Auch wenn die Audio-Welt heute von digitalen Medien dominiert wird, konnte sich die Schallplatte ihren Stellenwert unter den wahren Hi-Fi-Freaks bewahren und sogar ausbauen. Das beweisen steigende Absätze von Schallplatten während der letzten Jahre eindrucksvoll. Neben alten Schätzen der letzten 50 Jahre sind es vor allem Neu-erscheinungen auf hochwertigem Vinyl, die begeistern. Um aber voll und ganz in die audiophile Traumwelt einzutauchen, braucht es ein hochwertiges Wiedergabegerät für die (meist) schwarzen, runden, berillten Scheiben. Ein solches finden wir im G 2000 R von T+A.

Gehaltvolle Augenweide

Er sorgt nicht nur für den entsprechenden Sound, sondern ist – wie wir es von T+A gewohnt sind – eine gelungene, dezente, optische Augenweide. Dafür sorgt sein penibel gebürstetes und eloxiertes Alu-Chassis. Hierauf thront ein 3,8 kg schwerer, teilweise versenkter, Plattenteller aus Druckguss-Aluminium, dessen Größe man gar nicht wahrnimmt. Der Plattenteller wird erfolgreich von einer 5 mm dicken Silikonkautschuk-Auflage bedämpft. Für den Antrieb sorgt ein quarzgeregelter, DSP-gesteuerter Synchronmotor, dessen Gleichlaufschwankungen gerade einmal an die +/- 0,02% betragen. Ihnen liegt die von T+A eigens für den Antriebsmotor optimierte Stromversorgung zugrunde. Sie zerlegt die Wechselspannung aus der Steckdose und baut sie mit digitalen Signalprozessoren (DSP) neu auf. So werden ein ausgeglichenes Drehmoment und vernachlässigbare Gleichlaufschwankungen erreicht. Ein Körperschallabsorber und Resonanzentkopplung sind weitere Merkmale des G 2000 R. Obwohl der herkömmliche Plattenspieler auf eine fast 130-jährige Geschichte zurückblicken kann, erfordern moderne Rillenspieler eine äußerst aufwändige Kons-truktion, um der Schallplatte alles zu entlocken, was in ihr steckt. So wurde beim G 2000 R besonderer Wert darauf gelegt, alle äußeren elektrischen und mechanischen Störeinflüsse so gering wie möglich zu halten. Körperschall, Resonanzen und Vibrationen wurden so auf ein Minimum eingedämmt. Gemeinsam mit seinem absolut geräuschlosen und gleichmäßig laufenden Antriebsmotor wurde so die Basis für kompromisslosen transparenten, extrem dynamischen, souveränen und dennoch Schallplatten-typischen weichen Klang geschaffen.

Der Tonarm des G 2000 R stammt unverkennbar von Clearaudio. An ihm findet sich ein MC-Tonabnehmer. MC steht für Moving Coil und beschreibt eines von zwei Tonabnehmer-Verfahren. MC verrät uns, dass sich nur die Spule mit der Nadel bewegt und der Magnet im Gegensatz zum MM-Tonabnehmer fest im Chassis verbaut ist. Da er beim MC-Tonabnehmer nicht mitschwingt, bewegt sich die Nadel leichtfüßiger durch die Rille und sorgt so für eine schonende Abtastung der Schallplatte. Der Tonabnehmer, mit Type MC-2, liefert eine Nennausgangsspannung von 0,75 mV bei 100 Ohm. Die geforderte Auflagekraft von 20 Millinewton (2 Gramm) sollte mit einer elektronischen Auflagekraftwaage eingestellt werden, da es dem Gegengewicht an einer entsprechenden Skalierung mangelt. Ordert man den G 2000 R mit dem Tonabnehmer-System, wird dieses bereits ab Werk präzise voreingestellt.

Wohlfühlcharakter

Das Gesamtkonzept G 2000 R erfüllt alle Erwartungen. Sein Klangbild überzeugt durch sein Volumen und Druck, insgesamt sorgt er für ein warmes, versöhnliches Audio mit Wohlfühlcharakter. Egal, ob am Plattenteller Bruckners 8. Symphonie unter Herbert von Karajan oder Pink Floyd liegt, stets fühlen wir uns in der Musik zu Hause und spüren, wie sie uns voll und ganz einnimmt, ohne dass wir auch nur in geringstem Ausmaß von Empfindungen, die uns nicht gefallen, abgelenkt werden.

Neue R-Serie: Plattenspieler G 2000 R von T+A im Test
Wiedergabequalität91%
Ausstattung und Verarbeitung89%
Benutzerfreundlichkeit90%
Preis/Leistung91%
90%Gesamtwertung
Leserwertung: (6 Votes)
67%

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