Das Schweizer Label Tudor Recording stellt mit Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ und Bedřich Smetanas „Má Vlast" zwei besondere Dirigenten der Bamberger Symphoniker vor.

Zum einen handelt es sich bei den veröffentlichten Werken um herausragende Sinfonien ganz einzigartiger Komponisten und zum anderen markieren beide Veröffentlichungen die Übergabe des Chefdirigentenstabes bei den Bamberger Symphonikern von Jonathan Nott an Jakub Hrůša im Jahr 2016.

Gustav Mahler – Das Lied von der Erde

Preis: EUR 15,24
Gustav Mahlers sinfonischer Liedzyklus „Das Lied von der Erde“ wurde noch unter der Leitung von Jonathan Nott aufgeführt und mit Roberto Saccà als Tenor und Stephen Gadd als Bariton neu aufgenommen.

Für den britischen Dirigenten Jonathan Nott war „Das Lied von der Erde“ ein Abschied von seinem deutschen Orchester. Der Dirigent und die Bamberger Symphoniker haben mit der Einspielung der Symphonien von Franz Schubert und Gustav Mahler Schallplattengeschichte geschrieben.

Nicht mitgezählt

Obwohl, streng genommen, „Das Lied von der Erde“ nicht zu Mahlers Sinfonien gehört. Der Österreicher wollte es aus Aberglauben vermeiden, mehr als neun Sinfonien zu schreiben. Deshalb sollte auf Wunsch des Komponisten „Das Lied von der Erde“ nicht zu seinen Sinfonien gezählt werden. Dennoch gehört gerade dieses Werk zum herausragenden sinfonischen Schaffen des Künstlers. Im Werkeverzeichnis wird der 1908 fertiggestellte Liedzyklus der Chronologie folgend zwischen der achten und der neunten Sinfonie aufgeführt, als Werk für „Orchester und zwei Vokalsolisten“, wahlweise Tenor und Bariton oder Tenor und Alt bzw. Mezzosopran.

Gelungene Verabschiedung

Besonders als SACD ist „Das Lied von der Erde“ ein Highlight mit dem sich Jonathan Nott ein kleines Denkmal setzte. Für alle, die Jonathan Nott nie mit den Bamberger Symphonikern erleben durften, ist diese CD ein Muss.

 

Smetana – Má Vlast – Mein Vaterland

Der Zyklus „Má Vlast“ oder zu Deutsch „Mein Vaterland“ ist Smetanas Meisterwerk. Es gibt wohl keine andere Symphony von diesem Stellenwert. Erstmals wurden die sechs sinfonischen Dichtungen am 5. November 1882 in Prag aufgeführt. Der bekannteste Teil dieses Werkes ist „Die Moldau“. 

Doch jeder der sechs Teile verströmt seine eigene unbändige Energie. Sie stellen für sich, innerhalb des gesamten Zyklus, jeweils eine unabhängige musikalische Dichtung dar und unterwerfen sich dabei gemeinsam einem übergeordneten Thema, der Liebe zur tschechischen Heimat des Komponisten Bedřich Smetana.

Jacub Hrůša und die Bamberger Symphoniker

Wer könnte diese Verbundenheit besser zum Ausdruck bringen als der neue Chefdirigent der Bamberger Symphoniker Jakub Hrůša, der wie Smetana selbst, im Tschechischen Brno geboren wurde. Gewissermaßen zum Einstand wurde in Co-Produktion mit BR-KLASSIK die Debüt-CD „Má Vlast“ – „Mein Vaterland“ veröffentlicht. 

Seine Ausbildung erhielt der Dirigent an der Prager Akademie der musischen Künste. Hrůša ist ganz nebenbei Ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie und Erster Gastdirigent des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra Philharmonia.

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