HiRes-Player für unterwegs brauchen vor allem eines: den richtigen Kopfhörer. Die sind aber teuer, zumindest wenn die hochaufgelöste Musik glaubwürdig erklingen soll. Sony will das mit dem MDR-1AM2 ändern.

Auf der CES stellte Sony einen neuen Premium-Kopfhörer vor, den MDR-1AM2. Er soll die Nachfolge des MDR-1AM1 antreten, der vielen Audiophilen ein Begriff ist. Immerhin schaffte es der 2014 erschienene Kopfhörer, HiRes-Musik unterwegs auf sehr hohem Niveau auszugeben.

Enormer Frequenzgang

Nun ist also der AM2 da und seine Daten klingen nicht schlecht. Der geschlossene Kopfhörer verfügt über eine 40-Millimeter-Treibereinheit mit Neodym-Magnet. Das ist nichts Besonderes, aber der Frequenzgang, den sie möglich macht, der kann sich sehen lassen. Sony gibt ihn mit 3 Hz bis 100 kHz an. Da sollten also selbst die feinsten Obertöne den Klang begleiten. Die Impedanz des MDR-1AM2 beträgt 16 Ohm, womit er ideal für den Einsatz an mobilen Geräten geeignet ist.

Interessant ist die Membran

Die Membran des Sony-Kopfhörers besteht aus einem aluminiumbeschichteten Flüssigkristallpolymer. Das hat eine besonders hohe Steifigkeit und kann damit die Schallenergie hoher Frequenzen präzise wiedergegeben. Gerade der hohe Frequenzbereich ist schließlich das, was HiREs die unverwechselbare Lebendigkeit des Klangs verleiht.

Frontbespannung für ultrahohe Frequenzen

Auch die Frontbespannung des MDR-1AM1 ist darauf ausgelegt, High-Resolution sicherzustellen. Sie muss also das gesamte Spektrum an Frequenzen ohne Verfärbungen passieren lassen. Deshalb setzten die MDR-1AM2 auf ein Muster der Fibonacci-Reihe. Es soll Auslöschungen oder Anhebungen bestimmter Frequenzen verhindern.

Der MDR-1AM2 ist in den Farben Silber und Schwarz erhältlich. Für den platzsparenden Transport lassen sich seine Ohrmuscheln drehen

Kabel für beste Signal-Trennung

Das im Lieferumfang enthaltene symmetrische Kopfhörerkabel trennt vollständige den linken und rechten Kanal. Gegenüber anderen Kopfhörern, die mit einem geteilten Masseleiter arbeiten, wird so der Signalübertragungsverlust extrem minimiert. Tonverschlechterung durch Verzerrungen und Übersprechen wird so umgangen.

Außerdem verringern die silberbeschichteten, sauerstofffreien Kupferdrähte des MDR-1AM2 den Widerstand. Verluste bei der Signalübertragung werden also auch durch diese Maßnahme wirkungsvoll bekämpft.

Tragekomfort

Am Tragekomfort haben die Japaner ebenfalls gearbeitet. Der MDR-1AM2 ist zum einen leichter als sein Vorgänger und zum anderen sind die Ohrpolster speziell auf dauerhaftes Tragen ausgelegt. Sie bestehen aus einem sehr weichen synthetischem Leder, das aus elastischem Polyurethanschaumstoff gefertigt ist.

High-End-Kabel optional

Ergänzend zu den beiden mitgelieferten Kabeln (Standard und vollsymmetrisch) offeriert Sony noch ein High-End-Kabel. Es handelt sich dabei um das Kimber Kable MUC-S12SB1.

Kosten und Erscheinungsdatum

Der Sony MDR-1AM2 wird im April 2018 erscheinen. Seine UVP liegt bei 250 Euro, was für einen HiRes-Kopfhörer absolut annehmbar ist. Das optionale Kimber Kable MUC-S12SB1 kommt im Frühling 2018 heraus und wir 200 Euro kosten.

Weitere Informationen unter: www.sony.de

Über den Autor

Thomas Kirsche

ist Hörspielmacher, Autor und Journalist. Ob beim Geräuschemachen, Musik für ein Hörspiel abmischen oder die beste EQ-Einstellung für den Sound einer Stimme finden, immer ist er auf der Suche nach dem richtigen Klang. Beim Verfassen von Testberichten nimmt er mit Vorliebe die Perspektive des Hörers bzw. Nutzers ein. So zählen für ihn Klang und Bedienbarkeit viel mehr als emotionslose Messdaten.

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