August International WS 150 & WS300: Multiroom funktioniert nur mit einer WLAN-Verbindung. Viele Hersteller bieten dies nur in Verbindung mit einer Stromversorgung aus der Steckdose. Bei den beiden August-Speakern klappt das auch per Akku.

August International ist ein in Deutschland relativ unbekannter Hersteller aus Großbritannien, der sich auf elektronische, kabellose Produkte spezialisiert hat. Unsere Testgeräte WS150 und WS300 sind zwei multiroomfähige Bluetooth-Speaker mit WLAN. Beide kommen im gleichen Design – mit einem umlaufenden Gitter und einer gummierten Ober- und Unterseite. Oben auf den Geräten sind die Bedienelemente zu finden. Zu empfehlen ist der kostenlose Download der August-App aus dem Android- oder iOS-Store, um damit die Speaker zu steuern. Sie ist einfach und  intuitiv zu bedienen. Über diese App kann man bis zu vier Lautsprecher ins WLAN einbinden: entweder über WPS oder die alternative, manuelle Methode.

Modern sind beide mobilen Multiroom-Speaker nicht gerade, dafür absolut funktional

Ist dies geschehen, so kann man Musik über die bekannten Streaming-Dienste wie TuneIn, Spotify & Co. laden. Ist ein Netzwerk-Server eingebunden, werden Musik-Dateien auch von diesem abgespielt. Alternativ können sie einfach per Knopfdruck mit einem Bluetooth-fähigen Gerät gekoppelt werden. Besonders gefallen hat uns, dass man den zwei Speakern je einen rechten oder linken Kanal zuweisen kann, um Musik im Stereomodus abzuspielen. Einen Equalizer suchen wir leider vergeblich, um den Klang an unsere eigenen Gewohnheiten anzupassen. Uns beeindruckte jedoch, dass beide Lautsprecher multiroomfähig sind und mit Akkus (je 2 × 2 000 mAh) funktionieren. Das ist die Zukunft. Dennoch ist es so möglich, sie in verschiedene Räume mitzunehmen. Die Speaker müssen nicht ständig an einer Stelle positioniert sein. Aufgeladen werden sie einfach per USB mit 5V bei 1A. Schauen wir uns nun die Unterschiede zwischen den beiden Lautsprechern an.

WS150

Die 18 mal 5,6 mal 7 Zentimeter großen beziehungsweise kleinen August-Lautsprecher liefern 10 Watt und spielen bis 80 Hertz tief. Es gibt sogar im Gegensatz zu dem WS300 einen MicroSD-Kartenslot, der Karten bis zu 32 GB liest. Eine Akku-Ladung hält bis zu 22 Stunden bei Bluetooth-Einsatz. Im WLAN-Netz kann man bis zu zwölf Stunden Musik hören. Musikalisch kann er im direkten Vergleich zum WS300 nicht mithalten. Durch seine geringere Größe fehlt ihm viel Volumen, um einen überzeugenden Bass wiederzugeben. Auch die Mitten fallen ab.

Der WS150 ist das kleine Modell von beiden

WS300

Der WS300 spielt von 60 Hertz bis 20 Kilohertz. Mit 25,6 Zentimeter Breite und der dementsprechenden Tiefe besitzt er ein dreimal größeres Volumen als sein kleiner Bruder. Statt einem MicroSD-Slot hat er einen Anschluss für USB-Sticks oder Festplatten. Kraftvoller und dominanter bringt er seine 15 Watt zur Geltung. Auf Grund der Größe verbraucht er eine identische Akkuleistung, die auch im WS150 verbaut ist, deutlich schneller. 14 Stunden reicht so eine Ladung für die Bluetooth-Musikwiedergabe. Generell ist der Bass etwas flach, es gibt zu wenig Mitten und überbetonte Höhen. Trotzdem ist der WS300 einen Blick wert, denn er hat das, was die wenigsten Lifestyle-Lautsprecher haben: einen Akku. Dadurch ist er ein wirklich transportabler Multiroom-Speaker mit WLAN und Bluetooth – jedoch mit Abstrichen im Klang. Wenn das Design in einer zukünftigen Version noch etwas modern wird, dann wird er ein Verkaufshit.

Über den Autor

Erik Schober

Als Musiker und Dirigent verschiedener Orchester und Ensembles weiß ich genau, wie sich live die verschiedenen Instrumente und die menschliche Stimme anhört. Demzufolge habe ich hohe Erwartungen an eine Hifi-Anlage. Diesem schweren Urteil muss sich jeder Lautsprecher und das Zubehör bei mir stellen.

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