Die Suche nach dem König der Bluetooth-Lautsprecher geht weiter. Mit dem Core Wireless Speaker System von Mass Fidelity haben wir einen potentiellen Anwärter auf die Krone aus dem oberen Preissegment gefunden. Oder? 

Nach dem Kauf des Core Drahtloslautsprechers kann es zu Verwirrungen kommen. Verpackt ist er nämlich in einer super schicken Box. Dass es sich bei diesem Produkt doch nicht um die neusten Designerschuhe handelt, wird spätestens beim Auspacken bemerkt. Förmlich springt einem das Zubehör, darunter ein Mikrofaser-Tuch, ein qualitativ hochwertiges Stofftäschchen für den Lautsprecher, ein Netzkabel, eine Fernbedienung und verschiedene internationale Adapter, aus der voll gepackten Box entgegen. Vorsichtig heben wir den schönen Klangwürfel aus der Sicherheit seiner Verpackung. Ein Traum aus Chrom, Acryl und Stoff garantiert Eleganz und Funktionalität. Während die glänzende Oberfläche mit dem Firmenlogo geschmückt ist und Platz für die Bedienungstasten sowie die LED-Signallampe bietet, fungieren die Seiten als Lautsprecher. An der unteren Kante dieser findet sich der Downfire-Bass in einer Chromfassung. Innen sieht es ähnlich spannend aus. Mass Fidelity wirbt mit „holographischem“ Klang, welcher ähnlich einem Hologramm, die Signale in einem weiter abseits liegenden Raum reproduziert und damit ein viel größeres Spektrum in klarer Qualität beschallen will. Verfolgt wird dieses Ziel mit gleich fünf maßgefertigten Hochleistungslautsprechern. Davon befinden sich zwei in der Vorderseite, jeweils einer an jeder Seite und ein nach untern gerichteter Woofer. Dahinter steckt ein Hochleistungsverstärker mit 120 Watt Leistung. Ein Blick auf die Rückseite offenbart die versteckten Fähigkeiten des vorrangig für den drahtlosen Einsatz gedachten Lautsprechers.

 

Verschiedenste Anschlüsse machen den Core nicht nur zu einem Drahtlos-Lautsprecher. USB-Geräte können am Core sogar aufgeladen werden

Verschiedenste Anschlüsse machen den Core nicht nur zu einem Drahtlos-Lautsprecher. USB-Geräte können am Core sogar aufgeladen werden

Wir finden neben den Anschlüssen für einen kabelgebundenen Subwoofer einen analogen Signaleingang, einen USB-Auflade-Slot, weitere Anschlüsse für Heim-Automatisierungs-Systeme, für digitale Signale und für einen Netzadapter. Für ein Wireless-Speaker-System ist das mehr als genug. Der Hauptaspekt dieser, in Kanada hergestellten, Lautsprecher bleibt allerdings die Drahtlosigkeit. Durch die Kombination von Advanced Audio Coding und aptx-Codec wird die bestmögliche Reproduktion, der vom bluetoothfähigen Gerät gesendeten Signale, angestrebt. Störende Netzunterbrechungen werden durch die erstklassige Bluetooth-Empfangstechnik vermieden. Trotz dieser kompliziert klingenden Details gestaltet sich die Verbindung mit dem Core ganz einfach. Nach dem Einschalten kann man den Lautsprecher ganz simpel mit dem bluetoothfähigen Gerät finden, anklicken und verbinden. Eine blau blinkende LED-Lampe auf der Oberfläche signalisiert die Kopplungsbereitschaft und geht bei erfolgreicher Verbindung in solides Leuchten über. Der Kopplungsvorgang kann über die mitgelieferte Fernbedienung gelenkt werden. Ganz unkompliziert verläuft auch der Ausbau eines Cores zum Multiroomsystem. Durch das Betätigen der Mehrraumtaste der Lautsprecher verbinden sie sich und zeigen das durch Aufleuchten der LED-Lampe in lila an. Bis zu acht Cores können so zu einem wohnungsfüllenden 5-GHz-Musiknetzwerk gekoppelt werden. Die Möglichkeit jeden einzelnen Core mit unterschiedlicher Musik zu bespielen und die Lautstärke individuell festzulegen, bleibt dabei bestehen.

Von Chopin bis AC/DC

Erst zwanzig Jahre alt war Chopin bei der Komposition seiner „Nocturne op. No. 2“ in E-Moll. Dennoch überzeugt das Werk mit Facettenreichtum und einer unendlichen Zärtlichkeit. Würdevoll gibt der Core dieses melancholische Werk wieder. Auf dem tragenden, sanften, oft kraftvollen Bass, liegt die zarte, weiche Melodie und wirkt fast gedankenversunken. Triller erklingen fein und dynamisch, ohne zu überlappen. Ein kraftvolles, leidenschaftliches Crescendo wird von runden, vollen Akkorden unterstrichen und wandelt die anfängliche Nachdenklichkeit in berauschte Erregung. Auch die Celloversion sorgt mit warmen, tiefen, markerschütternden Klängen für Begeisterung. Neugierig auf mehr, entscheiden wir uns als Nächstes für den ersten Satz der Mondscheinsonate von Ludwig von Beethoven. Schon die ersten Klänge sorgen für Gänsehaut. Das Versprechen von einem überragenden Musikerlebnis von Mass Fidelity wird vollends eingelöst. Klagende Höhen werden von einem bestimmten, dennoch vorsichtigen Bass getragen. Dazwischen sorgen die klaren Mitten für die magische Atmosphäre einer Nacht im Mondenschein. Bravo! Ganz kontrastreich lassen wir nun „Hells Bells“ von AC/DC aus den kleinen Klangkünstlern erklingen. Aus dem anfänglichen Schallen der Kirchenglocke entwickelt sich die Musik mit Einsetzem der weiteren Instrumente und der Gesangsstimme – ein insgesamt guter Gesamtklang bahnt sich seinen Weg. Unglaublich akkurat und klar definiert fallen die Becken des Schlagzeugs auf. Während uns das Läuten der Kirchglocken nicht tief genug erschien, macht die absolute Bass Technologie (ABT) danach sehr viel her, ohne die Höhen und Mitten zu übertrumpfen. Toll finden wir auch die gesangsfreien Abschnitte der Musik, denn hier kann die E-Gitarre mit Klarheit und Authentizität überzeugen.

 

 Das ummantelnde Chromgitter soll bewusst an das legendäre Shure Mikrofon 55SH von Elvis erinnern


Das ummantelnde Chromgitter soll bewusst an das legendäre Shure Mikrofon 55SH von Elvis erinnern

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