Auch in diesem Jahr gab es wieder glückliche Gewinner bei unserer Verlags-Leserwahl. Einige von ihnen haben wir zu ihren Produkten, Erfolgsgeheimnissen und der Zukunft gefragt. Dabei kam das ein oder andere Geheimnis ans Licht.

Roland Spiegler, Nubert

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Likehifi: In diesem Jahr konnte Nubert gleich vier Trophäen mitnehmen. Neben den Aktivlautsprechern, bei denen Sie bereits zum dritten Mal in Folge gewinnen konnten, konnten sie auch bei den Standlautsprechern die Leser überzeugen. Welche Punkte zeichnen die Serien aus, dass sie unsere Leser dermaßen überzeugen konnten?

Spiegler: Die nuPro-Serie hat sich seit ihrer Einführung zu einem echten Verkaufsschlager entwickelt. Ich denke, es ist die Mischung aus hervorragendem Klang, hoher Praxistauglichkeit, großem Bedienkomfort und nicht zuletzt dem günstigen Preis, der unsere Kunden begeistert.

Likehifi: Auch der Preis für die beste Soundbar ging an Nubert. Welche Entwicklungen sind auf dem Gebiet der Soundbars noch zu erwarten?

Spiegler: Wir waren zugegebenermaßen spät dran mit unserem Stereoboard, haben dafür aber ein „g’scheites“, HiFi-taugliches Sound-System abgeliefert, wie wir finden. Da der Trend ja zu immer größeren Fernsehern geht, überlegen wir, ob es auch Bedarf für ein noch größeres Sounddeck gibt …

Likehifi: Die wiederholte Auszeichnung bei den Aktivlautsprechern spricht für hohe Qualität und Kontinuität in dieser Kategorie. Was plant Nubert, um diese hohe Messlatte auch in Zukunft zu überspringen?

Spiegler: Mit der A-500 und der A-700 haben wir unsere nuPro-Serie ja gerade erst um zwei neue Topmodelle erweitert. Deren technische Fortschritte werden auch in die Kompaktmodelle einfließen – das dauert aber noch. Weiterer Zuwachs ist in der Familie durchaus vorstellbar. Unsere Entwickler machen sich natürlich Gedanken über mögliche Nachfolger, die jetzige Generation wird aber noch lange aktuell bleiben.

Maurice Quarré, Sennheiser

Maurice QuarreLikehifi: Der Momentum Wireless verwies bei unserer Leserwahl seine Konkurrenten in der Kategorie Noise Cancelling Kopfhörer auf die Plätze. Was hat er ihnen voraus?

Quarré: Den MOMENTUM Wireless haben wir für Menschen entwickelt, die das Beste verlangen und hinsichtlich Klangqualität, Noise Cancelling und verwendeten Materialien keine Kompromisse eingehen wollen. Mit dem Kopfhörer bieten wir dem Nutzer neueste Audiotechnik und hochwertige Materialien in einem leistungsstarken Bluetooth-Kopfhörer.

Likehifi: Was tut Sennheiser, um auch weiterhin auf der Beliebtheitsskala der Consumer ganz oben zu stehen?

Quarré: Bei der Entwicklung aller unserer Produkte steht der Endverbraucher ganz klar im Fokus. Damit stellen wir sicher, dass jede Sennheiser-Lösung genau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten ist. Dabei ist es sowohl für uns als auch für unsere Kunden zentral, dass jedes Sennheiser-Produkt für exzellente Audioqualität steht. Das wird auch in Zukunft so bleiben.

Likehifi: Sennheiser überraschte Fans und Fachwelt mit der Vorstellung des ca. 50000 Euro teuren HE 1. War das ein Vorgeschmack auf die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens? Wird es in Zukunft mehr hochpreisige „Luxus“-Geräte geben?

Quarré: Der Sennheiser HE 1 bietet als bestes Kopfhörersystem der Welt ein nie dagewesenes Klangerlebnis. Bei Sennheiser ist es unser Bestreben, die Grenzen des technisch Machbaren immer weiter zu verschieben und mit unseren Produkten neue Maßstäbe in der Audiowelt zu setzen. Der Sennheiser HE 1 stellt diese Innovationsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Auch in Zukunft wird es immer wieder Meilensteine der Firma Sennheiser geben.

Michael Wagner, Panasonic/Technics

Michael WagnerLikehifi: Kaum zurück auf dem Markt und schon räumt Technics Preise ab. Herr Wagner, wie ist der Erfolg der Marke zu erklären?

Wagner: Technics ist seit über 50 Jahren am Markt etabliert. Wie kaum eine andere Marke steht sie für einen außergewöhnlichen Sound und emotionale Hörerlebnisse und dementsprechend groß ist auch die Fangemeinde. Mit der Wiedereinführung von Technics haben unsere japanischen Entwickler die Messlatte sehr hoch gelegt – die internen Qualitätsanforderungen sind immens. Und das wissen auch unsere Kunden zu schätzen. Ich freue mich sehr über die vielen positiven Rückmeldungen.

Likehifi: Technics schaffte es in den letzten beiden Jahren immer wieder zu überraschen, zuletzt mit der Neuauflage der legendären DJ-Plattenspieler. Welche Neuerungen dürfen wir in den nächsten Monaten erwarten?

Wagner: Durch unsere jahrelange Erfahrung in der Entwicklung von Plattenspielern, angefangen beim Technics SL-SP10 bis hin zur DJ-Legende SL-1210, werden wir auch künftig einen gewissen Fokus auf die Vinyl-Sparte legen. Im Juni werden wir daher die Limited Edition Grand Class SL-1200GAE auf den Markt bringen, ehe Ende Oktober dann der SL-1200G folgt. Darüber hinaus beobachten wir die Marktentwicklungen ganz genau und gehen, soweit möglich, auf die Wünsche unser Kunden ein. So wird die Marke Technics auch künftig Schritt für Schritt weiter ausgebaut.

Likehifi: Fans auf der ganzen Welt würden sich über eine Neuauflage der legendären Technics-Keyboards freuen. Ist deren Hoffnung aussichtslos?

Wagner: Die Wiederbelebung der Marke Technics steht ganz unter dem Motto „Rediscover Music“ und ist primär auf die exzellente Wiedergabe von Musik ausgelegt. Technics Keyboards gehören daher nicht in diese strategische Ausrichtung

Carsten M. Bröcker, Avinity

Carsten Broecker - Avinity–Hama

Likehifi: Herr Bröcker, Avinity räumte bei der Auerbach-Verlag-Leserwahl mit seiner 8-fach-Steckdosenleiste in der Kategorie Zubehör ab. Was hat das Gerät seinen Konkurrenzprodukten voraus?

Bröcker: Im Heimkinobereich sind zwei Dinge von entscheidender Bedeutung: Zum einen, dass ein glasklarer Ton und ein gestochen scharfes Bild erreicht werden und zum anderen, dass auch die komplette Zubehör-Ausstattung sowohl technisch als auch optisch darauf abgestimmt ist. Kurz gesagt: Qualität und Design müssen stimmen. Für uns von Avinity heißt das im Umkehrschluss, dass wir nicht nur bei Kabeln, sondern auch bei unserem Zubehör wie der 8-fach-Steckdosenleiste, über deren Auszeichnung wir uns sehr freuen, keine Kompromisse eingehen. Unsere hochwertig verarbeitete Steckdosenleiste kommt in einem mattierten Gehäuse mit flachem Stromstecker und gedimmten Leuchtdioden und passt so perfekt ins dunkle Heimkino. Sie reduziert elektromagnetische Störeinflüsse von außen und schützt damit die wertvolle Heimkino-Hardware. Weitere Features: Vergoldete Kontakte, Rauschfilter, Anschlüsse für TV- und Netzwerkkabel, Überspannungs-, Überlast- und Kinderschutz, ein spezieller Knickschutz und
vergossene Zugentlastung zum Schutz der Leiter. Die abgesicherte Leistung liegt bei 72.000 A, die maximale Anschlussleistung bei 2500 W. Im Rahmen der Produkthaftpflichtversicherung liegt der Versicherungsschutz bei bis zu 20 Millionen Euro für Personen- bzw. Sachschäden.
Likehifi: Avinity ist ein Kabelhersteller. Wird Ihnen beim Blick auf die vielen neuen Wireless-Produkte auf dem Markt bang?

Bröcker: Wireless Streaming ist derzeit in aller Munde. Der Begriff impliziert eigentlich, dass Kabel völlig überflüssig sind. Aber das Gegenteil ist der Fall. Bei Streaming-Boxen werden selten Kabel mitgeliefert. Die Fire TV-Box zum Beispiel kann 4K-Inhalte streamen, aber dazu braucht man unbedingt zusätzlich ein 4K-unterstützendes HDMI-Kabel (Avinity 107456-59). Google Chrome Cast Audio ermöglicht das Streamen in HiRes bis 96 kHz / 24bit, aber nur über ein digitales ODT-Kabel (Avinity 127111-13), das ebenfalls nicht zum Lieferumfang gehört. Zur Weiterleitung an einen hochwertigen Receiver oder Verstärker empfehlen wir zudem, ein separates Audio-Kabel zu kaufen, denn das beiliegende Klinken-Klinken-Kabel ist sehr kurz und eher als Testkabel zu verwenden. Zur optimalen Nutzung und Platzierung empfiehlt sich ein geschirmtes und genügend langes Kabel (Avinity 127042/44). Bei Fernsehern ohne Internet- beziehungsweise Streamingmöglichkeit oder wenn der gewünschte Streamingdienst nicht unterstützt wird, kommt beispielsweise der Amazon Fire TV-Stick oder der Google Chrome Cast zum Einsatz. Ist dann nur wenig Platz hinter dem Fernseher, löst der HDMI-90°-Winkeladapter von Avinity (Avinity 107610/11) das Problem. Zudem ermöglicht er eine optimale Ausrichtung für den WLAN-Empfang, verhindert Kabelknicken und daraus resultierende Signalstörungen… Sie sehen, es gibt zahlreiche Anwendungsbeispiele, bei denen nicht auf Kabel verzichtet werden kann.

Likehifi: Manche Leute halten hochwertige und hochpreisige Kabel für überflüssig, ja fast schon für esoterisch. Wie überzeugen Sie diese Menschen vom Nutzen Ihrer Produkte?

Bröcker: Häufiger als angenommen sind Bild- und Tonstörungen auf schlechte Verkabelungen zurückzuführen. Es kommt schlicht und ergreifend auf das Innenleben der Kabel an. So sind Kupfer und Silber die besten Leitermaterialien und übertragen stabil und fehlerfrei sämtliche Frequenzen, was ein günstiges Aluminiumkabel nicht leisten kann. Eine mehrfache Abschirmung und High-Tech-Schirmgeflecht bewirken, dass keine Störeinflüsse von außen einwirken können. Hartvergoldete, bis zur Spitze geschirmte Stecker garantieren ungestörten Datenfluss und finden sich ebenfalls nicht im Niedrigpreissegment. Das aber vielleicht wichtigste Argument: Wir sind im UHD-Zeitalter angekommen. Mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, einem erweiterten Farbraum, einem erhöhten Kontrastumfang (High Dynamic Range), einer Framerate von bis 60p und dreidimensionalen Tonformaten wie Dolby Atmos steigt auch die Signalmenge, die zwischen Quelle und Display übertragen werden muss. Abhängig vom Content kann diese Datenrate auf bis zu 18 Gbps ansteigen, zukünftig bei 8K sogar auf bis zu 21 Gpbs. Mehr denn je kommt es daher auf ein Qualitätskabel an, vor allem bei Längen über einem Meter.

Sebastian Drawert, Teufel

Sebastian-Drawert-02-WEBLikehifi: Den Teufel LT 5 licensed by Dolby Atmos kürten die Leser des Auerbach Verlags zum Sieger in der Kategorie Lautsprecher Heimkino/Surround. Wie erklären Sie sich den Erfolg der Lautsprecher?

Drawert: Beim LT5 hat sich Teufel etwas besonderes ausgedacht: Einen zusätzlichen Aktivlautsprecher in den Dolby-Atmos-LT-5-Boxen, der oben in der Säule versteckt ist und an die Decke strahlt. So hat man den Effekt, als ob der Ton direkt von der Decke kommt, obwohl er nur indirekt über die Decke reflektiert in ihr Ohr dringt. Ein sehr schöner Effekt, der fantastisch klingt.

Likehifi: Einen weiteren Preis konnte Teufel mit der Marke Raumfeld abstauben. In der Kategorie Streaming-Lautsprecher lag der Raumfeld Stereo M ganz vorne in der Lesergunst. Was ist das Besondere an der Marke Raumfed?

Drawert: Mit Raumfeld sind wir vorne dran am Zukunftsmarkt Multiroom-Streaming, der einzige Anbieter in Deutschland, der das macht, und das schon seit 2008. In einer Zeit, als der Siegeszug der Apps noch nicht begonnen hatte, sollte Musik unabhängig von ihrem Ablageort in der ganzen Wohnung gestreamt werden – und das auch gleich noch synchron. Inzwischen hat sich Raumfeld natürlich verfeinert und zu einem echten Player im europäischen Markt entwickelt.

Sven Pieper, NAD

IMG_8582Likehifi: Sehr geehrter Herr Pieper, der C510 von NAD gewann den ersten Preis in der Kategorie D/A-Wandler, was bei der enormen Anzahl Konkurrenten schon eine Leistung ist. Worauf führen Sie die Beliebtheit des Gerätes bei unseren Lesern zurück?

Pieper: Zunächst einmal freuen wir uns natürlich sehr über das erfolgreiche Abschneiden des C 510 bei der AUDIOTEST Leserwahl. NAD hat in den vergangenen Jahren sehr viel Arbeit in Forschung und Entwicklung im Bereich Digitalverstärker und D/A-Wandler investiert damit sehr viel Know How auf diesem Gebiet angesammelt. Ein direktes Ergebnis hiervon ist der digitale Vorverstärker / D/A-Wandler C 510, der z.B. in Verbindung mit Aktivlautsprechern oder analogen Endverstärkern modernste Digitalquellen und klassisch-analoge Komponenten perfekt verbindet. Der C510 ist einfach sehr vielseitig und klingt für seine Preisklasse absolut herausragend. Das scheint bei den Lesern einfach gut anzukommen.

Likehifi: Dürfen wir dieses Jahr neue Produkte zum großen Themenkreis Streaming aus dem Hause NAD erwarten?

Pieper: Unbedingt. NAD setzt voll auf das eigene Betriebssystem BluOS und die Vernetzung mit Komponenten der Schwestermarke Bluesound. Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Likehifi: Werden sich analoge Tonformate Ihrer Meinung nach auf Dauer gegen digitale durchsetzen können?

Pieper: Die Frage stelle ich mir gar nicht erst. Erlaubt ist, was gefällt – und beides macht Spaß und hat seine jeweiligen Vor- und Nachteile

 

 

 

 

 


 

 

 

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