Seit Jahren etabliert sich Teac kontinuierlich sowohl als Experte für analoge Schallplattenspieler als auch auf dem Gebiet der digital-analogen Schallwandlung. Mit dem TN-570 kommt nun ein Hybride, der beide Disziplinen vereint.

Edler Stil und hochwertige Komponenten gepaart mit gut durchdachter Funktionalität sind die Eigenschaften, die einem beim Anblick des derzeitigen Spitzenmodells der Japaner auffallen. Unter dem 16 Millimeter (mm) dicken Plattenteller aus kristallklarem Acrylharz ist die obere Gehäuseplatte aus künstlichem „Onyx Emperador“ Marmor nicht nur ein optisches Highlight. Sie bildet zusammen mit massivem MDF und einer wabenförmigen Bodenplatte die konstruktive Basis für nahezu von Resonanzen befreiten Hörgenuss. Diese von Teac selbst als „Sandwich“-Bauweise betitelte Materialkombination lässt den Plattendreher stabil auf seinen vier trapezförmig angeordneten Füßen stehen, welche sich präzise justieren und an jeden Untergrund anpassen lassen. Mit einer Gummipolsterung werden unerwünschte Vibrationen zwischen dem Gehäuse und den aus  Aluminium gedrehten Füßen gedämpft. Die glasklare Abdeckung schützt vor Staub und lässt sich bei Bedarf vollständig entfernen.

Ein Riemenantrieb überträgt die kinetische Energie des in einem Gummikissen schwimmend gelagerten Motors und lässt die Vinylplatten gleichmäßig rotieren. Zur Gewährleistung gleichbleibender Umdrehungsgeschwindigkeiten wurde ein Servosystem (PRS3) entwickelt bei dem ein optischer Sensor kontinuierlich die Drehzahl misst und nachregelt. Mit diesem Novum in seiner Klasse erreicht der TN-570 eine Rotationsstabilität welche mit den Werten von Direktantrieben mithalten kann. Ein silberner Drehknopf ermöglicht eine elektronisch geregelte Geschwindigkeitsvorwahl zwischen 33 1/3 und 45 Umdrehungen pro Minute (U/min) und erspart ein lästiges Umlegen des außenlaufenden Flachriemens aus Polyurethan. Zur Abtastung der Rillenflanken des schwarzen Polyvinylchlorid ist bei unserem Testgerät ein Universal-MM-Tonabnehmer von Audio Technica AT100E mitgeliefert. Dieser bietet ein gutes Abtastverhalten und ermöglicht eine gute Räumlichkeit bei der Klangwiedergabe. Dank des Stecksystems mit vergoldeten Kontakten und der Höhenverstellbarkeit des S-förmigen Tonarms können aber auch andere hochwertige MM- und MC-System-Abnehmer zum Einsatz kommen. Im neu konzipierten statisch ausbalancierten Tonarm mit Anti-Skating-Mechanismus arbeitet ein Signalkabel mit „PC-Triple C“-Leiter. PC-Triple C steht für „Pure Copper-Continuous Crystal Construction“ und ermöglicht dank seiner guten Leitfähigkeit einen reibungslosen Signalfluss und bietet exzellente Klangeigenschaften.

Der Flachriemenantrieb wird permanent von einem Sensor überwacht und nachgeregelt

Der Flachriemenantrieb wird permanent von einem Sensor überwacht und nachgeregelt

Analog oder Digital

Bei der Ausgabe des Tonsignals hat der Musikliebhaber die Wahl zwischen analog vorverstärkter Übertragung oder digital gewandelt per optischem Kabel beziehungsweise USB. Für den Fan unverfälschter analoger Schallwiedergabe hat Teac einen MM-kompatiblen Phono-Vorverstärker integriert in dem ein Operationsverstärker (NJM8080) von New Japan Radio Company arbeitet. Dadurch kann der Plattenspieler auch Verstärker beliefern, die über keinen separaten Phonoeingang verfügen. Möchte man das Klangmaterial jedoch digital optisch übertragen, bietet der TN-570 einen hochpräzisen High-Resolution A/D-Wandler von Texas Instruments an. Über einen Schieberegler an der Rückseite des Gerätes kann man zwischen 192 kHz, 96 kHz oder 48 kHz und 24 Bit umschalten. Zur Übermittlung von PCM-Daten an einen Computer steht ein USB-Anschluss zur Verfügung über den 48 kHz/16 Bit erreicht werden. Dies entspricht immerhin CD-Qualität und ermöglicht beispielsweise die Archivierung liebgewonnener Sammlerstücke.

Der S-förmige Tonarm ist höhenverstellbar und passt sich dem TA-System dadurch an

Der S-förmige Tonarm ist höhenverstellbar und passt sich dem TA-System dadurch an

Das Anlegen des Antriebsriemen, die Anbringung der Abdeckung des Plattentellers nebst Filzmatte und des Gegengewichts am Tonarm ist leicht und schnell erledigt. Nachdem wir den Tonabnehmer eingesetzt und den Tonarm dank der hervorragenden Einstellmöglichkeiten präzise ausbalanciert und justiert haben, lassen wir nun die Nadel fast schwebend über die Rille von Gregory Porters „Issues Of Life – Features And Remixes“ gleiten. Vorerst genießen wir den puren analogen Klang über das mitgelieferte Cinch-Kabel. Mit dem Opener „Moanin“, einer Interpretation des Klassikers von Bobby Timmons, wird der Zuhörer auf eine schwungvolle Reise zwischen Soul und Jazz geschickt und zum gemütlichen Mitswingen eingeladen. Der TN-570 dreht konstant seine Runden und lässt einen ungetrübten Musikkonsum zu. Trotz genauem kritischen Hinhörens sind keinerlei Gleichlaufschwankungen oder andere Verzerrungen vernehmbar. Die Stimme des Grammy- und Echo-Preisträgers klingt wunderbar klar und eine angenehm Präsenz aus Jazztrompeten, vor sich hin brabbelnden Bässen und flotten Rhythmen füllen den Raum. Die Wandlung zwischen analogem und digitalem Tonsignal wirkt sich für uns spürbar auf das Klangbild aus. Somit hat der Zuhörer die Möglichkeit, das Klangerlebnis seinen eigenen Vorlieben und Bedürfnissen anzupassen und erhält eine Einladung zum Betreten der „Brücke zur digitalen Welt“.

Weitere Infos unter: www.teac.de

Teac TN-570: Die Brücke in die digitale Welt
Wiedergabequalität86%
Ausstattung/Verarbeitung86%
Benutzerfreundlichkeit87%
Preis/Leistung86%
Vorteile
  • A/D-Wandler bis 192 kHz/ 24bit
  • Phono-EQ-Vorverstärker
  • Marmorplatte
Nachteile
  • keine
86%Gesamtwertung
Leserwertung: (7 Votes)
61%

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