Unter der akustischen Markenführung ist der Prozess zu verstehen, bei dem Bestandteile von Marken hörbar sind oder hörbare Marken entwickelt sowie verwendet werden. So, wie das Print Logo im Fernsehen oder in der Zeitung von uns visuell wahrgenommen wird, ist das musikalische Statement einer Marke für den akustischen Part zuständig.

Auf diese Art versuchen Unternehmen weitere Rezipienten anzusprechen. Doch wie gelingt die optimale akustische Markenführung, die bei Kunden und Hörern nahezu unvergesslich bleibt?

Akustische Markenführung sorgt für Wiederkennungswert von Unternehmen

Ein bekanntes Gemälde von einem berühmten Künstler, ein Gedicht, das jedes Kind kennt oder ein Fernsehfilm, der immer im Gedächtnis bleibt – das sind einige Beispiele für Bereiche, die sich bei Menschen manifestieren. Nahezu jeder Mensch kennt zum Beispiel das Bild der „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci oder weiß, dass „Lady Liberty“ in New York steht. Bei Bildern, Kunstwerken oder Filmen wird vor allem unsere visuelle Sicht der Dinge angesprochen. 

Einige Unternehmen gehen jedoch einen Schritt weiter und möchten ihrer Marke auch einen Klang verleihen. In Fachkreisen wird hierzu häufig der Begriff „akustische DNA“ verwendet. Eine Melodie oder ein Werbejingle bleibt im Gedächtnis und sorgt für einen Wiedererkennungswert von Produkten oder Dienstleistungen. Gleichzeitig sollen dadurch auch Emotionen beim Kunden ausgelöst werden. Alles zielt natürlich darauf ab, Neukunden zu gewinnen und Bestandkunden an sich zu binden. 

Dabei muss in jeder Hinsicht das Gesamtbild der akustischen Markenführung stimmen. Nicht nur Musik und Klang sind ideal auszuwählen. Auch Rhythmus spielt eine eminente Rolle. Musik ist für viele Menschen essenziell, denn sie verbinden damit Glück, gute Stimmung und Zufriedenheit. 

In Kindertagen sind es einfache Lieder, die für gute Laune sorgen. Später kommen Radiosongs hinzu, die mit Tonfolgen sowie Melodien unser Herz erobern. Wir singen die Lieder mit und fühlen uns frei und geborgen, wenn sie im Radio, Fernsehen oder auf Konzerten gespielt werden. Vor allem in der Gemeinschaft, wenn viele Menschen denselben Song mitsingen, stellt sich ein einzigartiges Gefühl der Gruppenzugehörigkeit ein. 

Lieder sorgen für ein spezielles Gefühl. Sie können verschiedene Emotionen auslösen und uns fröhlich oder traurig stimmen. Einige Stücke machen uns hingegen eher nachdenklich, andere erden uns. Mit unseren Ohren können wir täglich bis zu 400.000 Töne unterscheiden und wahrnehmen. Diesen Vorteil machen sich auch Marken und Unternehmen zunutze, die sich mit Akustik Gehör verschaffen möchten. 

Wie gelingt es, akustische Markenführung erfolgreich umzusetzen?

Möchte sich eine Marke oder ein Label aus der breiten Masse hervorheben, darf auf akustische Markenführung nicht verzichtet werden. Hierbei können neben Audio Branding ebenso Sound-Logos zum Einsatz kommen. Das kann zu einem besseren und vor allem unvergesslichen Markenerlebnis führen. Die Zielgruppe nimmt die Melodie wahr und verbindet sie fortan mit einer Marke. Dabei ist es nötig, dass sich das Audio-Logo stark von anderen Jingles oder Werbelogos abhebt. Es sollte einzigartig sein und sich kategorisch von anderen Logos unterscheiden. 

Dafür ist eine spezielle Komposition nötig, um eine Hörmarke zu erstellen. Diese geht in der Regel mit einer gewissen Aussage einher, die für die Marke steht. Der Hörer verbindet somit das Audiologo mit dem Unternehmen oder dem Label. Dabei müssen Musik, Klangfolge sowie eventueller Gesang oder Erzählung bestmöglich zusammenpassen. Gelingt dieses Zusammenspiel ist die akustische Markenführung perfekt. Hört die Zielgruppe nun im Radio, über den Smart Speaker oder im Fernsehen das Audio-Logo, verbindet es sofort die Marke mit der Musik. Praktischerweise kann diese auch für nachfolgende Werbeeinheiten Verwendung finden. Es ist sinnvoll, das Audio- oder Soundlogo dauerhaft zu nutzen, da sich der Kunde stets an das Label und den positiven Aspekten des Unternehmens erinnert. 

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