Die Fidelio E5 ist nicht mehr taufrisch auf dem Markt, aber es schadet nicht, nochmal einen Blick darauf zu werfen. Denn mit Spannung warten wir auf den Nachfolger und nehmen deshalb sie in einem Kurztest unter die Lupe.

Die Verpackung ließ sich schnell öffnen und das ganze System war im Nu aufgebaut. Der kabellose Subwoofer (eine Steckdose braucht er immer noch) und die zwei Frontlautsprecher, welche beide mit einem Philips-Systemkabel verbunden wurden, sind zügig aufgestellt, das Auspacken dauerte länger. Leider jedoch ist das mitgelieferte Systemkabel etwas zu kurz, um die beiden Speaker im gewollten Abstand zu positionieren. Der linke Lautsprecher enthält alle Ein- und Ausgänge für Bild und Ton. 3HDMI-, ein Klinkeneingang, sowie je ein koaxialer und ein optischer Digitaleingang komplettieren das System. Falls man einem Bluetooth- oder NFC-Tongeber in Verwendung hat, kann diesen ebenfalls anschließen. Nun noch schnell mit Hilfe eines HMDI-Kabels an den ARC-Eingang des TVs und dem ARC-Ausgang in den Linken der Frontlautsprecher und schon war es fast vollbracht. Die Rear-Lautsprecher wurden für den ersten Test auf die vorgegebenen Ladebuchsen oben auf den Front-Speakern einfach draufgesetzt und schon hat man ein vollwertiges 2.1-System.

Die Ladeschale für die Rear-Lautsprecher. Genial und super gelöst!

Die Ladeschale für die Rear-Lautsprecher. Genial und super gelöst!

Herbert Grönemeyers „Halt mich“ von der Blue-Ray „Schiffsverkehr“ aus der Leipziger Redbull-Arena von 2011 war das erste Musikstück, welches aus der Fidelio E5 erklang. Die TV-Lautsprecher wurden dank ACR automatisch abgeschallten. Wir wollten uns eigentlich von 2.1 auf 4.1 langsam steigern, doch als wir auf der Fernbedienung die automatische Lautstärkereglung drückten, waren wir sehr überrascht. Mit einem Schlag gab es eine Anhebung des Klangesbildes. Wir konnten und wollten nicht mehr warten. Schon schritten wir zur Tat und nahmen uns die beiden Rearspeaker (siehe Bilder) mit auf unsere bequeme Couch und stellten sie einfach und völlig unkompliziert neben uns auf. Mit Spannung warteten auf den Surroundklang, welcher ohne große Einstellungen einsatzbereit war.

Fidelio3

O ja, so einfach ist der Weg zu einem Surroundklang!

Die Musik von Herbert, wie ihn seine Fans nennen, strömte in unsere Ohren, der Subwoofer brachte unseren Körper zum Beben. Die Emotionen des Publikums sprangen sofort auf uns über. Nach dem wir mehrmals mit der Anpassung der Lautstärke (an/aus) experimentiert hatten, stellten wir fest, dass der nicht ganz so klar definiert ist, wie in einem Gerät des High-End-Bereiches. Für dieses Preissegment geht der Klang völlig in Ordnung. Nun wollten wir die Rear-Lautsprecher auf den Abstand zur unseren Sitzposition optimieren, doch leider suchten wir solch eine Einstellung vergebens. Die vorhanden Veränderungen sind nur mit Hilfe der Fernbedienung möglich. Diese ist Philips-typisch oval und alle Tasten sind gut und sichtbar angeordnet. Nach Drücken, um die Einstellungen zu ändern, gibt jedoch die E5 kein optisches Menü auf den TV. So fällt es schwer zu erkennen, ob eine der Funktionen an oder aus ist.

Doch nun weiter. Wir waren gespannt, ob der Klang der großen Schlachten aus dem Neuseeland gedrehten „Herr der Ringe“ die Fidelio in die Knie zwingen kann. Doch weit gefehlt. Als die Nazgûl über den Bildschirm flogen, hörten wir sie korrekt über unsere 4 Lautsprecher wiedergegeben und mancher Schwerthieb ließ uns zusammenzucken. „Schattenfell“, das Pferd von Gandalf, galoppierte elegant durch den Raum. Und Howard Shores Filmmusik kam sehr gut rüber. Oh ja, für einen großen Filmsound eignet sich die Fidelio E5 alle mal.

Fidelio

Formschön auch von hinten und die wichtigsten Anschlüsse sind mit an Bord.

Fazit

Ja so muss es heutzutage gehen – kein lästiges Kabel mehr quer durch den Raum verlegen zu müssen. Wenn Philips noch die optische Einblendung des Menüs auf dem TV und eine individuelle Lautstärkeanpassung der beiden Rear-Speaker in die neue E6 einbauen würde, dann wäre die kommende Fidelio auf alle Fälle ein Geheimtipp, für alle die, die auf der Suche nach einem kabellosen Heimkino-Anlage sind.

Über den Autor

Erik Schober

Als Musiker und Dirigent verschiedener Orchester und Ensembles weiß ich genau, wie sich live die verschiedenen Instrumente und die menschliche Stimme anhört. Demzufolge habe ich hohe Erwartungen an eine Hifi-Anlage. Diesem schweren Urteil muss sich jeder Lautsprecher und das Zubehör bei mir stellen.

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