Einige Geräte werden kleiner und handlicher, andere jedoch größer und praktischer. Ein Beispiel für Devices, wo die Größe tatsächlich entscheidend ist, ist der Bildschirm. Die Menschen möchten das Kinoerlebnis schon lange zu Hause erleben und Filme, aber auch das Internet, Apps und Games großflächig genießen. Eine Alternative dafür ist der Beamer. So wie jedes andere technische Gerät hat sich dieses in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt und bietet immer ausgefeiltere Features. Der Vorteil von Beamern ist, dass sie leicht transportiert werden und jede weiße Leinwand bespielen können – egal ob Wand, Leinwand oder Tuch. Darüber hinaus bieten diese Wunderwerke der Technik gänzlich neue Möglichkeiten, um bewegtes Bild zu projizieren.

Der Name Smart Beamer verrät im Grunde schon, was die Features sein werden. Ähnlich wie der Smart TV hat der Smart Beamer eine CPU, Arbeitsspeicher und einen Grafikchip. Während herkömmliche Beamer aus einem Projektor bestehen und ein Abspielgerät wie beispielsweise den PC oder Laptop für die Inhalte benötigen, ist dies bei den smarten Devicen nicht mehr notwendig. Mit der entsprechenden Hardware kann man problemlos eine Verbindung ins Internet herstellen und hat somit Zugriff auf populäre Apps. Youtube sowie Netflix sind beispielsweise oft schon vorinstalliert und auch ein Internet Browser kann von Beginn an genutzt werden. Weitere Applikationen können natürlich runtergeladen werden, um den Beamer zu personalisieren. Dieser kann mobil bei externen Konferenzen genutzt werden, um Office oder Excel Dokumente und Präsentationen aufzurufen oder bei Freunden, um Filme anzuschauen oder gemeinsam Spiele zu spielen. Durch das integrierte WIFI-Modul lässt es sich via kabellose Verbindung mühelos auf das eigene WLAN-Netzwerk zugreifen. Natürlich handelt es sich noch nicht um einen vollständigen Allrounder, so ganz kann man noch nicht auf den Computer, Tablet oder das Smartphone als Ausgabemedium verzichten. Allerdings wird fleißig in diese Richtung gearbeitet. Im Moment lassen sich aber bereits Tastatur oder Maus mit dem Beamer verbinden, was der finalen Zielsetzung schon sehr nahekommt.

Neue Anwendungsmöglichkeiten für Beamer

Ein anderes Beispiel ist der Sony Xperia Touch, der ein ganz spezielles Feature bietet: die projizierte Fläche ist interaktiv bedienbar. Das Gerät kann wie ein Android-Gerät genutzt werden, mit dem entsprechenden Betriebssystem und dem App-Store im Petto. Insbesondere, um klassische Gesellschaftsspiele oder für Präsentationen eignet sich das Gerät und auch die iGaming-Industrie hat bereits das Potenzial erkannt. Der bekannte Anbieter PokerStars offeriert beispielsweise die Möglichkeit, dass populäre Casino-Spiele wie Blackjack oder Roulette so auf den heimischen Küchentisch projiziert werden. Das ermöglicht der Branche neue Möglichkeiten, um das echte Spielbank-Feeling in die eigenen vier Wände zu transportieren.

Ein weiterer Trend sind Beamer mit Lasern statt Projektionslampen. Einerseits soll der Strombedarf dadurch deutlich reduziert, andererseits die Qualität des Bildes verbessert werden. Bei der Projektion mit Lampen besteht nämlich das Problem, dass die Schwarzwerte nicht sehr hoch sind. Die Laser sollen diese Probleme beheben und wollen an die Qualität eines OLED-Fernsehers rankommen. Auch eine 4K Auflösung bieten einige Beamer inzwischen bereits an. Zwar ist dieser Spaß noch recht teuer, doch Liebhaber dieser Technik werden nicht enttäuscht. Die passenden Geräte gibt es von Sony oder Epson. Vor allem Sony wirbt damit, dass die Laser-Geräte in kürzerer Zeit starten, die Helligkeit besser reguliert werden kann, mit einer Mute-Funktion bei Pausen Strom gespart wird und auch das Ausschalten schneller erfolgt.

Wer den Fokus auf die Bildqualität legt, ist bei den 4K-fähigen Beamern richtig. 4K ist längst in den Kinos angekommen und immer mehr preiswertere Kameras bieten diese hohe Auflösung an. Seit einigen Jahren nun hat dieser Trend auch bei den Projektionsgeräten Einzug gehalten. Der Vorteil ist, dass die Entfernung zwischen Beamer und Leinwand vergrößert werden kann, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Außerdem gibt es bei der Größe der Leinwand keine Grenzen mehr. Obwohl 4K-Inhalte sich noch in Grenzen halten, so tendiert der Markt doch stark in diese Richtung. Dementsprechend werden 4K Beamer immer mehr an Bedeutung gewinnen. Anbieter sind auch hier beispielsweise Epson, BenQ oder Acer.

Noch mal zurück zu der Größe von Geräten: neu sind hier die Mini-Beamer, die bequem transportiert werden können. Sie haben einen internen Akku, den man immer wieder aufladen kann und sie funktionieren mit LED-Lampen. Durch die praktische kleine Größe verbrauchen sie nicht viel Energie, haben allerdings auch keine aktive Lüftung. In der Theorie ist das super, doch in der Praxis halten die kleinen den Vergleich mit den großen Beamern nicht stand. Die erzeugten Bilder sind noch nicht hell genug und müssen in einem dunklen Raum erzeugt werden. Um Strom zu sparen und damit die Akkuleistung zu steigern, wird auf ein hochwertiges Bild verzichtet. Die Qualität der Bilder liegt oft noch unter HD. Doch trotz allem ist der Mini-Beamer praktisch für unterwegs. Angebote finden sich von vielen Anbietern. Hier sollte man genau recherchieren und überlegen, nach welchen Kriterien man kauft.  

Beamer sind durchaus alltagsfähig und sehr praktisch. Auch wenn es nicht der teure 4K Beamer sein muss, so ist zum Beispiel der Smart Beamer die Zukunft. Das, was den Alltag so leicht und gleichzeitig spannend gestaltet, wird in dieser Form stets weiterentwickelt und verbessert.

 

 

Über den Autor

Stefan Goedecke

Hifi-Liebhaber, analog-Fan und Kind der 80ziger Jahre, das mit den ersten Versuchen des Synthie- und Elektrosound groß geworden ist und die Verbindung von Klang und Technik liebt. Lieblingsband: Depeche Mode. Technikfan, der immer alles ausprobieren muss und dafür dankenswerterweise auch tolle Hörräume und richtig viel Meßtechnik hat :)

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