Die cleveren Alltagshelfer stehen inzwischen in immer mehr Haushalten. Smart Speaker vereinen Features wie das Abspielen von Musik auf Zuruf, die Regulierung des Lichts vom Smart Home oder die Ansage des Wetters. Und das ist nur eine Auswahl der möglichen Funktionen. Die Geräte lernen laufend dazu, und sie lassen sich durch Anwendungen von Drittanbietern erweitern.

Es haben sich drei Anbieter beziehungsweise Smart Speaker am Markt etabliert: Amazon Echo, Apple HomePod und Google Nest. Darüber hinaus gibt es noch Geräte von Drittanbietern wie Sonos, die die jeweiligen Sprachassistenten integriert haben.

Doch worauf sollte man beim Kauf der Smart Speaker achten? Im Folgenden einige Tipps, wenn du den Kauf eines solchen Geräts beabsichtigst. Außerdem erfährst du mehr zum Thema Sicherheit der Geräte, und wieso du ein VPN verwenden solltest.

Mehrere Nutzer

Als Familie solltet ihr darauf achten, dass der Smart Speaker so ausgestattet ist, dass er verschiedene Stimmen erkennen kann. Das ist vor allem nützlich, wenn du individuelle Informationen abrufen möchtest. Das kann zum Beispiel das Überprüfen eines persönlichen Terminplans sein. Wenn du deine eigenen Termine von heute wissen möchtest, stattdessen aber den Kalender deiner Frau oder deines Mannes vorgelesen bekommst, ist das unpraktisch.

Diese Funktion ist bei Google Nest, aber auch bei Amazon Echo verfügbar. Das Gerät von Google wechselt automatisch anhand der Stimme den Nutzer; beim Smart Speaker von Amazon muss du jedoch vorher manuell per Befehl das Konto wechseln.

Beim HomePod von Apple steht diese Funktion bisher nur in englischer Sprache zur Verfügung. In den USA wurde die Stimmerkennung schon 2019 eingeführt. 

Streaming in mehreren Räumen

Wer gern und häufig Musik hört – und die Musik von einem in den anderen Raum „mitnehmen“ möchte – sollte darauf achten, dass die Speaker Multiroom fähig sind. Normalerweise sind die meisten Smart Speaker dazu in der Lage. 

Wer auf Nummer sichergehen möchte und das nötige Kleingeld dafür hat, kann auf die Speaker von Sonos setzen. Diese sind vorrangig Audio-Speaker, können aber mit Sprachbefehlen gesteuert werden. Sie lassen sich zudem nahtlos untereinander verbinden und über die App zentral steuern. Dadurch kann der Nutzer wählen, in welchen Räumen er Musik hören möchte – vorausgesetzt natürlich, dort befindet sich ein Sonos Speaker. 

Wer etwas weniger Geld ausgeben möchte, kann auf die Lösung von Ikea setzen. Die Speaker lassen sich in ein Sonos-System integrieren, denn dahinter steckt Sonos als Hersteller.

Der richtige KI-Assistent

Ob nun Siri, Google Assistant oder Alexa (die zweifelslos die bekanntesten Sprachsysteme darstellen) – die KI bestimmt maßgeblich die Benutzerfreundlichkeit eines Smart Speakers. Aber natürlich bestimmen auch die anderen Geräte des Nutzers, welche KI die richtige Wahl darstellt. Wer bereits ein Smartphone oder Tablet mit Android-Betriebssystem besitzt, sollte sich vorher genau überlegen, wie sinnvoll der HomePod von Apple ist.

Ein smarter Lautsprecher von Apple funktioniert zum Beispiel am besten mit anderen Geräten des Herstellers wie einem MacBook oder iPhone. Wenn du mit Siri auf dem iPhone gesprochen hast, kannst du die Unterhaltung unmittelbar auf dem HomePod fortsetzen. 

Technisch befinden sich die Sprachassistenten auf ähnlichem Niveau und entwickeln sich stetig weiter. Diese Weiterentwicklung muss mit der Achtung der Privatsphäre in Einklang gebracht werden. Denn Google stand zweitweise in der Kritik, da Mitarbeiter Sprachbefehle und gesprochene Sätze direkt auswerteten.

Was du ansonsten bezüglich der Sicherheit beachten musst, liest du im Folgenden: 

Sicherheit

Egal, für welchen Zweck du den Smart Speaker verwendest, du gibst persönliche und sensible Daten von dir weiter, die der Anbieter für die bestmögliche Bedienungsfreundlichkeit sammelt und speichert. Die Geräte werden dadurch für Hacker zu attraktiven Angriffspunkten, um Daten abzugreifen. 

Viele Nutzer machen den Fehler, sich nach dem Kauf nicht mit den Einstellungen des Gerätes auseinanderzusetzen. Wenn du am Anfang Konten mit dem Smart Speaker verbindest, zum Beispiel E-Mail-Konten, kann jeder per Sprachbefehl deine E-Mails vorlesen lassen.

Cyberkriminelle könnten sich dagegen Zugang zum Netzwerk und damit zum Smart Speaker verschaffen, indem sie zum Beispiel eine Sicherheitslücke im Router ausnutzen.

2017 kam es zu Sicherheitslücken namens BlueBorne bei Bluetooth-Geräten, über die sich Malware installieren ließ. Damit konnte jeder mit den entsprechenden Tools, die frei verfügbar waren, Kontrolle über ein Gerät erhalten. Am häufigsten hackten Cyberkriminelle damals die Smart Speaker von Amazon.

Um die Nutzung eines Smart Speakers so sicher wie möglich zu gestalten, bietet es sich an, ein VPN auf dem Router zu installieren. Damit ist der Netzwerkverkehr über sämtliche Geräte geschützt – auch über den Smart Speaker. Es gibt inzwischen zahlreiche Geräte, die VPN-Protokolle unterstützen.

FazitKäufer sollten beim Kauf eines Smart Speakers beachten, dass diese sich möglichst gut in das bereits vorhandene „Ökosystem“ integrieren lassen.  Das Vernetzen mehrerer Smart Speaker untereinander sollte ebenfalls ein Faktor sein, sowie die Erkennung unterschiedlicher Nutzer. Die KI der Geräte spielt bei der Wahl nur eine untergeordnete Rolle. Ein wichtiger Faktor sollte aber das Thema Sicherheit spielen, bei der du als Nutzer vor allem selbst mit entsprechenden Maßnahmen gefragt bist. 

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