Der dänische Schlagzeuger und Komponist Carsten Lindholm hat sich für sein neues Album „Indispiration“ von der indischen Kultur inspirieren lassen. Nordischer Jazz trifft südasiatische Spielarten. 

Nordic Jazz

Jazz aus Skandinavien ist immer etwas Besonderes und Überraschendes. Man denke nur an Esbjörn Svensson, Nils Landgren oder Jan Lundgren. Mit Carsten Lindholm haben wir einen weiteren phantasievollen und kreativen Jazz-Musiker aus dem hohen Norden. 

Im Gegensatz zu seinen Mitstreitern befasst sich der Däne allerdings mit Nordic-Worldjazz. Jazz, der unterschiedlichste kulturelle Einflüsse weltweit aufgreift und uns damit völlig neue Klangperspektiven bietet. 

Carsten Lindholm

Carsten Lindholm

Pressefoto Carsten Lindholm

Küstenbewohnern ist im Allgemeinen eine besondere Weltoffenheit zu eigen. Aufgewachsen auf der kleinen Insel Fünen trifft dies auch auf Carsten Lindholm zu, der sich schon früh indischer Musik widmete.

Im Jahr 1998 ging der Däne für drei Monate nach New York, um zum einen die Musikszene der Metropole kennenzulernen und zum anderen Südindische Rhythmus-Sprache Konnakol zu lernen. 

Dort traf er auf Mike Mainieri, den von ihm sehr verehrten Kopf von Steps Ahead, einer legendären US-amerikanischen Fusion-Jazz Band. Ausdrucksstarke, anspruchsvolle Melodien mit viel Dynamik. Mainieri hatte großen Einfluss auf Lindholms Stil.

Inspiration für „Indispiration“

indispirationDoch zurück zu Konnakol und „Indispiration“. Bei Konnakol handelt es sich um eine spannende aber auch äußert komplexe Verschiebung im Rhythmussystem. Für Lindholm war es die Quelle seiner Inspiration. „Es ist aufregend zu sehen, wie die indische Musik und Kultur einen Einfluss auf meine Musik genommen hat. Vor allem durch Konnakol habe ich wunderbare Möglichkeiten mein nordisches Soundbild mit südasiatischen Rhythmen auszubauen.“

Die Faszination, welche Lindholm für den Indischen Subkontinent hegt, ist auf seinem Album deutlich zu spüren. Aufgeführt werden die Stücke unter anderem von so großartigen Musiken, wie den Trompetern Erik Truffaz und Thomas Siffling sowie Henrik Andersen an der Sitar. An den Drums ist der Meister natürlich selbst zu Gange.

Nordisch aufgeräumter, minimalistischer Jazz mit elektronischen Einflüssen trifft auf indische Traditionen. Carsten Lindholms „Indispiration“ wird Freunde des Nordic-Jazz begeistern und ihnen gleichzeitig neue Horizonte aufzeigen.

Das Mannheimer Label JAZZNARTS RECORDS präsentiert „Indispiration“ am 21. Oktober 2017. Wir müssen uns also noch etwas gedulden. 

 

Musik: Indispiration - NordicWorldJazz mit Carsten Lindholm
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
4.3Gesamtwertung

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