu einem guten Teil neben dem Esotar 2 auch der präzisionsgefrästen Aluminium-Klangwand und den neuen Chassis samt der kraftvollen und dennoch leichten Spulen zuschreiben. Dabei „überhören“ wir uns nicht, im Gegenteil, die Konturierung, der ausgefeilte Klang der Contour gibt den Stücken des Albums ihren verdienten Platz im Musikregal.

Die Standfüße entkoppeln die Contour 30 wirkungsvoll vom Boden. Sie sind äußerst stabil ausgeführt

Zugegeben: Wir spielen sie hochaufgelöst über einen hervorragend arbeitenden Cambridge Audio CXN zu, der sich sowohl mit unserem Referenzverstärker von Rotel als auch den Contour ganz ausgezeichnet versteht, doch wir lassen die Contour auch richtig arbeiten, drehen den Pegel auch das ein oder andere Mal richtig auf. Nicht nur, um die Möglichkeiten der Contour zu testen sondern vielmehr weil es einfach Spaß macht, mit der Contour Blank auch mal ganz laut zu hören. Doch wie versteht sich der Schallwandler auf die leisen Töne?

Intimitäten

Wir hören mit Rebecca Pidgeon den namensgebenden Song aus ihrem Debutalbum „The Raven“. Pidgeon zelebriert auf dieser Platte einfühlsame Songs mit einer zart-seidenen Stimme, veredelt vom Ausnahmemusiker David Chesky im New York der frühen 1990er Jahre (1994).

Dabei werden wir verwöhnt von fein gezupften Gitarren, sentimentalen Streichern und einer Stimme von Pidgeon mit dem zarten Schmelz von Schokolade in Noten. Die Contour reproduzieren den intimen Charakter des Songs gekonnt. Die Leichtigkeit in den Passagen wird genauso wie die teils getragenen, keltisch angehauchten Elemente mit dem zarten und reduzierten Einsatz der Instrumentierung von den Contour detailgenau reproduziert. Bei der Wiedergabe solch intimer Stücke dürfen Lautsprecher nichts auftragen oder gar hinzudichten. Es ist schließlich auch kein Effekt da, also wollen auch keinen hören und uns vielmehr voll und ganz auf Rebecca Pidgeon einlassen. Das gelingt den Contour ausgezeichnet: Wir träumen uns in eine kleine Konzerthalle, Pidgeon  direkt vor uns, als würde sie nur für uns spielen. Ihre Stimme klingt hauchig zart, zu Beginn des Songs schon fast elegisch getragen – die Tief-Mitteltöner leisten hier in Kombination mit dem Esotar 2 eine ausgezeichnete Arbeit – die Natürlichkeit der Aufnahme findet unverfälscht und klar den Weg zu unseren Ohren, die intime Atmosphäre des Songs nimmt uns mit und lädt uns zum Träumen ein.

Der Einsatz der Streicher ist nicht zu dominant, die Sängerin bleibt klar im Vordergrund und wird im wahrsten Sinne des Wortes „begleitet“. Dabei sind wir ganz dicht dran an Pidgeon. Noch ein Stück näher kommen wir ihr vielleicht mit ihrer Interpretation von „Spanish Harlem“, ebenfalls auf ihrem Debutalbum zu finden. Unverfälscht, vollkommen natürlich und vor allem mit grandioser Leichtigkeit lassen die Contour eine wundervolle Vertrautheit im Hörraum aufkommen. Pidgeon steht in einem Cafe. Die Besen streichen über ein einsames Schlagzeug, sie schlägt die Augen auf und singt sich mitten in unser Herz. Dem aufmerksamen Hörer wird mit der Contour 30 auch nicht entgehen, dass den Musikern ein Notenblatt bei Sekunde 21 zu Boden fällt. Kein Effekt, aber ein Detail, welches die Dynaudio perfekt reproduzieren.

Kein Test ohne die Lieblingsband des Testers: Depeche Mode. Depeche Mode haben den Synthie Pop zu wahrer Größe geführt. Dave Gahan und Martin Gore sind Soundvirtuosen, die in den achtzigern Musikgötter waren und es für viele noch heute sind. Dankenswerterweise geht die Band mit neuen Album in diesem Jahr wieder auf Deutschlandtournee und machen unter anderem auch in Leipzig einen Stopp. Wir haben uns einen Song aus der „guten alten Zeit“ der Band, vor dem Suizidversuch Gahans im Jahr 1996, dem Tiefpunkt der Bandgeschichte, ausgesucht. „Everything Counts“ aus dem Album „101“, für uns DIE Live-Legende der Briten, spielt auf. Die Konzertatmosphäre baut sich sofort und machtvoll auf. Weniger Depeche Mode als das Stadion steht im Mittelpunkt der Wiedergabe – so soll es sein. Mit dem Einsetzen der ersten wuchtigen Bässe ist es um uns geschehen, wir sind wieder 20 und mitten in einer Zeit, in der eben „alles zählt“.

Es ist ein schönes Geschenk, dass uns die Contour hier machen, eine Plastizität im Klang und eine natürliche Leichtigkeit in der Wiedergabe, die wir uns im Umgang mit diesem Genre wünschen. Die elektronischen Passagen lösen die Contour ausgezeichnet auf, ohne die Atmosphäre zu dicht zu gestalten. Die Fangesänge im Mittelteil des Songs gehen unter die Haut. Wir meinen, mitten unter ihnen zu stehen, fühlen uns zurückversetzt in unsere Jugend. Es macht einfach Spaß, die Contour in diesem Musikbereich spielen zu hören und wir skippen noch ein wenig in der „101“ hin und her, bevor wir den Dynaudios Klassik zuspielen.

Wir entscheiden uns für eine Aufnahme des 2015 von uns gegangenen genialen Dirigenten und Musikers Kurt Masur, der 27 Jahre lang in Leipzig als Gewandhauskapellmeister wirkte und von 1991 bis 2002 Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker war. In dieser Zeit entstand 1995 eine Aufnahme von Gustav Mahlers (1860 – 1911) „Sinfonie Nr. 9 in D-Dur“, Mahlers letzten, vollendeten Sinfonie, die sich inhaltlich mit dem Übergang vom irdischen in das himmlische Leben beschäftigt und eine der wenigen großen Sinfonien ist, die leise verklingen. Hauptaugenmerk für uns ist der 4. Satz der Sinfonie, der nach den teils dissonanten und reich orchestrierten ersten drei Sätzen sanft und allein mit Streichern beginnt und für jeden Schallwandler nach fulminanteren Stücken eine große Herausforderung in der Reproduktion darstellt. Zart und der Masurschen Interpretation folgend direkt und natürlich nehmen die Contour die Streicher auf und umschmeicheln unser Ohr, bevor uns nahezu unheimlich anmutende Bläser ins Diesseits zurückholen.

Die Streicher nehmen das Motiv auf, tragen es mit bis ins Tutti des gesamten Orchesters, dass sich brachial und schonungslos in unserem Hörraum abbildet. Beeindruckend ist nun, wie die Dynaudio Contour 30 den ausklingenden Satz formulieren. Mahlers Anweisungen, das musikalische Tempo langsam aber stetig bis zur fast schmerzhaften Stockung aufzubereiten folgend, treibt Masur sein Orchester zu Höchstleistungen. Mit der Contour können Sie diese Reise eindrucksvoll miterleben: Es sind dabei vor allem die leise ausklingenden, transzendenten und fein aufgelösten Töne, die die Contour zu Ihrem Ritterschlag verhelfen – denn während im Tutti oft auch einmal das ein oder andere Instrument in der Klanggewalt ein ganzen Orchesters untergehen kann, vermitteln solche Passagen sehr genau, ob es ein Lautsprecher mit der Reproduktion klassischer Musik ernst meint. Die Contour sind für Masurs direkte Interpretation von Mahlers 9. Sinfonie wie gemacht, ein seidig zarter, sanft ausklingender Ton verabschiedet uns von diesem Klangtest – ein grandioses Finale für ein grandioses Lautsprecherpaar.

Es fällt uns schwer, uns von der Contour zu trennen, die Hörsessions der letzen Wochen waren ausgedehnt, haben uns richtig Spaß gemacht und Stücke in unser Hörrepertoire wieder eingeführt, die wir an sich schon längst verbannt hatten. Die Contour ist ein direkter Klangverführer, der Suchtpotenzial hat – und es geht mit der Contour 60 sogar noch eine Stufe besser. Unseren Hörraum (immerhin 57 qm)hat die Contour 30 jedoch bereits völlig ausgefüllt und uns mehr als überzeugt. Die Contour 60 heben wir uns daher für eine weitere gute Gelegenheit auf. Denn wer die Contour hört, vergisst die Zeit. Und das ist wohl das größte Kompliment, was man einem Lautsprecher machen kann.

weitere Infos unter: www.dynaudio.de

Test: Dynaudio Contour 30 - Dänische Klanglegende
Wir haben uns verliebt. Direkt, natürlich, konturiert – mal seidig zart, mal knorrig im Bass oder überwältigend bei Live-Stücken. So facettenreich wie die Aufnahmen sind diese Schallwandler – genau so wünschen wir uns einen Lautsprecher. Wer einmal die Contour hört, wird schnell gepackt von der Faszination dieses Lautsprechers. Für uns das Beste, was der Lautsprechermarkt in dieser Klasse derzeit zu bieten hat. Chapeau!
Wiedergabequalität94%
Ausstattung/Verarbeitung98%
Benutzerfreundlichkeit87%
Preis-/Leistungsverhältnis95%
Vorteile
  • differente Klangmebran aus MSP
  • perfekte Reproduktion der Musik
  • natürlicher Klang
Nachteile
  • keine
94%Dynaudio Contur 30
Leserwertung: (5 Votes)
45%

Über den Autor

Stefan Goedecke

Hifi-Liebhaber, analog-Fan und Kind der 80ziger Jahre, das mit den ersten Versuchen des Synthie- und Elektrosound groß geworden ist und die Verbindung von Klang und Technik liebt. Lieblingsband: Depeche Mode. Technikfan, der immer alles ausprobieren muss und dafür dankenswerterweise auch tolle Hörräume und richtig viel Meßtechnik hat :)

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