KEF und Porsche Design haben die Köpfe zusammengesteckt. Herausgekommen sind dabei drei neue Design-Hingucker, wir testen KEF GRAVITY ONE, MOTION ONE und SPACE ONE.

Schnittiger Audio-Flitzer für Arbeitszimmer und Büro

Der GRAVITY ONE wird von KEF als Bluetooth-Lautsprecher für anspruchsvolle Führungskräfte vermarktet. Er gibt nämlich nicht nur Musik aus. Über ihn lassen sich ebenso Telefonate führen. Dafür hat er eine Freisprecheinrichtung integriert. Sicher der Grund für die ungewöhnliche Aufstellung des Lautsprechers, denn er liegt auf dem Rücken.

Quellen

Musiksignale gelangen in den GRAVITY ONE via Bluetooth oder per 3,5-Millimeter-Klinken-Anschluss. Der Aux-Eingang sowie der Anschluss für das Micro-USBKabel zum Aufladen des internen Akkus, sind auf der Rückseite seitlich im Fuß angebracht. Der Lautsprecher kann also selbst bei angeschlossenen Kabeln perfekt aufliegen.

Der Lithium-Ionen-Akku stellt für bis zu zehn Stunden die Energieversorgung sicher. Auf der Oberseite befinden sich die Bedienelemente für Titelsprung, Lautstärke, Anrufannahme oder Mikrofon-Stummschaltung. Hier ist auch der Ein- und Ausschalter zu finden. Den Eingangskanal wählt der Lautsprecher automatisch.

Bluetooth

Das Pairing mit einem Bluetooth-Gerät funktioniert beim GRAVITY ONE denkbar einfach. Er muss nur eingeschaltet werden, schon blinkt eine weiße LED und zeigt die Empfangsbereitschaft an. Nun wird auf dem Smartphone der GRAVITY ONE angewählt und schon sind sie gekoppelt. Bestand schon einmal eine Verbindung mit dem Gerät, stellt der Lautsprecher sie nach dem Einschalten automatisch her.

Anrufqualität

Die Anrufqualität geht mit dem KEF in Ordnung. Die Stimme des Anrufers ist klar und deutlich zu verstehen. Auch der Anrufende kann die Sprecher im Raum gut hören. Leider ist die Lautstärke des Anrufers nicht sehr hoch, selbst wenn der GRAVITY ONE und das Smartphone auf maximaler Lautstärke stehen. Daher eignet er sich wohl eher als Freisprecher für kleinere Konferenzräume bzw. das Büro.

Klang

Für den ersten Klangtest nutzen wir das Album „Le Jour D’à Côte“ der französischen Chanson- und Popsängerin Enzo Enzo. Beim zweiten Titel „Le Grand Blanc“ kann der KEF seine Stärke beweisen. Die tiefen Töne sind sehr kraftvoll, da der GRAVITY ONE deutlich den oberen Bassbereich anhebt. Da leisten die zwei ABR-Passiv-Tieftöner wirklich gute Arbeit. Die Stimme der Sängerin ist klar und die Instrumente klingen angenehm transparent. Verantwortlich dafür sind der 50 mm Uni-Q-Miniaturtreiber und der 50 mm Fullrange-Treiber.

Bei allen Testtiteln betont der Bluetooth- Lautsprecher die tiefen Mitten und kontrastiert diese mit etwas zurückgenommenen die restlichen Mitten und Höhen. Neutral klingt er nie – eher poppig, rockig.

Leider gibt der kleine Tischlautsprecher kein Stereo aus. Das stört bei Unterhaltungsmusik eher weniger, ist aber beim Anhören von Klassik ein echtes Problem. So fehlt Smetanas „Moldau“ das Berauschende. Der Klang wirkt sehr gequetscht und eingesperrt. Ein großes Orchester kann der GRAVITY ONE nicht vor unseren Ohren lebendig werden lassen – aber dafür ist er ja auch nicht gebaut.

Preis

Der Gravity One kostet UVP 380 Euro.

Mehr Infos: www.de.kef.com

Test: GRAVITY ONE von KEF
Der GRAVITY ONE ist ein Bluetooth- Allzwecklautsprecher im wirklich ansprechenden Design. Der Klang erfüllt die Erwartungen bei Pop, Rock und elektronischer Unterhaltungsmusik. Bei Klassik versagt er. Für das Büro ist er eine gute Alternative zum oft üblichen Kompaktgerät, da er auch als Freisprecher fungiert. Ein akustisches Statussymbol ist er nicht.
Basswiedergabe87%
Mittenwiedergabe67%
Höhenwiedergabe67%
Wiedergabequalität73%
Ausstattung / Verarbeitung100%
Benutzerfreundlichkeit92%
Vorteile
  • leichte Bluetooth-Kopplung
  • intuitive Bedienung
Nachteile
  • kein Stereo
85%Gesamtwertung
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Bildquellen:

  • KEF GRAVITY ONE: Bild: Auerbach Verlag