Sennheiser feierte das siebzigjährige Firmenjubiläum mit einer exklusiven Show und einer Menge Neuvorstellungen in Berlin. Wir waren vor Ort und haben nicht schlecht gestaunt.
Am Montag stellte Sennheiser sein neues 3D-Aufnahme- und Wiedergabeverfahren Reshaping Excellence in Berlin vor. Dafür lud man 200 ausgewählte Gäste in die Berliner Nikolaikirche, um einem Konzert der Jungen Deutschen Philharmonie unter dem Dirigenten Jonathan Stockhammer zu lauschen. Das Konzert wurde mit dem neuen Verfahren aufgenommen und später am Abend auf Neumann-Studiolautsprechern in einer 9.1.-Performance wiedergegeben. Dabei konnten sich die Gäste durch den direkten Vergleich selbst von der Natürlichkeit des Reshaping-Excellence-Verfahrens überzeugen. Die Sennheiser-Experten verrieten zudem, dass das Verfahren auch über einen Upscale-Algorithmus verfügen und sogar mit Kopfhörern funktionieren soll. Die Aufnahme und Wiedergabe wurde von niemand geringeren als dem Sennheiser International Recording Applications Manager und Grammy-Gewinner Gregor Zielinsky vorgenommen.


Die beiden Leiter des Familienunternehmens, Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser, sprachen über die Grundsätze, die Geschichte und die Zukunft des Unternehmens und zeigten einige Klassiker sowie interessante und vielversprechende Prototypen. Dazu gehörte ein Wlan- bzw. DLNA-Kopfhörer, der kabellos hochauflösende Dateiformate mit einer Abtastrate von bis zu 96 Kilohertz abspielen kann und somit klanglich in einer ganz anderen Liga spielt, als gewöhnliche Bluetooth-Kopfhörer. Besonders pompös wurde die Vorstellung eines Röhrenverstärkers im Gehäuse aus Carrara-Marmor inszeniert, ein Material, aus dem einst Michelangelo seine zeitlosen Skulpturen meißelte. Der Verstärker verfügt über acht sichtbar glimmende Röhren. Wohl fest mit dem Verstärker verwachsen ist ein noch namenloser elektrostatischer Kopfhörer, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen soll. Viele Infos gab es seitens Sennheiser noch nicht zu den Produkten. Soviel lässt sich aber vermuten: Die vielseitige Ausrichtung des niedersächsischen Unternehmens wird in Zukunft wahrscheinlich um die Sparte „Exclusive High-End“ erweitert.

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