Bose QC35: Mobiles Hören ist heute für uns so selbstverständlich wie das Bier zur Bratwurst. Viele Modelle kämpfen um die Gunst der Nutzer. Wir haben sechs Kanditaten für das neue iPhone 7 getestet.

Mit folgenden Worten wurde auf der Apple Keynote am 7. September 2016 eine Lawine ins Rollen gebracht, die so schnell keinen halt finden sollte: „We believe in a wireless future. A future where all of your devices intuitively connect“ – „Wir glauben an eine kabellose Zukunft. Eine Zukunft in der sich alle Geräte intuitiv verbinden“. Die Aufschreie um die Airpods, Apples erste kabellosen In-Ear-Kopfhörer, fanden schnell bei Befürwortern und Skeptikern Gehör. Diese Aufschreie übertönten zahlreiche Kompatibilitätsvorschläge vieler großer Kopfhörerhersteller die wie Apple, an besagte kabellose Zukunft glauben und deren durchaus mutige Neuerungen keinen Zweifel daran lassen, dass Kabelsalat der Vergangenheit angehört. 

Bose QC35

„Lose the noise & wires. Lose yourself in the music“ (Vergiss die Nebengeräusche und Kabel. Verliere dich in der Musik), so lautet der Leitspruch der neuen Quiet Comfort 35 aus dem Hause Bose. Im Mittelpunkt steht ein optimierter Fokus durch die Einschränkung ungewollter, ablenkender Reize (Noise Cancelling). Auch hier werden mithilfe eines Verfahrens, bei dem an der Außenwand der Kopfhörer platzierte Mikrofone die Umweltgeräusche erfassen und somit in der Ohrmuschel ein Gegensignal erzeugen, Störgeräusche eliminiert. Die Kopfhörerbügel der QC35 sind aus glasfaserverstärktem Nylon gefertigt und an den Kontaktpunkten zum Kopf großzügig gepolstert, sodass sie trotz robuster Verarbeitung angenehm aufsitzen. Am äußeren Rand des rechten Ohrhörers lässt sich die Lautstärke über zwei Plastikknöpfe nach Belieben anpassen. Zwischen den beiden Knöpfen zur Lautstärkeregulierung wurde eine Multifunktionstaste platziert, die es ermöglicht durch einfaches Drücken die Wiedergabe zu pausieren. Durch doppeltes Drücken wird der nächste Track abgespielt und durch dreifaches Drücken springt die Wiedergabe zurück. Sind die QC35 mit einem Handy gekoppelt, besteht außerdem auch hier die Möglichkeit über das integrierte duale Mikrofonsystem Anrufe zu tätigen und entgegenzunehmen. Eine weitere besonderheit ist die unterstützte Kopplung von bis zu zwei Geräten. So kann man die Kopfhörer ohne größeren Aufwand beispielsweise über Laptop und Handy gleichzeitig ansteuern.

Der QuietComfort 35 hat das beste Noice Chanceling im Testfeld

Beim Testen des Geräts in Büroatmosphäre, werden alle möglichen Störgeräusche wie Schritte auf dem Flur, Niesen, Tastenklackern und Kopiererlärm geschluckt. Auch das Brummen vorbeifahrender Autos auf der naheliegenden Straße verschwinden augenblicklich, sobald man die Noise-Cancelling-Funktion aktiviert hat. So wird ein angenehmer, isolierter Raum erzeugt der auch Einfluss auf den Klang der Kopfhörer nimmt. Schnell geraten Umweltgeräusche in den Hintergrund und haben nicht die Möglichkeit vom Musikgenuss abzulenken.

Eine Neuerung zum Vorgängermodell ist auch hier die kabellose Bedienung mittels Bluetooth und NFC (Near Field Communication). Im Handumdrehen lässt sich jedes bluetoothfähige Gerät auf gewohntem Weg mit den Kopfhörern koppeln. Beim kabellosen Betrieb hält der Akku des Noise Cancellings etwa 20 Stunden, bis er mithilfe des mitgelieferten USB-Kabels erneut aufgeladen werden muss. Für den Fall, dass man vergisst das Gerät zu laden, wird ein Kopfhörerkabel mitgeliefert. Damit könnte man die QC35, wenn sie aufgeladen sind, im Noise-Cancelling-Modus ca. 40 Stunden lang nutzen. Verzichtet man auf den Genuss der Geräuschunterdrückung, lassen sich die QC35 als reguläre Passivkopfhörer verwenden. Beim ersten Hören fallen im Vergleich zum Vorgängermodell die stark ausgeprägten Tiefen auf. Bei  basslastiger Musik, könnten die unteren Frequenzen sogar etwas zu präsent sein, da sie das Gesamtklangbild teilweise dominieren. Da die Kopfhörer jedoch auch für den Gebrauch in Verkehrsmitteln gedacht sind, wo Brummgeräusche nicht nur über die Ohren, sondern den gesamten Körper aufgenommen werden und Bässe deshalb häufig in den Hintergrund geraten, ist dies verzeihlich. Die Mitten klingen, insbesondere bei Jazz satt, warm und natürlich und harmonieren fließend mit den Tiefen. Lediglich die Höhen kommen nicht immer brillant zur Geltung und klingen, besonders bei perkussiven Instrumenten teilweise leicht dumpf. Besonders gelungen ist hingegen der räumliche Klang, der von der Isolation von Außengeräuschen profitiert. Immer wieder ertappt man sich dabei vergessen zu haben, dass man überhaupt Kopfhörer trägt.

 

weitere Infos unter: www.bose.de

Bose QC35: Kopfhörer fürs iPhone auf dem Prüfstand
Wiedergabequalität85%
Ausstattung/Verarbeitung86%
Benutzerfreundlichkeit86%
Preis/Leistung83%
85%Gesamtwertung
Leserwertung: (0 Votes)
0%

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*