Dieser Artikel ist ein Auszug aus AUDIO TEST Ausgabe 6/19 „Surround aus der Zukunft“.

Wenn man an Mehrkanalaufnahmen denkt, dann vermutlich zuerst an Kino- und Filmsound, Schüsse und Explosionen, Flugzeuge, Regen und andere fliegende Welten. Dabei ist Musik, die uns in Form von Surround erreicht, oft sogar noch packender.

Natürlich haben wir wirklich viele Filme geschaut für diese Ausgabe und auch der ein oder andere Konzertmitschnitt in Surround wusste uns zu überzeugen. Aber wie sieht es denn eigentlich mit Studioproduktionen in Mehrkanalformaten aus? Es gibt ein Portal, dass sich genau dieser Frage gewidmet hat und dafür ein Medium nutzt, dass naheliegender nicht sein könnte: die Blu-ray. Das Portal heißt entsprechend Pure Audio Recordings und das dazugehörige Format Pure Audio Blu-ray, da es die volle Kapazität der Scheibe nutzt und sich dabei auf hochauflösende Mehrkanalaufnahmen konzentriert. Der extrem nützliche und intuitive Clou an der Sache: Die je nach Veröffentlichung und Label unterschiedlichen Mehrkanalformate lassen sich ganz bequem über die Farbcode-Tasten der Fernbedienung des Blu-ray-Players ansteuern. So wird ein Monitor überflüssig und die Surround-Scheibe bedient sich ganz wie eine herkömmliche CD. Das ist eine echte Offenbarung, quasi live – ausgenommen einer kurzen Schaltunterbrechung – zwischen den Formaten hin und herschalten zu können. Die Scheiben von Pure Audio Recordings sind für uns mittlerweile so etwas wie Mehrkanal-Musik-Referenzen geworden und weil wir so sehr von der Qualität des Formats überzeugt sind, haben wir bei Pure Audio Recordings nachgefragt und exklusiv für Sie einen Gutschein-Code organisiert, damit Sie sich zu einem vergünstigten Preis selbst davon überzeugen können, dass wir Ihnen hier nicht übertreiben. Ihren Gutscheincode finden Sie im roten Kasten unterhalb dieses Textes. Doch nicht nur die musikalische Qualität der Veröffentlichungen ist enorm ansprechend. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. Viele der Blu-rays kommen mit Extra-CDs oder sogar SA-CDs daher und die meisten auch noch in binauralen oder MQA-Versionen, sodass mit Sicherheit jeder das für sich und seine Peripherie passende Lieblingsformat findet. Für uns ein unersetzbares Werkzeug, vor allem in ständig wechselnden Umgebungen und Aufbauten. Daher möchten wir Ihnen gerne im folgenden drei aktuelle Highlights aus dem Portfolio von www.pureaudiorecordings.com vorstellen.

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Jazz Ambassadors & Sammy Nestico – The Sammy Sessions

Die Sammy Sessions von und mit Sammy Nestico und der fast schon legendären US-Armee Bigband Jazz Ambassadors sind ein Meilenstein für jeden Liebhaber swingender, großer Orchester. Nestico selbst ist eine lebende Legende unter den Bigband-Arrangeuren und hat schon mit Frank Sinatra, Bing Crosby, Count Basie und Johnny Mercer gearbeitet, um nur einige Wenige zu nennen. Unweigerlich kommen beim vorliegenden Ensemble die Bilder aus der „guten alten Zeit“ zurück und nach Aussage des Meisters persönlich, atmen sie in neuem, frischen Gewand. Das klingt, wenn man ganz unvoreingenommen herangeht, manchmal rotzig frech, oft schmissig, lässig, aber auch anschmiegsam und ansteckend. Kein süßer Schmelz, sondern filigranstes Teamwork, das sich hier klangstark und in feinen Facetten und Timbres auffächert. Natürlich gibt es für jeden Instrumentalisten das passende Solo auf dem Longplayer und auch wenn die einzelnen Sergeants und Masters der Formation individuell kaum Bekanntheit genießen, so eilt den Jazz Ambassadors natürlich nicht zu Unrecht ein fabelhafter Ruf als Klangkörper erster Klasse voraus. So verwundert es kaum, dass besagte Soli an die Qualität von echten Jazz-Weltstars heranreicht. Aufwändig produziert, bis zur letzten Ghost Note auf der Hihat auskomponiert, zelebrieren die Sessions einen fast vergessenen Zeitgeist, konserviert in dreidimensionalem Klangspektakel, das einen Mitten ins Orchester und auf die Tanzfläche beamt. Wenn Militärdienst doch immer so zwischenmenschlich erbauend und berührend wäre, wie im Falle dieser Produktion.

Noch mehr Informationen zu Sammy Nestico und den Jazz Ambassadors gibt es in unserer ausführlichen Musik-Review des Albums.

enthaltene Formate

+ CD-Audio, 3D Binaural, FLAC, MQA
+ Bonus Video

Oslo Kammerkor – Veneliti

Der Komponist Ørjan Matre arbeitet mit dem Oslo Kammerkor bereits seit über einem Jahrzehnt zusammen. Auf dem Werk „Veneliti“ profitiert er von der starken Tradition des Chores in Folk Music und akustische Interpretationen von norwegischem Liedgut. Hymnen, mystische Legenden und bittersüße Liebeslieder. Durch die Reduktion der Stücke auf die traditionelle und historische Aufführungspraxis, gelang es dem Komponisten den Kern dieser Traditionen aufrecht zu erhalten, wobei gleichzeitig der Hörer in eine verzaubernde Klanglandschaft eingeladen wird, die ihn auf eine Reise in den Norden begleitet. Der Inhalt alt, die Umsetzung neu. Der Fokus der vorliegenden Aufnahme liegt auf dem Mittendrin-Gefühl, dem immersiven Element, als würde der Hörer mitten im Chor stehen und drumherum bewegen sich die verschiedenen Register choreografiert durch den Raum. Die Aufführung ist alles andere als statisch. Sie lebt von der ständigen Veränderung und fließenden, teils mutigen Spannungswechseln. Je nach Musikstück und Dramaturgie variiert der Fokus des Akustischen dabei in einem Wechselspiel zwischen räumlicher Flutung und reduzierter Führung durch diverse Solostimmen. Die individuellen Stimmfarben der einzelnen Sänger sind gut zu hören und zu identifizieren, die Gesamtperformance des Chores und auch der diensthabenden Techniker und Produzenten darf als makellos bezeichnet werden. Das Repertoire der menschlichen Stimme als Teamgestalt wurde selten zuvor so kunstvoll und majestätisch dokumentiert. Darüber hinaus besticht die Aufnahme nicht nur durch hochkarätige Darbieter, sondern auch eine hingebungsvolle Aufnahmeleitung. Die Basisaufnahme, aus der später alle Mehrkanalstandards gerendert wurden, liegt hier bei DXD 24bit/352.8kHz auf 9 Kanälen! Eine dedizierte Subwoofer-Spur, also das .1 im Format, liefert die Aufnahme jedoch nicht. Ist aber auch überhaupt nicht notwendig, da es keine Klang-Quellen in der aufgenommenen Musik gibt, die diesen Frequenzbereich nutzen würden.

enthaltene Formate

  • 2.0 LPCM Stereo 24bit/96kHz
  • 5.0 DTS-HD MA 24bit/192kHz
  • 5.0.4 Auro-3D 96kHz
  • 5.0.4 Dolby Atmos

+ Hybrid-Audio CD & SACD, FLAC, MP3, MQA

Schola Cantorum – Trachea

Eine weitere nennenswerte Produktion aus dem Hause 2L heißt „Trachea“ und kommt vom Ensemble Schola Cantorum – die Gesangsschule. Damit ist der Kammerchor der Fakultät für Musikwissenschaften der Universität Oslo gemeint. Zu hören gibt es moderne Interpretationen zeitgenössischer, norwegischer Werke für ausgewählte Instrumente und Chor. Trachea bedeutet „die Luftröhre“. Gemeint ist damit die Stimme des Menschen in ihrer universellen Art. Das, was dieses Werk trägt, sind die Timbres und Farben. Cineastisch inszeniert, muss sich Trachea, wenn auch deutlich minimalistischer im Arrangement, in seinem Sog vor dem Epos einer Carmina Burana oder einem Soundtrack zu einem bildgewaltigem Film à la Blade Runner 2049 nicht verstecken. Modern, experimentierfreudig und ausgefallen versetzen sich die Ebenen des Greifbaren und des Fernen zueinander. Drohende, überraschende Glissandi, das Spiel mit der realen Tiefe des Aufnahmeraums, dadaistische Puzzle und Kanons der Sänger, sphärische Töne, das Umherlaufen der Musiker um die Hörposition, Geflüster links hinten. Steht da jemand? Wir drehen uns um. Nein… Ein Schauspiel ohne Sprache, ein Film ohne Bild. Das, was geboten wird, ist so multilingual und universell, kein Wunder, dass es berührt. Auch die, die sonst vielleicht nicht so auf Sci-Fi-Sounds oder moderne Komposition stehen. „Trachea“ nimmt einen mit auf die Reise in die Fantasie und die Scheibe regt ungemein dazu an. Machen Sie ihr Wohnzimmer zu einem Raum von der Tiefe und der beruhigenden, faszinierenden Wirkung des Alls. Verwunderlich bleibt nur, warum die Krankenkassen Musik in dieser Form uns in diesem Format nicht auf Rezept verschreiben können. Danach ist auf jeden Fall jede Verspannung gelöst und die Seele wachgerüttelt.

enthaltene Formate

  • 2.0 LPCM Stereo 24bit/96kHz
  • 5.0 DTS-HD MA 24bit/192kHz
  • 7.0.4 Auro-3D 96kHz
  • 7.0.4 Dolby Atmos 48kHz

+ Hybrid-Audio CD & SACD, FLAC, MP3, MQA

Der Erfinder

Stefan Bock, Erfinder der Pure Audio Blu-ray

Die Audiowelt hat schon viele digitale Formate kommen und gehen sehen. Oft scheitert es an herstellerübergreifenden Lösungen. Stefan Bock, Geschäftsführer der msm-studios in München ist die treibende Kraft hinter dem innovativen Format der Pure Audio Blu-ray. Er konnte sich schon immer für Audio-Produktionen mit dem Prädikat State-of-the-art begeistern. Viele Formate hat er ausprobiert und wieder verworfen. Vor einigen Jahren versuchte er eine medienseitige Lösung für ein eigenständiges, hochauflösendes Audioformat auf Basis der Blu-ray zu entwickeln. Fast ein Jahr tüftelte man an einer Java-basierten Variante, die eine eigenständige Programmierung des Masters zulässt und dennoch mit dem Blu-ray-Standard konform bleibt. Dabei hat man sich natürlich auch zu Referenz-Zwecken mit einer Vielzahl an Herstellern und Labels zusammen gesetzt. Herausgekommen ist ein Medium, welches allein im Single-Layer-Betrieb oft schon bis zu 25 Gigabyte an Audioinformationen bereit hält, darunter in kleinen und handlichen Dosen optional neben MQA und FLAC natürlich auch 2.0 PCM Stereo mit bis zu 192 kHz und 24 Bit. Aber der eigentliche Clou sind die Mehrkanal-Formate. So liegen auf dem Medium oft auch 5.1 DTS HDMA in maximal 192 kHz bei 24 Bit und darüber hinaus 11.1 Auro 3D 192 kHz/24 Bit und sogar Dolby Atmos bereit. Als Sahnehäubchen garniert man dieses Fest der Auflösung mit binauralen 3D-Aufnahmen für Kopfhörer oder Bonusvideos. Wir sind der Meinung, dass das Schaffen von Herrn Bock bisher zu wenig Beachtung findet und empfehlen nachdrücklich Surround nicht nur mit Kino zu verbinden. Surround kann mehr.

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AUDIO TEST Spezial

Noch mehr News, Tipps und Tests rund ums Thema Mehrkanal und Heimkino gibt es auch in der aktuellen Ausgabe der AUDIO TEST zu lesen.

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Bildquellen:

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  • Stefan Bock: Stefan Bock
  • AUDIO TEST 06/2019 Einstieg: Auerbach Verlag
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