Was wäre, gäbe es keinen Lautsprecher? Es gäbe keine Hi-Fi- und Heimkino-Anlagen. Wir könnten keine CDs, LPs oder einfach nur Radio hören. Fernsehen und Kino wären stumm. Grund genug, sich mit dem Lautsprecher etwas intensiver zu beschäftigen.

Umgangssprachlich wird unter dem Begriff „Lautsprecher“ so ziemlich alles zusammengefasst, was Töne von sich gibt. Zunächst versteht man darunter korrekterweise das runde oder ovale, meist trichterförmige Ding, das in unseren Radiogeräten, in den Seitentüren unserer Autos oder in Lautsprecherboxen eingebaut ist. Aber auch Lautsprecherboxen, so wie sie für Stereo- und Heimkino-Anwendungen in verschiedenen Bauarten zum Einsatz kommen, werden fälschlicherweise oft nur als Lautsprecher bezeichnet.

Funktion

Der Lautsprecher wandelt elektrische Signale in Schallwellen und somit in mechanische Energie um. Dazu besteht er in der Regel aus einer Membran, einer Antriebseinheit und verbindenden Elementen. Weiter braucht der Lautsprecher Luft, die er in Schwingung versetzen kann. Ohne Luft können keine Schallwellen und somit keine Töne erzeugt werden.

Geschichte

Die Entwicklung des Lautsprechers ist mit der des Telefons verbunden. Schließlich ging es darum, Sprache am anderen Ende einer Telefonleitung wieder hörbar zu machen. Ein erstes Patent für einen Lautsprecher, ein elektrodynamischer, wurde 1878 an Werner von Siemens ausgestellt. Dennoch wurde der erste Lautsprecher erst auf der ersten Funkausstellung in Berlin 1925 vorgestellt. Da es noch an leistungsfähigen Verstärkern mangelte, mussten die Schallgeber jener Tage noch sehr groß sein. Das Funktionsprinzip hat sich während der letzten 90 Jahre kaum mehr verändert. Alle nachfolgenden Entwicklungen waren im Wesentlichen technische Verfeinerungen und dienten vor allem der Verbesserung der naturgetreuen Wiedergabe.

Tauchspulenlautsprecher

Der Tauchspulenlautsprecher ist die bis heute am häufigsten verwendete Konstruktionsart. Er ist auch als dynamischer oder elektrodynamischer Lautsprecher bekannt. Bei ihm schwingt eine Spule im ringförmigen Feld eines Magneten, der sie umgibt. Dabei taucht die Spule mehr oder weniger tief in seinen Luftspalt ein. Die Spule ist über eine Zentrierspinne mit der Membrane verbunden, die sie so in Schwingung versetzt. Der Tauchspulenlautsprecher ist in einem Korb eingebaut. Sein hinteres Ende ist mit dem Magneten, sein vorderes über eine Sicke mit der Membran verbunden. Die Spule ist mit dem Verstärker verbunden. Er lässt durch sie einen Wechselstrom fließen, der im Rhythmus der Musik und in Abhängigkeit der Lautstärke schwankt. Dadurch wird die Spule nach vorn und zurück geschoben. Gleichzeitig bewegt sie die Membran, die die Luft in Schwingung versetzt. Den Tauchspulenlautsprecher gibt es in zahlreichen Bauarten und Durchmessern. Für den Heim-HiFi-Einsatz sind Durchmesser von weniger als einem Zentimeter (cm) bis über 30 cm üblich.

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