Der Audio-Codec MQA (Master Quality Authenticated) wurde 2014 von Meridian Audio vorgestellt. Er ermöglicht die Komprimierung hochauflösender Musikdateien auf eine Größe, die klein genug ist, um gestreamt oder schnell downgeloaded werden zu können. Ausgangspunkt ist die unkomprimierte Master-Aufnahme, die in drei Bereiche geteilt wird: Bereich A beinhaltet alle Frequenzen des menschlichen Hörbereichs (0 bis 20 Kilohertz), Bereich B Ultraschallsignale von 20 bis 50 Kilohertz, die noch Musiksignale enthalten und Studien zufolge unterbewusst wahrgenommen werden. Bereich C enthält alle Frequenzbereiche über 50 Kilohertz, die nur noch Grundrauschen transportieren. Für die Komprimierung wird der Bereich C unter Bereich B gelegt, bevor der so entstandene Bereich B+C in Bereich A eingebettet wird. So entsteht eine Datei, die – wie eine herkömmliche CD – Material bis 20 kHz enthält und somit ähnlich groß ist wie eine PCM-Datei in CD-Qualität. Im Dekomprimierungsprozess erkennt der Decoder die Bereiche B und C, separiert sie und hängt sie wieder an Bereich A an. MQA-kodierte Inhalte können von jedem verlustfreien Codec transportiert werden, so auch von ALAC und FLAC.

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Über den Autor

Erik Schober

Als Musiker und Dirigent verschiedener Orchester und Ensembles weiß ich genau, wie sich live die verschiedenen Instrumente und die menschliche Stimme anhört. Demzufolge habe ich hohe Erwartungen an eine Hifi-Anlage. Diesem schweren Urteil muss sich jeder Lautsprecher und das Zubehör bei mir stellen.

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