Pop and Wave lebt. Und es sind nicht nur alte Songs, von denen die Fans zehren. Es wird dem 80er-Trend folgend wieder neue Musik produziert, die an die goldene Ära des Synthie-Pop erinnert und sich an legendären Bands wie Kraftwerk, Pet Shop Boys oder Depeche Mode orientiert. HEARTBEAT DESIGNERS, ein brandneues New-Wave Projekt von John Boredom and William Forrester, ist bis jetzt durch zwei erfolgreiche Single-Auskopplungen des kommenden Albums noch ein Geheimtipp auf Streamingportalen wie Spotify, Deezer oder Apple Music. Nun erscheint ihr Debütalbum „CASINO CASINO“ am 3. Juni weltweit. Wir bekamen die Gelegenheit, vorab in die elf Tracks reinzuhören.

HEARTBEAT DESIGNERS wecken Erinnerungen

Nach dem ersten Eindruck überprüft man tatsächlich erstmal im Plattenschrank seine 80er-Sammlung, ob da nicht der eine oder andere bisher unbekannte Track schlummert. Irgendwo haben wir das doch schon mal gehört, oder? Für die HEARTBEAT DESIGNERS eine Auszeichnung. Sie treffen mit der Platte genau den Nerv der Syntie-Pop-Jünger und es sind tatsächlich neue Songs.

Schon „DESERVE MORE“, der Opener des Albums, bewegt sich unmittelbar zwischen New Order, Depeche Mode und Tears for Fears. Der Text ist dabei überraschend komplex und mit einigen Wortspielen angereichert. Sehr treffend ist, dass der Track die Story über die Auferstehung eines musikalischen Genres nach nahezu einem halben Jahrhundert erzählt. Dieser Stil charakterisiert das gesamte Album. Auch die populäre erste Single „BLEEDING HEART“ ist sehr melodisch und eingängig. Damit haben die HEARTBEAT DESIGNERS aus dem Stand heraus bei Spotify über 6.000 Hörer erreicht.

Einzigartige Verbindung

Eine weitere Steigerung,  sozusagen Leuchtturm von „CASINO CASINO“, ist sicherlich der Song „SUCCESS ROULETTE“. Akustisch wurde hier das Thema Roulette spannend umgesetzt. So schwebt die Refrain-Zeile drehend durch den Raum, geradeso wie die berühmte Kugel. Nach dem „Rien ne va plus“ fällt sie tatsächlich hörbar auch in ihr Raster und pointiert so am Ende den Text.

Zum Synthie-Sound verwenden John Boredom and William Forrester regelmäßig ganz alltägliche, in ihrer Umgebung aufgenommene Klänge. So beginnt der Titel „CANNOT CRY“ mit dem Aufsetz-Geräusch einer Nadel auf Vinyl und dem charakteristischen Knistern einer Schallplatte. Mit den Soundeffekten schaffen die HEARTBEAT DESIGNERS eine einzigartige Verbindung zwischen Musik und Text. Hier auch wieder das typische Drum-Pattern im Stil der 80er garniert mit einem kurzweiligen Gesang, dieses Mal mit Kopfstimme gesungen.

Dies als ersten Vorgeschmack auf das kommende Album. Wir wollen nicht zu viel spoilern. Nur noch das: Für Fans des Synthie-Pop der 80er ist „CASINO CASINO“ von den HEATBEAT DESIGNERS ein wahre Goldgrube. Sie sollten sich den 3. Juni 2022 schon einmal vormerken!

Musik: Heartbeat Designers reiten Synthie-Pop und Wave Welle mit neuem Album "Casino Casino" (Review)
AUFNAHMEQUALITÄT
ATMOSPHÄRE
KULTFAKTOR
ANSPRUCH
3.8Gesamtwertung

Bildquellen:

  • heartbeat designers casino casino cover 04: heartbeat designers