Die Studio 230 von JBL kosteten bei Erscheinen noch 399 Euro pro Paar, mittlerweile sind sie bei den allermeisten Händlern für noch einmal 100 Euro weniger zu haben. Der Klang stimmt dennoch.

Auf den ersten Blick sieht man ihnen das nicht unbedingt an, denn die weichglänzenden lackierten Wände in Holzoptik und das abgerundete Design geben den Studio 230 eine edle Anmutung. Man kann sich die Lautsprecher gut in einem etwas rustikaleren, gemütlichen Wohnzimmer vorstellen. Dass hier kein Echtholz verwendet wurde, lässt sich freilich ebenfalls anhand des Preises erklären. Im mit 23,7 × 38,1 × 26,5 cm doch recht groß dimensionierten Regallautsprecher wurden ein nach vorn gerichteter PolyPlas-Mitteltöner und eine rückseitige Slipstream-Bassreflexöffnung verbaut. Für die höheren Stimmlagen im Klang sorgt ein CMMD-Lite-Hochfrequenztreiber.

Sound

Das voluminöse Gehäuse sorgt für einen knackigen Klang, der vor allem mit einer angenehmen Räumlichkeit punkten kann. Das Orchester entwickelt in den „Wind Concertos“ von Richard Strauss überraschend viel Tiefe. Probleme bekommt das Studio-230-Doppelpack erst im Detail. Der reduzierte Synthiepop von OMDs „Architecture, Morality & More“ stellte sich für das Set als schwierige Feuerprobe heraus. Der Bass ist zwar kräftig genug, aber verschluckt auch Nuancen. In leiseren Lautstärken fehlt es ihm dann etwas an Kraft und er überlässt schnell dem Mittel- und Hochton das Feld. Diesen fehlt es an Details. Im Filmtest allerdings können uns JBLs Lautsprecher wieder versöhnen und verdienen sich ein gutes Gesamturteil. Wie in der Einführung bereits angesprochen, schauen wir uns hier vor allem die Performance als 2.1-System im Verbund mit einem Subwoofer an. Der sorgt für den nötigen Bums, etwa wenn Drache Smaug in der finalen „Hobbit“-Episode „Die Schlacht der fünf Heere“ die Seestadt in Schutt und Asche legt. Der Mitteltöner sorgt für eine zufriedenstellende Sprachverständlichkeit und die Höhen klingen angenehm weich, wenn sie auch nicht außergewöhnlich differenziert daherkommen. Am Ende sind Vor- und Nachteil der Studio 230 gleichermaßen der Preis. Im Konkurrenzfeld ab 400 Euro (Preis pro Paar), in dem die Lautsprecher zur Markteinführung positioniert wurden, wird die Konkurrenz recht schnell übermächtig, für 300 Euro gibt es allerdings nicht viele ­Regallautsprecher, die ein ähnliches Volumen auf die Beine stellen können.

 

 

JBL Studio 230: Voluminöser Stereosound fürs Heimkino
Wiedergabequalität66%
Ausstattung/Verarbeitung65%
Benutzerfreundlichkeit70%
Preis/Leistung80%
70%Gesamtwertung

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