Die Unterstützung für die Mitteldeutschen HiFi-Tage in diesem Jahr von lokalen Unternehmen, Ausstellern und gespannten Teilnehmern im Vorfeld, sind der Beweis: Leipzig hört gern Musik – ob live oder zu Hause. Bevor es am Samstag rund läuft, schauen wir nocheinmal kurz zurück, gemeinsam mit Alex Daßler und Manfred Keim von Uni-Hifi aus Leipzig, den Initiatoren des Events.
 
Die zweite Ausgabe der Mitteldeutschen HiFi-Tage in Leipzig deutet auf eine nachhaltige Veranstaltung hin – war das von Anfang an geplant?
 
Alex Daßler: Nun, die Mitteldeutschen HiFi-Tage sind ja in gewisser Weise direkt aus der regionalen Szene hervorgegangen und eigentlich ein Abbild des wachsenden Interesses am Hören von Musik in den heimischen vier Wänden. Außerdem hat es, anders als im Süden, Westen und Norden von Deutschland bislang an einer Möglichkeit gefehlt, sich auszutauschen. Trotzdem ist so eine Premiere wie im letzten Jahr natürlich spannend, wie stark das Interesse der Szene sich in Besucherzahlen niederschlägt. Die etwa 2.000 Besucher haben uns dann bestätigt, dass wir mit der Idee zu einer regelmäßigen Plattform in Mitteldeutschland richtig liegen – und dass nicht nur Leipzig hört, sondern die gesamte Region! 
 
Wieviel Überzeugungsarbeit musste gegenüber den Ausstellern geleistet werden?
 
Manfred Keim: Nahezu alle Firmen der Branche, natürlich auch wir mit Uni-Hifi, sind am Austausch mit der Szene interessiert. Nur so können wir neue technische und akustische Maßstäbe setzen. Das aktive Feedback direkt von Seiten der Endkunden und Fachhändler ist ein ganz essentieller Bestandteil der Produktentwicklung vieler Hersteller. Insofern treffen wir mit unserem Konzept einer Dialogplattform in familiärer Atmosphäre genau den Nerv der Branche. Wer von den Ausstellern in Leipzig genau auf seine Kunden hört, verschafft sich neue Impulse, wird innovativer und verkauft auch mehr. Während wir im letzten Jahr noch ein paar dicke Bretter bohren mussten, waren wir in diesem Jahr in kürzester Zeit ausverkauft, trotz etwa einem Viertel mehr Ausstellerfläche. 
 
Alex Daßler: Besonders hat uns gefreut, dass wir 2017 auch eine gute Basis an Unterstützern aus Leipzig aufbauen konnten. Mit u.a. der Arena Leipzig, dem Hotel Fürstenhof Leipzig und dem Jazzclub Leipzig e.V. verbindet uns Qualität, Musik und Genuss. Und der Leipziger Auerbach Verlag stellt nicht nur das Verlagsgebäude bereit, sondern ist mit seinem Fachwissen und der Reichweite seiner Medien gerade im Audio Bereich eine perfekte Ergänzung. Leipzig und Musik gehört einfach zusammen!
 
Was ist das Besondere am Hörerlebnis in Leipzig, warum lohnt ein Besuch?
 
Manfred Keim: Kaum ein anderes HiFi-Event spricht eine so bunte Besuchergruppe an, wie die Mitteldeutschen HiFi-Tage. Nur hier findet man die perfekten Voraussetzungen, seine Produkte zu präsentieren und Musik so zu unverfälscht zu erleben, wie sie etwa der Musiker, Komponist oder Dirigent für seine Zuhörer gedacht hat. Die Grundlage dieser Echtheit beim Hören bilden die vielen akustisch optimierten Hörräume der Alten Handelsdruckerei zu Leipzig. Damit ist es uns schließlich gelungen, ein Publikum aller Altersklassen und Einkommensschichten neugierig zu machen, zu begeistern und zu berühren. Und darum geht es: Musik schafft Emotionen! Wie ernst es uns damit ist, möglichst viele Interessierte zu erreichen, beweisen wir mit dem kostenlosen Eintritt. Damit haben wir im letzten Jahr erfreulicher Weise nicht nur viele einzelne, männliche Besucher, sondern Gruppen und Paare erreicht, die sich gemeinsam von der Qualität der ausgestellten Produkte überzeugen wollten.  
 
Alex Daßler: Unser erklärtes Ziel ist es nicht, die Produkte nur zu auszustellen. Wir wollen schon gar nicht die Lautesten sein, sondern Musik so nahe am Original hörbar machen, wie es eben geht. Dabei geht es zu allererst um Emotionen, Leidenschaft für Details und die richtige Atmosphäre. Deshalb freuen wir uns aufs Wochenende und laden alle interessierten Hörer besonders aus Leipzig, Sachsen und Mitteldeutschland ein!

Über den Autor

Stefan Goedecke

Hifi-Liebhaber, analog-Fan und Kind der 80ziger Jahre, das mit den ersten Versuchen des Synthie- und Elektrosound groß geworden ist und die Verbindung von Klang und Technik liebt. Lieblingsband: Depeche Mode. Technikfan, der immer alles ausprobieren muss und dafür dankenswerterweise auch tolle Hörräume und richtig viel Meßtechnik hat :)

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