Getreu dem Motto "Alte Liebe rostet nicht" fährt Deutschland beim Übergang von UKW auf DAB+ zweigleisig. Dies hat natürlich auch Folgen für die Radiohersteller und -hörer. Immer mehr Länder in Europa werden in den nächsten Jahren UKW abschalten und vollständig auf DAB und DAB+ umstellen. In Deutschland erwägt man eine Regelung, nach der zukünftig alle Radio-Geräte DAB-Empfang bieten müssen. Einen Kommentar zur derzeitigen Entwicklung von DAB+ und einer Abschaltung in Deutschland gibt Ralf Reynolds, Head of Sales, Deutschland und Schweiz, bei Roberts Radio.

Übergang zu DAB+ in Deutschland erfolgt schleppend

Bisher verlief die Umstellung von UKW auf DAB / DAB+ aufgrund der vielen Hersteller am Markt und den föderalen Strukturen in Deutschland eher schleppend. Eine abrupte Umstellung erwarten wir daher derzeit nicht. Wir sehen eine lange Phase des Übergangs, in der beide Techniken parallel laufen. Deshalb ist die Bemühung für eine EU-weite Regelung – sozusagen eine DAB-Pflicht für Hersteller – aus unserer Sicht zu begrüßen. Denn in Deutschland nutzen trotz der auf der Hand liegenden Vorteile erst zehn Prozent der Haushalte DAB+.

Wie Hersteller vom Übergang profitieren können

Auf der anderen Seite sollte DAB+-Empfang in neuen Radios heute obligatorisch sein. Dass die Hörer bereit sind, den Weg der neuen Technik mitzugehen, zeigen aktuelle Beispiele. So konnte beim Wechsel des Senders BR-Klassik von UKW auf DAB+ im Sendebereich ein deutlicher Anstieg bei den Verkaufszahlen von DAB+-fähigen Radios festgestellt werden. Auch ohne gesetzliche Regelung ist es also für Hersteller von Radiogeräten von Vorteil, zweigleisig zu fahren und beide Standards zu unterstützen.

DAB+-Empfang für neue Anschaffungen empfohlen

Auch für Hörer lohnt es sich jetzt schon, bei der Anschaffung neuer Geräte auf DAB+-Empfang zu achten, um nicht irgendwann einmal vom Radioprogramm abgeschnitten zu werden. Gerade bei größeren Investitionen wie multifunktionellen Musikanlagen, die neben Radio auch eigene Musik von CDs, externen Datenträgern oder aus dem eigenen Netzwerk abspielen können, sollte aktuell sowohl DAB+- und UKW-Empfang möglich sein – ebenso bei einem neuen Autoradio. Auch die Verbraucherzentrale Bayern und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfehlen, beim Kauf neuer Radiogeräte auf den Empfang von DAB+ zu achten. Dies ist besonders interessant, denn in der Vergangenheit gab es vor allem in Nordrhein-Westfalen Widerstand gegen den neuen Standard. Wer heute schon zweigleisig fährt, sichert sich Musikgenuss mit vielfältiger Auswahl – sowohl heute als auch in zehn Jahren.

 

Über Roberts Radio

In seiner mehr als 80-jährigen Firmengeschichte ist Roberts Radio als Produzent erstklassiger und qualitativ hochwertiger Radiogeräte bekannt geworden. Das in UK angesiedelte Unternehmen ist im Heimatmarkt führend bei portablen Radios und exportiert seine Produkte in die ganze Welt. Mit einer Produktpalette von über 100 unterschiedlichen DAB-, analogen, Welt- und Internetradios und der steten technischen Weiterentwicklung nimmt Roberts eine Führungsrolle in den Bereichen Design, Produktentwicklung und Innovation ein.

Über den Autor

Peter Lieb

Mal rational, dann emotional. Oberflächlich für die Normalität, tiefgründig beim Besonderen. Begeisterungsfähig für die schönen Dinge des Lebens. Genusssüchtig nach den glücklichen Momenten. Naturverbunden und doch Technik verliebt. Wissbegierig und vielseitig interessiert. Immer geschäftig, Pausen sind die Ruhe vor dem Sturm. Musik begeistert und Harmonie versessen. Ein ganz normaler Mensch eben.

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