Marti Sarbit ist eine aus dem kanadischen Winnipeg stammende Indie-Pop-Musikerin. Sie ist die Sängerin der Band Lanikai, die am 22. Februar ihr erstes Album „Wild Indigo“ veröffentlicht.

Marti Sarbit jetzt mit Lanikai

Man kennt Marti Sarbit vielleicht von Imaginary Cities. Zusammen mit Multiinstrumentalist Rusty Matyas produzierte, besser: musizierte, die Kanadierin seit 2009 Indie-Rock & Soul. Sogar beim Hamburger Indie-Label Grand Hotel van Cleef wurde man auf Imaginary Cities aufmerksam. Nach Europatour und zwei Alben, einer Single und der „Abschieds-EP“ „Leftovers“ war dann 2016 erstmal Schluss mit Imaginary Cities.
Genug Zeit, um sich anderweitig zu engagieren. Lanikai ist Sarbit´s neue musikalische Heimat. Hier fühlt sie sich geborgen, hier schüttet sie ihr Herz aus und präsentiert mit „Wild Indigo“ eine recht persönliche Platte. Der Titel „Wild Indigo“ gehört der gleichnamigen Blume, die in ganz Manitoba blüht. In der Schönheit dieser lila-blättrigen Pflanze soll eine gewisse Gefahr liegen. Ähnlich gegensätzlich ist auch das Album der Newcomer Lanikai gestaltet.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

In der Ankündigung von ferryhouse productions heißt es: „Wild Indigo ist die Schwere von Body-Rock-Pop, ist großer, mutiger Soul und abseitiger Synthies-Pop. Es ist ein Beweis für Sarbits Ausdauer und dafür, dass eine Veränderung ein neuer Anfang sein kann.“

So orientiert sich Marti Sarbit ganz besonders an der unvergessenen und unerreichten Amy Winehouse ohne ihren eigenen Stil zu verleugnen. Das ist Indiepop erster Güte. Ganz typisch, wie die durchaus schwermütigen Themen in leichte und mystisch elektrisierten Sound gekleidet werden. In allgemein gefälliger Weise harmonieren die Songs recht eingängig ohne im Mainstream zu versacken.

Der innerhalb des Genres verbliebene Spielraum wurde reichlich kreativ ausgeschöpft ohne Grenzen auszuloten. Marti Sarbit knüpft da an, wo sie mit Imaginary Cities aufgehört hatte. „Wild Indigo“ ist tatsächlich ein Beweis, dass eine Veränderung ein neuer Anfang sein kann. Oder nach Hermann Hesse: Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Dem wäre wohl nichts hinzuzufügen.

Musik: Wild Indigo - Lanikai (Marti Sarbit)
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
3.8Gesamtwertung

Bildquellen:

  • IMG_5791: ferryhouse productions