Für Traditionsunternehmen ist es nicht immer einfach, sich an den Errungenschaften der eigenen Geschichte messen zu müssen. Mit dem Netzwerkplayer Joy S119 und dem Standlautsprecher Elegance G120 stellt sich Revox mal wieder dieser Herausforderung.

Eleganz und Freude

Wenn wir in der Zeit zurück reisen könnten, um Willi Studer zu erzählen, wohin sich die Elektroakustik knapp siebzig Jahre nach seiner legendären Bandmaschine A27 entwickeln würde – wo würden Sie beginnen? Bei digitaler Signalübertragung? Beim de facto ausgestorbenen Tonband? Beim Internet? Einiges wird der Schweizer noch vor seinem Tod vor 25 Jahren mitbekommen haben, aber vieles ließ sich ja selbst in den Neunzigern kaum erahnen.

Wobei man allerdings davon ausgehen kann, dass die HiFi-Welt, wie wir sie kennen, heute wohl kaum auf diesem Stand der Dinge wäre. Hätte nicht Wilhelm Studer, der schon im Alter von 15 Jahren eine große Faszination für Radiogeräte pflegte, sein Talent und Forschungsdrang in die Entwicklung innovativer Audioelektronik investiert. Studers erstes marktreifes Tonbandgerät lief 1950 übrigens unter dem Namen Dynavox, der uns heute aus dem Vertriebskatalog der Sintron GmbH bekannt ist. Jedoch geht das Dynavox von heute nicht auf Studer zurück.

Studer selbst ist mit seinem Namen, den er übrigens von seinen Adoptiveltern übernahm, schließlich mit den legendären Studiobandmaschinen A27, J37 und C37 in die Musikgeschichte eingegangen. Schnell wurden die heute kaum bezahlbaren Kultmaschinen zum Herzstück vieler Tonstudios und halfen bei der Produktion unvergesslicher Alben von den ganz ganz Großen.

Test: Revox Elegance G120 Lautsprecher Review
Optisch lassen sich die Treiber nicht von einander unterscheiden. Hinter den Schutzgrills befindet sich jedoch ein 3-Wege-System in d‘Appolito-Anordnung.

Grund für die große Beliebtheit der Geräte war deren große Präzision und Robustheit, welche vor allem auf Studers Erfindung des Dreimotoren-Prinzips zurückzuführen ist. Aus dem hier zugrundeliegenden kybernetischen Prinzip ließ sich schließlich der für den Consumer-Markt eingeführte Name Revox ableiten: aus den lateinischen Begriffen für zurück und Stimme. Die kultige Stereo-Bandmaschine Revox A77 schaffte es 1975 sogar auf das Plattencover von Bob Dylan & The Bands „Basement Tapes“, welche auch auf ebdendieser Maschine produziert wurden. Es lässt sich also nicht von der Hand weisen, wie eng die Geschichte des Unternehmens Revox und die der westlichen Popularmusik in einander verwoben sind.

Jedoch muss man auch eingestehen, dass sich die Ansprüche an den HiFi-Markt in den vergangenen Jahrzehnten extrem verändert haben. So gehört das Tonband faktisch zu historischen Relikten und wird höchstens von Liebhabern zum Musikhören genutzt. Zwar bekommt man alle paar Jahre mal wieder zu lesen, die Bandmaschine kehre zurück. Jedoch blieb der große Hype, den zuletzt etwa Thorens und Ballfinger vermuten ließen, bisher aus. Selbst die CD, welche Willi Studer auf seine letzten Jahre noch kennenlernen durfte, scheint mittlerweile nicht mehr wirklich zukunftsfähig. Aus vergangenen Tagen wird sich wohl nur die Vinylschallplatte über die nächsten Jahre retten und neben dem Streaming die Stellung halten.

Auf der Höhe der Zeit

Daher war es für das Traditionsunternehmen Revox unumgänglich, schon bald vom eigentlichen Steckenpferd abzusteigen und sich auf historisch nachhaltigere Produkte zu konzentrieren. Große Mühen kostete dies die Schweizer jedoch nicht, denn immerhin wollte man bereits 1954 den ersten eigenen Plattenspieler auf dem Markt platzieren, wozu es jedoch nach Unstimmigkeiten mit Thorens nicht kam. Jedoch war die Ambition, über das Tonbandgerät hinauszuwachsen schon klar formuliert.

Die ersten Verstärker, Radioempfänger und Lautsprecher kamen dann schließlich ab den 1970er Jahren auf den Markt und 1984 war man sogar mit dem ersten CD-Player á la Revox recht schnell zur Stelle. Und auch mit dem aufkommenden Bedarf an smarten und kabellosen Setups wusste Revox frühzeitig umzugehen. So präsentierte man bereits 2001 einen integrierten Audio-Server fürs heimische Multiroom-System, welches mit dem Revox M51 ein Jahr später bereits vier verschiedene Hörzonen gleichzeitig abdecken konnte.

Heute ist man mit den Revox StudioArt-Modellen auf der Höhe des Zeitgeists, wovon wir uns auch in der AUDIO TEST bereits selbst überzeugen durften. Tatsächlich ging dabei keines der smarten Geräte in den letzten Tests mit einem Endergebnis von weniger als 90 Prozent nach Hause. Das Unternehmen kann damit stolz sein auf einen ausgezeichneten Testdurchschnitt, welcher zuletzt vom Revox Plattenspieler Studiomaster T700 sogar um eine Referenzklasse erweitert wurde ( lesen Sie hier unseren Testbericht).

Daher waren bei uns Neugierde und Erwartungen gleichermaßen hoch, als wir vom neuen Revox Standlautsprecher Elegance G120 und dem Netzwerk-Receiver Revox Joy S119 mit der funktionsreichen Fernbedienung Joy S208 spitz bekamen. Selbstverständlich wollten wir uns von dieser vielversprechenden und modernen HiFi-Gerätekette selbst ein Bild machen.

Test: Revox Joy S119 Network Receiver Review
Zurückhaltender geht‘s kaum. Die elegante Glasfront des Revox Joy S119 macht sich lediglich über eine dezente blaue LED bemerkbar und verweist für jegliche Interaktion auf die Fernbedienung und dsd hier integrierte Display

Im Namen der Freude

Herzstück der hier besprochenen Revox Anlage stellt dabei der audiophile Netzwerkplayer Joy S119 dar. Dieser kommt ganz im Stile einer unscheinbaren Blackbox daher. Das mattschwarze Aluminiumgehäuse wird lediglich durch ein eingelassenes gläsernes Frontpanel ergänzt, welches wiederum lediglich über eine Status-LED und den Revox-Schriftzug verfügt. Lediglich an der Gehäuserückseite geht es etwas bunter zu. Hier finden wir neben den Lautsprecher-Anschlüssen zwei analoge Cinch-Inputs, sowie vier digitale Eingänge plus USB. Auch ein Pre-Amp-Ausgang und ein Subwoofer-Anschluss werden hier zur Verfügung gestellt.

Im Inneren des Gehäuse verbirgt der Revox S119 Network Receiver einen feinen, aber kräftig gebauten Ringkerntrafo, welcher gut ein Viertel der hier zur Verfügung stehenden Fläche einnimmt. Dass die kleine Wunderkiste mit so wenig Platz auskommt, liegt nicht zuletzt an der von Revox gewählten Verstärkungsart. Revox setzt beim Joy S119 nämlich auf eine effiziente Class-D-Schaltung, welche mit einem hohen Wirkungsgrad eine Nennleistung von 60 Watt pro Kanal auf die Beine stellt, ohne dabei einen Großteil der Energie in Wärmeentwicklung zu verschwenden. Daher entfallen auch die bei Vollverstärkern sonst üblichen Kühlrippen.

Neben der Stromversorgung und den Verstärkermodulen finden wir im Joy S119 einen DAB+ Empfänger, sowie einen DA-Wandler, der digitale Signale bis hin zu 24 Bit bei einer Abtastrate von 192 Kilohertz zu verarbeiten weiß. State of the Art ist das zwar noch nicht, jedoch für die hinlängliche Bedürfnislage absolut ausreichend. Alternativ zum Joy S119 gibt es übrigens noch den Revox Joy S120, der mit einer höheren Ausgangsleistung auffahren kann. Und den Revox S22 CD-Player, der noch um ein Slot-Load CD-Laufwerk ergänzt ist. Steuern lassen sich alle Geräte der Joy-Kollektion von Revox und somit natürlich auch unser Testmuster per App und Fernbedienung, wobei wir uns in diesem Test vor allem auf zweiteres konzentrieren wollen. Denn die Fernbedienung S208 von Revox ist doch etwas mehr als nur eine Fernbedienung. Sie stellt ausgelagert die Menüführung des Joy S119 zur Verfügung.

Revox Joy & Elegance

Dafür ist sie mit einem kleinen, aber übersichtlichen und hochauflösenden Farbdisplay versehen. Diese Entscheidung imponiert uns sofort, denn viel zu oft haben wir es mit Displays ähnlicher Größe zu tun, welche allerdings in einigen Metern Entfernung im Gehäuse des Geräts verbaut sind und somit kaum von großem Nutzen sind, wenn man gemütlich auf der Couch damit durch die Funktionen navigieren möchte. Mit der Revox S208 umschifft man dieses Problem elegant und vermeidet somit außerdem Baugruppen in der Nähe von Wandler- und Verstärkermodulen, welche aufwendig von Bildschirmen dieser Art abgeschirmt werden müssen.

Die Navigation durch die übersichtliche Menüführung des Joy S119 ist dank des Displays in der Hand äußerst unkompliziert und bereitet große Freude, wie wir später feststellen werden. Zwar deckt die Fernbedienung von Haus aus bereits so ziemlich alle notwendigen Funktionen des Netwerkplayers ab. Jedoch können PC-Nutzer zusätzlich dank der Software Joy Easy Creator andere Möglichkeiten der Nutzung der Fernbedienung kennenlernen und erweitern. Wir sind jedoch bereits sehr zufrieden mit dem werksmäßigen Funktionsumfang der S208, welche nicht nur zwischen den analogen Quellen, sondern zusätzlich auch Internetradio und Tidal und anderen Netzwerkfunktionen umschalten lässt.

Etwas bedauerlich ist die Entscheidung des Herstellers, auf die Implementierung anderer Streaming-Clients, wie etwa Spotify oder Qobuz zu verzichten. Freilich stellt Tidal zwar den höchsten Qualitätsstandard im Vergleich zu den genannten Konkurrenten zur Verfügung. Jedoch hätten wir im Sinne der Customer-Experience eine Erweiterung um die üblichen Verdächtigen als ratsam erachtet. Die hier verlorengegangenen Punkte macht Revox jedoch mit alltagstauglichen Funktionen wie Sleep Timern, wiederkehrenden Weckern und einem Zweiband-EQ wieder wett. Vor allem letzterer wird später noch wichtig werden.

Test: Revox Joy S119 Network Receiver Rückseite Anschlüsse Review
An der Rückseite des Revox Joy S119 finden wir eine ausreichende Anzahl verschiedener analoger und digitaler Verbindungsmöglichkeiten. Sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig ist hier eigentlich alles abgedeckt. Nur HDMI lässt sich nicht durchschleifen.

Revox-Anlage: Im Namen der Eleganz

Was die Wandlung des vom Joy S119 ausgegebenen Signals angeht, empfiehlt Revox den Standlautsprecher Elegance G120, dem wir gerne nachgehen wollen. Dass Revox diesen 2,5-Wege Stand-Lautsprecher auf den Namen Elegance taufte, erscheint uns sofort nachvollziehbar. Denn selten zuvor haben wir es mit einem Speaker von ähnlich besonderer Statur und eben durchaus eleganten Chic zu tun gehabt. Der extrem schlanke Korpus des Revox Elegance G120 misst gerade mal 16 mal 10 Millimeter (mm) auf eine Höhe von knapp 111 Zentimetern (cm) und ist wie auch der Joy S119 mit einer glänzenden Glasfront versehen.

Das sehr zeitlose Design wir durch fünf hinter kreisrunden Schutzgrills versteckte Treiber abgerundet, welche die eher zurückhaltende Formsprache des Speakers verheißungsvoll aufladen. Das in D‘Appolito-Manier Chassis-Arrangement besteht dabei aus jeweils zwei 90 mm messenden Tief- und Tiefmitteltönern aus Aluminium und einem mittig platzierten 30 mm Hochtöner mit Gewebekalotte. Rückseitig ist der Revox Schallwandler mit einem Bassreflex versehen, welcher bei der sehr knappen Bemessung der Tieftöner sehr große Verantwortung übertragen bekommt.

Denn mit einem Durchmesser von neun Zentimetern wird man naturgemäß keine Bestleistungen im Bassbereich erwarten können. Daher empfiehlt sich hier eine sehr wandnahe Positionierung des Lautsprechers, möchte man hier das größte Maß an Tiefgang aus dem Schallwandler herauskitzeln. Laut Datenblatt schafft es der Elegance G120 ohne fremde Hilfe immerhin bis 40 Hertz (Hz) in die Tiefe, was für unseren Geschmack eigentlich nur bei klassischer Musik ausreichend sein wird.

Obenrum weiß der Hochtöner wiederum bis 30 kHz aufzuspielen – also schon einige Ecken außerhalb des bewusst hörbaren Spektrums. Mit einer Belastbarkeit von 150 Watt bei 4 Ohm Nominalimpedanz scheint der Elegance G120 währenddessen um einiges belastbarer, als es seine doch recht zarte Statur suggeriert.

Test: Revox Elegance G120 Lautsprecher Review
Die zwei Bassreflexports verhelfen dem Elegance G120 zu ausreichend Tiefgang

Revox Netzwerkreceiver und Lautsprecher im Setup

Was den Aufbau und die Einrichtung der HiFi-Anlage aus Revox Joy S119 und Elegance G120 angeht, so lässt sich hier eine sehr unkomplizierte Handhabe attestieren. Diese lässt sich auch allein gut bewerkstelligen. Beide Lautsprecher sind ohne Weiteres entpackt und aufgebaut und auch der Revox Netzwerkplayer ist im Handumdrehen aufgestellt und via Ethernetkabel mit dem Redaktionsnetzwerk verbunden.

Alternativ lässt sich der Joy S119 auch über WLAN ins Netzwerk einchecken, was über die Fernbedienung ebenfalls problemlos funktioniert. Bei den Lautsprechern gilt jedoch nochmal mehr als bei anderen Schallwandlern eine besondere Achtsamkeit auf eine wandnahe Positionierung, möchte man in puncto Bassperformance aus dem Vollen schöpfen. Da wir uns eines dezenten Bassfetischs schuldig bekennen, finden sich die beiden Lautsprecher schlussendlich extrem an die Rückwand gedrängt. Bevor wir jedoch mit dem eigentlichen Hörtest beginnen, lassen wir unser Revox Stereopaar jedoch erstmal ein paar Tage einspielen und verabschieden uns ins Wochenende.

In aller Frische

Am Montag in der Früh finden wir dann zwei ordentlich warmgelaufene Lautsprecher vor, welche sich nun endlich unseren kritischen Ohren stellen dürfen. Wir starten mit Gustav Mahlers fünfter Sinfonie in Cis-Moll, gespielt vom Chicago Symphony Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim. Dafür machen wir von dem großartigen Feature Gebrauch, direkt über die Fernbedienung auf Tidal zugreifen zu können. Wenn wir erinnern, wie oft uns eine native Gerätenavigation dazu zwang, von unserer gemütlichen Testlabor-Couch aufzustehen, um einige Minuten vor dem kleinen On-Board-Display eines Gerätes kniend auszuharren, kommen wir nicht umhin, uns zu fragen, wieso vorher noch niemand auf die Idee kam, den Bildschirm einfach in die Fernbedienung zu implementieren. Sie merken: Wir sind begeistert von diesem technologischen Kniff.

Während die ersten Takte des eröffnenden Trauermarschs bereits laufen, entdecken wir des Weiteren, dass sich im Menü des Revox Joy S119 ein auf die Elegance G120 zugeschnittenes Sound-Setting einstellen lässt. Als wir dies Angebot annehmen, verblüfft uns sofort der klangliche Zugewinn, welchen die Darbietung der Schallwandler dadurch erfährt. Auf Knopfdruck öffnet sich ein akustischer Raum, welcher vorher wie durch einen halboffenen Bühnenvorhang verdeckt gewesen zu sein schien. Mit einem Mal schieben sich die beiden Flanken der Bühne nach außen auf und präsentieren ein Stereopanorama, welches schon verblüffend nah an die stets angestrebten 180° heranreicht.

Diesen Moment haben wir zufälligerweise perfekt mit dem ersten Tutti abgepasst, welcher auf die einsteigenden Trompeten folgt. Die eleganten Klangsäulen zeigen sich also wunderbar weit, womit sie den Raum für eine detailreiche und gefühlvolle Abstimmung eröffnen. Sowohl die spektrale Verhältnismäßigkeit des Orchesters leistet Revox hier, als auch die nuancenreiche Feinauflösung der verschiedenen Timbres. Gleichzeitig präsentieren die beiden Revox Standlautsprecher ein sehr gutes Händchen für dynamische Artikulation. Etwa bei der Hälfte des ersten Satzes kommt es zu einer Gleichzeitigkeit verschiedener Temperamente, welche unsere Testmuster sehr gut zu transportieren wissen.

Test: Revox Fernbedienung S208  Review
Die S208 Fernbedienung mit implementiertem Display erweist sich als grandioser Kniff.

Revox at it’s best

Kleine im Pianissimo abgesetzte Momente der Streicher werden mit sehr viel Aufmerksamkeit dargeboten, selbst wenn etwa Bläser und Pauken ihr bestes geben, die Bühne an sich zu reißen. Die Revox Elegance G120 Standlautsprecher stellen hier ein großes Talent für Dynamik unter Beweis. Wir haben jedoch noch immer kleine Bedenken, ob die Treiberausstattung der Elegance auch in komprimierteren, tieffrequenteren Titeln zu glänzen weiß.

Daher hören wir als nächstes einfach mal ganz provokant ein Stück für Solo-Kontrabass: „Authentic End“, komponiert von Georg Heinze und eingespielt vom Leipziger Bassisten Philipp Rohmer. Tatsächlich sind wir nicht schlecht beeindruckt, wie viel Low-End unsere beiden Kandidaten hier doch auf die Straße bekommen. Sehr vollmundig und sonor wird die Aufnahme reproduziert. Am besten gefällt uns hier allerdings, wie das Stereopaar die hochtonreichen Transienten des gezupften Basses ausformuliert. Auch wenn wir von der dem Tiefgang der doch recht kleinen Tieftöner erstmal positiv überrascht sind, erwischen wir uns dennoch dabei, wie wir im inkludierten 2-Band-EQ des Revox Joy S119 Netzwerk-Receivers die Bässe etwas aufdrehen.

Die reichen dann leider nicht mehr ganz aus, als wir letztendlich doch etwas zeitgenössische Tanzmusik hören wollen: Manfredas Remix von Moscomans „Dévoué“ verlangt den Revox Lautsprechern doch etwas mehr Tiefgang ab, als es die Elegance G120 allein zu bewerkstelligen vermögen. Der bauchige Moog und die punchige Kick-Drum fordern die beiden 9 cm-Treibern doch sehr aus der Reserve, weshalb wir hier Velodynes Deep Blue 12 Zoll-Subwoofer zuhilfe bitten.

Klassikfans und Jazz-Liebhabern können wir daher die Revox uneingeschränkt empfehlen, für Freunde punchiger, moderner Musik bietet sich eine Unterstützung in den Bässen an. Und was den Netzwerkplayer Revox Joy S119 angeht, so wird wohl jeder, der einmal in den Genuss seiner Usability gekommen ist, nicht mehr umsteigen wollen. Einfach Eleganz und Freude.

Preis und Verfügbarkeit

Den Revox Joy S119 Network Receiver gibt es zum Preis von 1.990 Euro (UVP) im Fachhandel zu kaufen. Die Revox Elegance G120 Standlautsprecher gibt es für 2.600 Euro (Paarpreis, UVP) ebenfalls im Fachhandel zu kaufen.

Weitere Informationen: www.revox.com/de

Anmerkung: Dieser Text erschien erstmals in Ausgabe 04/21 vom AUDIO TEST Magazin. Die dargestellte Testwertung von 92% sowie die u.s. Wertungstabelle bezieht sich auf den Revox Joy S119 Netzwerkplayer. Die Revox Elegance G120 Standlautsprecher erzielten im Test eine Gesamtwertung von 89,5%.

► Lesen Sie hier: Test vom Revox Studiomaster T700 Plattenspieler – Touch & Turn

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Test: Revox Joy S119 Network Receiver & Elegance G120 Standlautsprecher
Der Netzwerkplayer mit integriertem Vollverstärker Joy S119 zeigt sich vor allem in Sachen Usability als wahrer Geniestreich. Wobei dies vor allem an der extrem raffiniert konzipierten Fernbedienung mit integriertem Display liegt. Einzig den Zugriff auf weitere Streaming-Services würden wir uns für die Zukunft wünschen.
Wiedergabequalität93%
Ausstattung/Verarbeitung95%
Benutzerfreundlichkeit97%
Preis-/Leistungsverhältnis75%
Vorteile
  • flexibel handhabbar
  • technisch klug konzipiert
  • Nachteile
92%Gesamtergebnis
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Bildquellen:

  • TEST: Revox Joy S119 & Elegance G120: Auerbach Verlag
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