Dali und auch einzelne Vertreter der Oberon-Reihe sind uns mittlerweile schon bestens bekannt. Nun haben wir mit einem kabellosen 7.1 Heimkino Surround Lautsprecher vom Typ Oberon C mal alle Vertreter der Serie zum Surround-Test im Hörraum vereint.

Alle vereint

Nach Jahren des Wartens und einer pandemiebedingt verzögerten Veröffentlichung schaffte es im vergangenen Jahr endlich einer der wohl am heißesten ersehnten Blockbuster der letzten Jahre in die Kinos: „Dune“. In der Interpretation des Star-Regisseurs Denis Villeneuve, der sich zuletzt mit „Blade Runner 2049“ der Fortsetzung des legendären Sci-Fi-Kultstreifens von 1982 widmete, steht dabei in einer langen und legendenumwobenen Tradition der Behandlung des 1965 erschienenen gleichnamigen Romans von Frank Herbert.

Nicht nur, dass 1984 kein Geringerer als David Lynch die Saga mit dem jungen Kyle McLachlan auf die Leinwand brachte. Auch der legendäre Alejandro Jodorowsky plante eine Adaption des Stoffes in den 1970er Jahren. Dabei entstanden etliche Skizzen und Storyboards, aus welchen sich letztlich auch George Lucas für die Ausarbeitung des Planeten Tattooine bedient haben soll.

Dass Jodorowskys „Dune“ niemals auch nur ansatzweise fertiggestellt wurde, ist wohl nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass der Regisseur bei der Auswahl seines Mitarbeiterstabs extrem wählerisch und daher langsam vorging. So sollten zunächst unter anderem Karlheinz Stockhausen und MAGMA die Musik komponieren, bis schließlich doch Pink Floyd mit der Aufgabe betraut wurde.

Der alles andere als bescheiden konzipierte Cast des Filmes sollte währenddessen Persönlichkeiten beinhalten wie Orson Welles, Geraldine Chaplin, Udo Kier und Mick Jagger. Und auch den surrealistischen Maler Salvador Dali wollte Jodorowsky in der Rolle des Kaisers Shaddam besetzen. Womit Sie sich nun vielleicht diesen kurzen filmgeschichtlichen Exkurs erklären können.

Test: Dali Oberon C - Aktives 7.1 Heimkino-Surround-Lautsprecher Setup
Hier das „halbe“ Set mit Oberon 1 C Regallautsprecher, Oberon 7 C Standlautsprecher, Oberon On-Wall C Wandlautsprecher und Sound Hub Compact. (Bild: Dali)

Dali = Danish Audiophile Loudspeaker Industries

Denn Dali heißt auch der Lautsprecherhersteller, um den es im folgenden Text eigentlich gehen soll. Nun hat die Dänische HiFi-Schmiede sich unseres Wissens nach zwar nicht nach dem Künstler benannt, sondern in Ableitung von Danish Audiophile Loudspeaker Industries. Ob die hieraus resultierte Namensvetternschaft zu Salvador Dali rein zufällig zustande kam, bleibt wohl Gegenstand wilder Spekulation.

In jedem Fall ist diesem Umstand immanent, dass das Verhältnis zwischen HiFi und bildender Kunst bei weitem nicht von so oppositioneller Natur ist, wie man es vielleicht zunächst annehmen möchte. Denn was sind denn Lautsprecher anderes als Maler?! Klangmaler freilich, die mit verschiedenerlei Werkzeugen unterschiedlichste Farben und Texturen in mal feinem, mal grobem Pinselstrich auf die leere Leinwand des stillen Raumes bringen.

Und so, wie Salvador Dali die globale Kunstgeschichte von Europa aus auf Ewigkeiten prägte, so ist die Dänische Lautsprechermanufaktur Dali aus der HiFi-Welt schon lange nicht mehr wegzudenken.

Dali Oberon C – aktives 7.1

Für die aktuelle Ausgabe haben uns die Dänen ihre neuen vollaktiven 7.1 Heimkino Surround Lautsprecher der Dali Oberon C-Kollektion zur Verfügung gestellt. Die Dali Oberon Lautsprecher-Reihe selbst ist uns dabei nicht unbekannt. So war erst kürzlich der markante On-Wall Speaker der Serie bei uns im Test. Ihr Debüt in der AUDIO TEST feierten Dali in Ausgabe 06/2019 ( hier im Test). Mit einem passiven Surround-Set à la Oberon und neben passiven Kompakt- und Standlautsprechern der Reihe hatten wir mit der Oberon 7 C – angetrieben vom Sound Hub Compact – auch schon ein aktives Modell der Kollektion in unserer Redaktion zu Gast.

Mittels Dali Sound Hub als Schaltzentrale erweist sich die vollaktive und kabellos anspielbare Dali Oberon C-Serie nun auch für Heimkino-Enthusiasten als interessant. Die einzelnen Vertreter des Ensembles sind dabei allesamt nicht gänzlich neu, in ihrer vollaktiven Wireless-Kompetenz jedoch umfassend modernisiert. Dennoch wollen wir Ihnen die einzelnen Komponenten der Dali Lautsprecherserie noch einmal ausführlich und der Reihe nach vorstellen.

Dali Oberon 7 C Standlautsprecher

Dabei beginnen wir traditionell mit dem Leistungsträger des Ensembles, dem aktiven Standlautsprecher Dali Oberon 7 C. Zwar attestierte Redaktionskollege Johannes Strom dem Schallwandler bereits im vergangenen Jahr mit satten 95 % die Referenzklasse, dennoch wollen wir noch einmal knapp umreißen, womit wir es hier zu tun haben. Schließlich ist davon auszugehen, dass nicht alle aus dem Stegreif den entsprechenden Artikel rezitieren können.

Beim Dali Oberon 7 C handelt es sich um einen knapp einen Meter hohen offenen 2-Wege-Lautsprecher, der quasi einsatzbereit mit montiertem Sockel ausgeliefert wird. Das maschinell ausgefräste MDF-Gehäuse ist dabei – wie alle Vertreter dieser Serie – in vier verschiedenen Farbausführungen erhältlich. Uns stellt der Hersteller die Oberon C-Speaker in Variante mit hellem Eichen-Furnier und gräulichem Frontpanel zur Verfügung.

Treiberseitig gehen beim Oberon 7 C Standlautsprecher im Frequenzbereich zwischen 31 Hertz (Hz) und 26 kHz zwei 7-Zoll-Tiefmitteltöner zu Werke, die ihrerseits mit der markanten Membran aus Dalis proprietärem Verbundwerkstoff aus Papierzellstoff und Holzfaser versehen sind.

Dali Oberon 7 C Standlautsprecher Test Review
Die unverkennbare Treiber-Membran der Oberon-Lautsprecher kommt durch die hauseigene Materialkomposition aus Papierzellstoff und Holzfaser zustande. (Bild: Dali)

SMC-Technologie

Dahinter geht eine optimierte Schwingspule mit einem kupferbeschichteten Aluminiumdraht zu Werk, angetrieben von Dalis hauseigener „Soft Magnetic Compund“-Technologie (SMC). Dabei wird in der Magnetstruktur des Antriebs auf elektrisch leitfähige Materialien verzichtet, sodass verzerrungserzeugende Eigenschaften der Schwingspulenbauweise, wie etwa magnetische Hysterese oder Wirbelstromeffekte bei gleichzeitig erhöhter Flusslinearität minimiert werden.

Um das Fachchinesisch auf einen wesentlichen Punkt runter zu brechen: Durch die geringere Anfälligkeit für störende elektromagnetische Signale leistet SMC einen besonders verzerrungsfreien Sound, da vor allem kabellos angesteuerte Aktivlautsprecher – wie die Dali Oberon C-Modelle – natürlich von Haus aus einer hohen Einstreuung ausgesetzt sind.

Womit wir bei der Verstärkersektion des Aktivlautsprechers angelangt wären. Und zwar verfügt der Dali Oberon 7 C Lautsprecher nämlich über zwei Leistungs-Amps vom Typ Class-D mit einer Nennleistung von jeweils maximal 50 Watt. Dabei zeichnet sich für beide Wege eben ein eigener Amp verantwortlich.

Die Zweikanal-Endstufe ist übrigens mit im rückseitig montierten Elektronikmodul des Dali Lautsprechers beherbergt, wo wir außerdem die Funkempfängereinheit sowie den Digitalen Signalprozessor (DSP) für Entzerrung und Frequenzweiche untergebracht wissen. Natürlich verborgen im Innern des Lautsprecherkorpus. Gut sichtbar für uns ist wiederum die Bedienoberfläche, die wir uns später bei der Einrichtung des Setups genauer ansehen werden.

Dali Oberon Vokal C Centerlautsprecher

Zwischen den beiden Standlautsprechern wird später der Dali Oberon Vokal C seinem Gerätenamen entsprechend die Ausgestaltung der Dialoge übernehmen. Der Center-Lautsprecher ist wie auch der Oberon 7 C als vollaktiver Zwei-Wege-Lautsprecher konzipiert, wobei er mit seinen bloß 5 1/4-Zoll messenden Tiefmitteltönern und der 29 Millimeter (mm)-Hochtonkalotte auf einen Frequenzumfang von lediglich 47 Hz bis 26 kHz kommt, was für seinen Aufgabenbereich natürlich absolut ausreichend ist.

Auf Seiten der Elektronik ist Centerspeaker ebenfalls mit zwei 50 W starken Endstufen und einem DSP ausgestattet, der – genau wie bei den anderen Dali Oberon C-Modelen – ein Eingangssignal von 24 Bit zu 96 kHz Abtastrate zu verarbeiten vermag. Im Unterschied zum Standlautsprecher ist jedoch der Bassreflex des Center-Speakers an der Frontseite des Gehäuses untergebracht, was dem Oberon Vokal C bei größerer Flexibilität in der Aufstellung einen zusätzlichen Tiefton-Support verspricht.

Dali Oberon Vokal C Centerlautsprecher
Vollaktiver 2-Wege-Lautsprecher, der Dali Oberon Vokal C Centerlautsprecher. Hier in Eiche Hell. (Bild: Dali)

Das Bedienfeld des Centerspeakers ist dem des Standlautsprechers und denen der anderen Modelle übrigens identisch. Aber dazu, wie gesagt, später mehr.

Dali Oberon On-Wall C Wandlautsprecher

Da wir die Frontbeschallung nun erst einmal besprochen haben, widmen wir uns zunächst dem in unserer Aufstellung für die Flanken verantwortlichen Dali Oberon C On-Wall. Vielleicht ist dieser schlanke Zeitgenosse Ihnen noch aus dem letzten Heft in Erinnerung. Falls nicht, kommen jetzt noch einmal die Hard Facts.

Auch dieser gerade mal 120 mm tiefe Speaker arbeitet im offenen 2-Wege-Prinzip, wobei er jedoch mit lediglich einem Tiefmitteltöner von 130 mm Durchmesser ausgestattet ist. Dennoch werden auch hier beide Treiber mit bis zu 50 W in Class-D-Manier und einer Signal-Auflösung von bis zu 24 Bit auf 96 kHz angetrieben.

Der ganze Kniff bei diesem Modell ist zweifelsfrei seine sehr zurückhaltende Erscheinung, wenn er, wie vom Hersteller empfohlen, direkt an der Wand montiert wird. Dank der Kabelführung und kleiner Abstandshalter hat der Speaker folglich stets denselben Abstand zur Wand, wodurch der hier rückseitig untergebrachte Bassreflex problemlos zu Werke gehen kann.

Dali Oberon On-Wall C Test Review
Der Dali Oberon On-Wall C arbeitet als offener 2-Wege-Lautsprecher. (Bild: Dali)

Dali Oberon 1 C Regal-Lautsprecher

Etwas anders verhält sich das beim kleinsten Vertreter unserer Formation, dem Kompaktlautsprecher Dali Oberon 1 C, welchen wir als Rear-Satelliten einsetzen wollen. Dieser ist zwar wieder als offener 2-Wege-Speaker ausgefertigt, jedoch arbeitet der Bassreflex erneut im Backfiring-Modus, sodass sich etwas Umsicht bei der Positionierung empfiehlt.

Wobei anzunehmen ist, dass in seiner Verwendung als Satellit ohnehin nicht zu viele basslastige Aufgaben auf den Kompaktlautsprecher zukommen, der jedoch von Haus aus immerhin auf einen satten Frequenzumfang von 39 Hz bis 26 kHz aufzuspielen weiß.

Wie auch der On-Wall C ist der Dali Oberon 1 C mit einer 29 mm-Kalotte und nur einem 5,25-Zoll-Tiefmitteltöner ausgestattet. Das Elektronikmodul ist, abgesehen von der Trennfrequenz (2350 Hz beim Oberon 1 C), dem der anderen Oberon C-Modelle identisch.

Dali Oberon 1 C Regal-Lautsprecher
Die Dali Oberon 1 C Regal-Lautsprecher hier in der Farbausführung Eiche Hell. (Bild: Dali)

Dali E-12 F Subwoofer

Da wir nun schon einige Worte über die Tiefton-Kompetenzen der Oberon C-Speaker verloren haben, möchten wir natürlich nicht unerwähnt lassen, dass sie in Sachen Bässe natürlich das “Punkt Eins”, also der Subwoofer verantwortlich zeichnet.

In unserem Setup ist das der vollaktive Dali E-12 F, der zwar nicht zur Oberon C-Kollektion gehört, jedoch zweifelsohne tadellos mit den Lautsprechern harmonieren wird. Dass der Dali Subwoofer selbst nicht zur eigentlichen Produktlinie gehört, wird schon dadurch offenbar, dass er nicht direkt kabellos angesteuert werden kann. Denn hierfür braucht der E-12 F die Hilfe eines kleinen Empfängermoduls, welches Dali ganz unkompliziert Wireless Subwoofer Receiver getauft hat. Dieses lässt sich kabellos in die Kette einpflegen und gibt das Signal seinerseits analog an den Basswürfel weiter.

Dieser weiß dann – ob seiner maximalen Nennleistung von satten 220 Watt innerhalb des Frequenzbandes von 28 W und 190 W – ordentlich Alarm zu machen. Dafür wird eine knapp 30 Zentimeter (cm) weite Polymer Aluminium-Membran in Bewegung gesetzt. Ein zusätzlicher Downfire-Bassreflex verschafft dabei zusätzlich Abhilfe, indem er das Aufstauen von Gehäuseresonanzen minimiert.

Neben der Lautstärke können wir übrigens Phasenlage und Übergangsfrequenz nachjustieren, um den Subwoofer optimal in unsere Surround-Kette einzubinden.

Test: Dali Oberon C Subwoofer
Dank der ausladenden weichen Sicke kommt der Treiber des E-12 F auf einen ordentlichen Hub für viel Spielfreude.
Dali E-12 F Subwoofer
Lautstärke, Phasenlage, Grenzfrequenz und Auto-Standby lassen sich am Sub einstellen.

Dali Sound Hub

Nun haben wir Ihnen die schallwandelnden Komponenten des 7.1-Ensembles Oberon C von Dali vorgestellt. Bleibt nur noch die Frage, wer die insgesamt acht kabellosen Aktivlautsprecher zusammenführt?

Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt Dalis Sound Hub, die größere – und vor allen Dingen mehrkanalfähige – Variante des Sound Hub Compact. In Ausgabe 04/2021 der AUDIO TEST bekam dieser mit einem Testergebnis von 95 % die Referenzklasse attestiert. Der Dali Sound Hub ist eine Signalschnittstelle, die zum einen analoge Quellen, aber vor allem auch digitale Quellen zu verarbeiten weiß.

Dabei verfügt der Sound Hub von Haus aus über zwei Modul-Steckplätze an der Rückseite, wodurch sich der Funktionsumfang des Geräts noch um einiges erweitern lässt. Unser Testmuster ist nun dankenswerterweise schon mit zwei Erweiterungen ausgestattet. Hier verzückt uns vor allem das Bluesound-Modul (Anm. d. Red.: Aufpreis 499 Euro). Denn der Dali Sound Hub ist durch dieses BluOS NPM 2i Modul nicht nur multiroom-kompatibel, sondern bietet auch sonst alle anderen Funktionen eines Bluesound Streamers wie etwa dem Node.

Wir können Streaming-Apps einbinden und auf Netzwerkspeicher zugreifen. Die zweite Erweiterung hätten wir doch eher als Teil der Standardausstattung erwartet, denn hierbei handelt es sich um das HDMI-Modul, welches den Sound Hub mit einem eARC-kompatiblen HDMI-Input ausstattet (Anm. d. Red.: Aufpreis 399 Euro).

Test: Dali Sound Hub Compact
Der Sound Hub Compact unterscheidet sich vor allem ob des Verzichts auf die Steckplätze für BluOS- und HDMI-Modul von der größeren Variante. Die Ausstattung ist dennoch ebenso ansprechend und hochwertig ausgeführt. Zentral sehen wir den Link Connect-Button.
Test: Dali Sound Hub
Unser Testmuster ist bereits mit BluOS- und HDMI-Platine ausgestattet, wodurch sich für den Sound Hub ganz neue Anwendungsbereiche eröffnen, wie die Einbindung ins Heimkino- oder in ein Multiroom-Setup.

Dali 7.1 Lautsprecher im Setup

Nun wollen wir endlich Hand anlegen und kommen nach erfolgreicher Positionierung und Verstromung der einzelnen Komponenten zum Installieren des Mehrkanal-Ensembles von Dali.

Hierfür drücken wir zunächst die rückseitig am Sound Hub untergebrachte “Link & Connect”-Taste, woraufhin eine schematisierte Wohnzimmeransicht samt Lautsprecher und Hörposition auf der gläsernen Oberseite des Sound Hub aufleuchtet. Diese dient uns als Positionsanzeige und navigiert uns quasi Speaker für Speaker durch den Installationsprozess.

Nun drücken wir die gleiche Taste am Bedienfeld eines Lautsprechers, der sich daraufhin mit dem Sound Hub verbindet. Dies bestätigt uns der Lautsprecher mittels eines kurzen Signals. Über ein nochmaliges Drücken der Taste weisen wir den Lautsprecher seiner ausgewiesenen Position zu. Diesen Vorgang wiederholen wir nun mit den übrigen Dali Lautsprechern und schon ist unser 7.1 Mehrkanal Setup eingerichtet!

Nun können wir noch die Lautsprecher-Abstände nachjustieren. Dafür drücken wir eine versteckte Tastenkombination (Standby- und Signalwahlschalter) und können nun, beginnend mit dem Center-Speaker Vokal C reihum mit den Lautstärketasten der Fernbedienung die Entfernung des jeweiligen Speakers von unserer Hörposition einstellen.

Test: Dali Sound Hub
Die Formsprache des Sound Hub ist nicht zuletzt ob ihrer abgerundeten Kanten von eleganter Reduktion. Auch das Bedienfeld auf der Gehäuseoberseite ist sehr ansprechend verarbeitet. (Bild: Dali)

Dali Surround Lautsprecher: Klangliche Performance

Jetzt können wir uns endlich einen Moment zurücklehnen und genießen. Um die Brücke zum Einstieg des Textes zu schlagen, hätten wir eigentlich am liebsten „Dune“ geschaut. Jedoch ist dieser aktuell leider nicht als Blu-ray in unserer hauseigenen Redaktions-Videothek vorrätig. Wir haben daher „James Bond – Spectre“ eingelegt und sind gespannt, wie sich unsere Heimkino-Formation von Dali Lautsprecher so gibt.

Doch eigentlich ist es wenig überraschend, dass wir von Minute eins an voll in den Bann der Dali Oberon C 7.1 Anlage gezogen sind. Denn die Vollmundigkeit der Lautsprecher, sowie ihre hochaufgelöste und präzise Abstimmung kennen wir ja bereits aus den zahlreichen anderen Tests des Herstellers. Hinzu kommt nun natürlich, dass die Reihe im Zusammenspiel ihre ganze räumliche Kompetenz ausfahren kann.

Atmosphärestiftende Signale aus den hinteren Satellitenlautsprechern sind dabei ebenso gestochen scharf, wie Bewegungen durch den Raum nachvollziehbar sind. Bestes Beispiel ist hierfür immer wieder der berühmte Helikopter, der zu Film Beginn über den Plaza de la Constitución in Mexico City kreisend Schauplatz eines üblen Faustkampfes wird.

Unser Dali Mehrkanal-Setup gibt sich nicht nur extrem dynamisch und impulsstark, sondern – wohl nicht zuletzt ob der Feinjustage der Abstände – sehr fließend in der räumlichen Übersprechung. Auch der Dali Subwoofer E-12 F fügt sich – wie wir es nicht anders erwartet haben – ausgezeichnet in die Formation ein. Da wir es beim Filme schauen – und auch generell – prinzipiell lieber etwas basslastiger mögen, haben wir die Grenzfrequenz des Subs kaum nach unten korrigiert. So sind vor allem Explosionen und musikalische Einlagen schön wuchtig. Gleichzeitig haben wir nie Probleme Dialoge herauszuhören – der Dali Oberon Vokal C Center-Lautsprecher macht hier wirklich einen ausgezeichneten Job.

Dali Oberon C 7.1 Set
Aufgereit im verlagseigenen Fotostudio: Das Dali Oberon C 7.1 Set. Gesamtpreis knapp 6.800 Euro.

Preis und Verfügbarkeit

Der Gesamtpreis des hier von uns getesteten 7.1 Surroundlautsprecher Sets (aktiv) von Dali beläuft sich auf 6.791 Euro. Die Dali Lautsprecher sind im autorisierten Fachhandel erhältlich. Farbausführungen: Esche Schwarz, Eiche Hell, Walnuss Dunkel, Weiß.

Einzelne Preise / UVP:

  • Dali Oberon 7 C Standlautsprecher: 2.198 Euro (Paarpreis)
  • Dali Oberon Vokal C Centerlautsprecher: 749 Euro (Stückpreis)
  • Dali Oberon On-Wall C Wandlautsprecher: 1.298 Euro (Paarpreis)
  • Dali Oberon 1 C Regal-Lautsprecher: 1.098 Euro (Paarpreis)
  • Dali E-12 F Subwoofer: 849 Euro (Stückpreis)
  • Dali Sound Hub (Basisversion): 599 Euro (Stückpreis)
  • HDMI Audio Modul: 399 Euro
  • BluOS NPM 2i Modul: 499 Euro
  • Dali Sound Hub Compact: 299 Euro (Stückpreis)

Webseite: www.dali-loudspeakers.com

Anmerkung: Dieser Testbericht erschien zuerst in AUDIO TEST Ausgabe 02/2022

▶ Lesen Sie hier: Test vom Dali Oberon 9 – Drei-Wege Standlautsprecher

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Test: Dali Oberon C - Aktives 7.1 Heimkino-Surround-Lautsprecher Setup
Alles in allem lässt sich festhalten, dass Dalis Oberon C-Serie in Kooperation mit dem Subwoofer E-12 F und dank des Sound Hub als Bindeglied eine wirklich cineastische Gruppierung darstellt, die das Kino in unseren Hörraum gebracht hat. Abstimmung, Räumlichkeit und Dynamik – alles passt hier wie nach Maß. Vor allem, dass wir den ganzen Aufbau dank des BluOS-Moduls noch multiroom-kompatibel in einen kabellosen Musikpalast verwandeln können, gefällt uns dabei besonders gut. Chapéau!
Wiedergabequalität 93%
Ausstattung/Verarbeitung 100%
Benutzerfreundlichkeit 90%
Preis/Leistung100%
Vorteile
  • unkomplizierte Installation
  • Absimmung
  • Dynamik
Nachteile
  • keine
94%Dali Oberon C 7.1-Set
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Bildquellen:

  • Test: Dali Oberon C: Auerbach Verlag
  • Test: Dali Oberon C: Auerbach Verlag
  • Test: Dali Oberon C: Auerbach Verlag
  • Test: Dali Oberon C: Auerbach Verlag
  • Test: Dali Oberon C: Auerbach Verlag
  • Test: Dali Oberon C: Auerbach Verlag
  • Dali Oberon C 7.1 Set: Auerbach Verlag (alle)