Teile des Lautsprechers

Der Lautsprecherkorb ist das Gehäuse des Lautsprechers. In ihm ist die Membran eingebaut und an ihm ist das Magnetsystem montiert. Bei hochwertigen Lautsprechern besteht der Korb meist aus Aluminiumspritzguss. So werden eine geringe Eigenresonanz und hohe Formbeständigkeit bei hoher Belastung erreicht. Mit dem Magneten wird im Luftspalt ein Magnetfeld erzeugt. Das Impulsverhalten und der Wirkungsgrad des Lautsprechers sind umso besser, je stärker dieses Feld ist. Gleichzeitig sollte der Luftspalt möglichst klein sein. In hochwertigen Lautsprechern kommen AlNiCo- oder Neodym-Magnete zum Einsatz. Ansonsten werden meist Ferritmagnete verbaut. Die Schwingspule befindet sich im Luftspalt des Magneten. Dort wandelt sie elektrische Tonsignale in Bewegungsenergie um. Die Spule besteht gewöhnlich aus runden Aluminium- oder Kupferdrähten. Mit rechteckigem Flachdraht kann eine höhere Wicklungsdichte erreicht werden. Die Spule ist auf dem Spulenträger aufgewickelt. Er besteht aus Papier, Kunststoff oder Aluminium, das die Verlustwärme sehr gut ableitet. Der Spulenträger ist mit der Membran verbunden. Weiter hält er die Spule gemeinsam mit der Zentriermembran zentrisch im Luftspalt des Magneten. Die Zentriermembran besteht aus getränktem Gewebe. Der Impedanzkontrollring ist auf den Polkern geschoben. Er besteht aus einem Kupferring und hat die Aufgabe, ein ansteigen der Impedanz bei höheren Frequenzen zu verhindern. Die Membran ist der eigentliche Lautsprecher. Sie besteht aus langfasrigem Papier, Kuststoffen, wie Polypropylen, Polystrol oder Kevlar oder Aluminium und bringt die umgebende Luft in Schwingung. Papiermembranen können auch mit Kunststoff beschichtet sein. Die Sicke sorgt für die Verbindung der Membran mit dem Korb. Weiter sorgt sie mit konstanter Federwirkung, dass die Membran in Position gehalten. Sie wirkt sich auch auf die Grundfrequenzresonanz und den Hub der Membran aus. Typische Sickenmaterialien sind Gummi, beschichtete Gewebe oder Schaumstoff. Der Luftspalt des Magneten wird mit der Staubschutzkalotte vor Verunreinigungen geschützt. Sie drückt erwärmte Luft in dafür vorgesehene Öffnungen nach außen. Jeder Lautsprecher hat zwei elektrische Anschlüsse. Sie leiten die vom Verstärker kommenden Signale zur Spule und bestehen aus hochflexiblen Litzen. Unter dem Chassis eines Lautsprechers versteht man übrigens seine Bestandteile ohne Gehäuse. Dazu gehören die Membran und die Sicke, sowie der Magnet und die Schwingspule, sowie der Lautsprecherkorb.

Aufbau eines Lautsprechers

Aufbau eines Lautsprechers

Lautsprecherarten

Lautsprecher lassen sich nach mehreren Gesichtspunkten einteilen. Neben der Bauart, sind dies vor allem ihre Einsatzgebiete und Frequenzbereiche, für die sie genutzt werden. Auch wenn die Hersteller eine breite Palette an Lautsprechern anbieten, basieren sie alle auf wenigen Grundtypen.

Konuslautsprecher

Der Konuslautsprecher ist meist ein elektrodynamischer Lautsprecher und kegelförmig aufgebaut. Seine Membran ist in einem Korb aus Aluminium oder Druckguss eingebaut. Sein Erregersystem befindet sich hinter dem Korb. Je nach Durchmesser kommt der Konuslautsprecher als Hoch-, Mittel- oder Tieftöner zum Einsatz. Konuslautsprecher können in ihrer Mitte einen zweiten Konus eingebaut haben, mit dem mittlere und hohe Frequenzen besser zur Geltung kommen.

Kalottenlautsprecher

Der Schalldruck wird beim Konuslautsprecher durch die kegelförmige Membran an die Luft abgegeben. Beim Kalottenlautsprecher fehlen die Konusmembran und die Sicke. Stattdessen gibt er den Schalldruck über eine habkugelförmige, meist nach außen gewölbte Membran ab. Ihr Rand ist direkt mit der Schwingspule verbunden. Bedingt durch ihre Bauart hat der Kalottenlautsprecher einen Abstrahlwinkel von 180 Grad. Da die Kalotte nur kleine Hübe ausführen kann, kommt sie nur als Hoch- und Mitteltöner zum Einsatz. Der Durchmesser von Kalotten-Hochtönern beträgt rund 10 bis 25 mm, jener der Mitteltöner bis zu 80 mm.

Hornlautsprecher

Mit dem Horn wurden bereits in der Vorlautsprecherzeit Geräusche verstärkt. Man denke an den Trichter des Grammophons. Während der Lautsprecherfrühzeit war der Hornlautsprecher unverzichtbar, wenn es um das erreichen größerer Lautstärken ging. Leistungsstarke Verstärker gab es noch nicht. Heute stehen Hornlautsprecher für vollendetes Klangerlebnis und decken den Hochton- bis Bassbereich ab. Hornlautsprecher bestehen aus dem Horn und dem Erregersystem. Der Hornlautsprecher muss auf den Hörort ausgerichtet werden, um optimale Klangerlebnisse zu erreichen.

Piezokeramischer Hornlautsprecher

Der piezokeramische Hornlautsprecher wurde in den 1970ern entwickelt. Er ist sehr klein und nahezu beliebig belastbar. Weiter kann er ohne Frequenzweiche in Serie oder parallel geschaltet werden. Der Frequenzbereich dieses heute nur noch selten verwendeten Lautsprechertyps liegt zwischen 2 und 25 kHz.