Sarah Klang. So heißt der aktuelle Musik-Import aus Schweden. Mit ihrer Platte „Love In The Milky Way“ betritt sie am 9. Februar die Bühne. Die junge Künstlerin behauptet von sich selbst das „saddest girl in Sweden“ zu sein. „It´s ok to be sad.“ oder „Das Traurige muss man zulassen, es macht einen echt.” Woher kommt dieser Hang zur Melancholie? Vielleicht liegt es an den langen dunklen Nächten im hohen Norden, die der jungen Frau seit jeher auf´s Gemüt schlagen. Sei es drum. Sie wurde inspiriert und zur Musik geführt. Alte Filme und Kunst sind für die Schwedin weitere Quellen der Kreativität.

Sarah Klang versprüht den Glanz alter Tage

Preis: EUR 1,29
Beeinflusst von der Musik ihrer frühen Kindheit bedient sie sich, wie so viele andere, am reichen Erbe der 70er und 80er und verbindet diesen eingängigen Stil mit ihrer individuellen Singer-Songwriter-Seele. Die Songs der jungen Künstlerin beginnen oft ruhig mit Klavierakkorden, Gitarrenpicking oder Mellotron-Flöten und steigern sich im Verlauf zum großen Finale – wie in den Glanzzeiten der Popmusik. Verantwortlich für die Produktion ist Kevin Andersson. Sie versprüht den Glanz alter Tage. Man glaubt hier und da die Leichtigkeit von Fleetwood Mac, die Düsternis von Serge Gainsbourg und die Sehnsucht von Gram Parsons und Emmylou Harris zu hören.

Allerdings soll kein falscher Eindruck entstehen. Es geht immer noch um gefühlvollen Singer-Songwriter-Sound mit der eindeutigen Handschrift von Sarah Klang. Sie ist es, die ihren Liedern diese nachdenkliche und jugendlich verträumte Note verleiht.

Der Weckruf

Als besondere Schmankerl sind „Left Me On Fire“ oder „Vile“ hervorzuheben. Diese beiden Titel charakterisieren „Love In The Milky Way“ recht gut und stehen exemplarisch für das Melodie-Gespür der talentierten Künstlerin. Auch inhaltlich setzt sie Ausrufezeichen. Zum Beispiel wenn es darum geht, dass eine Frau Bilder von sich um ihrer selbst willen schafft, unabhängig davon, Männern gefallen zu wollen. Und so schickt Sarah mit dem Song „Vile“ einen Weckruf raus an “all the girls to get rid of their dumb boyfriend. Not to stay in a relationship being all supportive when he`s not.” Sarah geht mit eigenem Beispiel voran. Sie ist verliebt in die 50er-Jahre Kleider, die Weiblichkeit auf eine groteske Art betonen, spielt mit Stereotypen, um sich selbst als feministische Kunstfigur zu etablieren. 

Sarah auf Instagram oder Facebook.

Musik aus Schweden - Sarah Klang „Love In The Milky Way“
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
4.2Gesamtwertung

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