Nach einem sehr überzeugenden Einstieg in die Szene präsentiert Bluesound nun die zweite Generation seines Multiroom-Systems. In einigen Punkten hat man die Geräte umfassend neu konzipiert, in anderen wiederum hält man an gelungenen Aspekten fest. Wir haben das komplette Bluesound-Multiroom Familie bestehend aus den drei Netzwerkplayern Bluesound Node 2, Bluesound Powernode 2 und Bluesound Vault 2 sowie den Streaming Lautsprechern Bluesound Pulse 2, Bluesound Pulse Mini und Bluesound Pulse Flex im großen Praxistest.

Nicht zuletzt in der Welt des heimischen Hörgenusses wartet die anhaltende Technisierung mit zahlreichen Vorzügen auf. Wozu noch überschaubare Sammlungen kurzlebiger CDs im Wohnzimmer horten, wenn doch online eine endlose Bibliothek jederzeit abrufbar ist, welche obendrein keinen Staub ansetzt. Und weshalb im Wohnzimmer die Anlage an die Grenze der Belastbarkeit führen, nur um auch unter der Dusche noch zu Verdis „La Donna e Mobile“ singen zu können, wenn doch ganz unkompliziert und kabellos im ganzen Haus die Musik spielen kann? Vor knapp zwei Jahren berichtete AUDIO TEST (Ausgabe 6/14) über das erste Multiroom-System aus dem damals frisch aus der Taufe gehobenen Hause Bluesound – und war überaus angetan. Dass seitdem das Interesse an im ganzen Haus bequem fernsteuerbarer Musik stetig weiter wuchs, ist freilich nicht von der Hand zu weisen. Gleichsam gewinnen Online-Streaming-Dienste vor allem bei jungen Musikliebhabern weiter an Attraktivität. Somit lässt das jüngste Erscheinen der zweiten Generation des Bluesound-Multiroom-Systems wohl die meisten HiFi-Herzen höher schlagen.

So auch die der AUDIO TEST bzw. Likehifi.de-Redaktion, welche nicht nur durch Bereitstellung der Gerätschaften, sondern auch durch ein persönliches Treffen mit dem Bluesound-Experten Jan Kretschmer beehrt wurde. Beim ersten Blick auf die mitgebrachten Geräte fällt sofort auf, dass die zweite Generation des Bluesound-Multiroom-Systems in Sachen Optik neu konzipiert wurde. So kommen die Netzwerkplayer Bluesound Node 2, Bluesound Powernode 2 und Bluesound Vault 2 in stromlinienförmiger Aufmachung daher. Außerdem hat man sich bei allen Geräten der neuen Serie gegen ein Hochglanzfinish entschieden. Somit ist ihr Auftreten elegant und zurückhaltend und läuft nicht Gefahr, schnell von Fingerabdrücken übersät zu sein. Die einzelnen Komponenten des Systems sind im Handumdrehen aufgebaut und angeschlossen.

Alle Netzwerkstreamer können mit Hilfe des Steuerungskreuzes on top bedient werden

Alle Netzwerkstreamer können mit Hilfe des Steuerungskreuzes on top bedient werden

Bluesound Node 2 im Test

Der Bluesound Node 2 ist in Erinnerung an seinen Vorgänger kaum wiederzukennen. Dieser war durch seine hochgewachsene kubische Erscheinung ein echter Blickfänger. Der Node 2 besticht hingegen durch sein äußerst dezentes Auftreten. Mit seinen knapp vier Zentimetern (cm) Höhe ist er um einiges flacher als der Node der ersten Generation, welcher knapp viermal so hoch war. Weitere augenscheinliche Neuerungen bestehen in dem 3,5-Millimeter(mm)-Kopfhörerausgang am Frontpanel und der Steuereinheit auf der Oberseite des Geräts. Dort hat der Nutzer sowohl die Möglichkeit, Lautstärke und Titel zu ändern, als auch einen zentriert gelegenen Schalter zum Pausieren. Das gibt Punkte, denn beim Vorgänger fand man lediglich einen Stummschalter. Ein Blick auf die Rückseite des Node 2 eröffnet seine ebenfalls erweiterten Anschlussmöglichkeiten. Beließ man es beim Node noch bei einem analogen und einem optischen Ausgang, hat man beim Node 2 zusätzlich einen Koaxial-Ausgang und eine Anschlussoption für einen Subwoofer verbaut. Neben der Möglichkeit, den Node 2 über einen Netzwerkspeicher mit Musik zu füttern, findet der Nutzer ebenfalls eine Toslink/3,5-mm-Klinken–Combo. Des Weiteren hat man sich beim Bluesound Node 2 für die Verbauung eines aptX-Codecs entschieden, um nun auch per Bluetooth Musik in CD-Qualität vom Zuspieler ans Gerät zu senden. Beibehalten hat man die rückseitige Anbringung des Netzwerkanschlusses, sowie Buchsen für USB-Speicher und Service.

Ist der Bluesound Node 2 erstmal über einen Stereoverstärker mit dem gewünschten Schallwandler verbunden, muss nur noch eine Verbindung zum heimischen Netzwerk hergestellt werden, um auf dessen Speicher zugreifen zu können. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, kann der Netzwerkplayer Node 2 mit der Wiedergabe von hochauflösenden Dateien bis zu 192 Kilohertz (kHz) auf 32-bit aufwarten. Angeschlossen an unsere Referenzanlage überzeugt der Bluesound Node 2 sofort durch eine hervorragende klangliche Darbietung. Die „Grillensymphonie“ von Georg Philipp Telemann klingt äußerst präzise in den feinen Texturen. Das Cembalo akzentuiert die Bewegungen der ersten Violine auf den schweren Zählzeiten sehr originalgetreu. Die Instrumentengruppen haben Platz zur klanglichen Entfaltung, ohne dabei einzelne Bänder zu separieren. Auch „Timtar“, ein neues Stück des nigerianischen Musikers Bombino, welcher traditionelle Musik der Tuareg mit Elementen aus Blues und Rock vermischt, ertönt in einer fabelhaften Tiefe. Das mit einer engen Kompression produzierte Werk weiß der Netzwerkplayer durchaus emanzipiert darzubieten. Die hintergründig eingewobene Percussion bleibt sehr deutlich differenzierbar, trotz der komplexen Umgarnung durch Gitarren, Schlagwerk und Gesang. Der Bluesound Node 2 profiliert sich somit als ein durchaus audiophiles HiFi-Schmuckstück.

Ein gutes Team sind der Node 2 und der Powernode 2. Beide Netzwerkplayer sind top verarbeitet und einfach zu bedienen

Ein gutes Team sind der Bluesound Node 2 und der Bluesound Powernode 2. Beide Netzwerkplayer sind top verarbeitet und einfach zu bedienen

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