Tannoy Mercury 7.1-Serie: Bereits mit sechs Generationen von Mercury-Lautsprecher-Serien beglückte Tannoy audiophile Musik- und Filmfans weltweit. Die neueste 7.1-Mercury-Anlage punktet mit verbesserten Features und transportiert den Hörer garantiert auf Wolke Sieben.

Seit mehr als 80 Jahren gilt der Name Tannoy als Synonym für den Begriff Klang. Als einer der ältesten Lautsprecher-Hersteller weltweit hielt der Firmenname sogar ins englische Wörterbuch Einzug.

1926 in Großbritannien gegründet, baut Tannoy nicht nur als exzellenter Hersteller für Heimanlagen Schallgeber, sondern ist auch im Opernhaus von Sydney, im Londoner Palladium und neuerdings auf der F1-Strecke von Abu Dhabi vertreten, um nur einige Referenzen zu nennen. Ob die professionelle Produktserie oder HiFi für Zuhause, Tannoy designt und konstruiert noch immer auf den Britischen Inseln und verwendet dabei nur beste Materialen. In Deutschland ist der TAD-Audiovertrieb in Aschau (Chiemsee) zuständig.

Praktische Optik

Ganz nach diesen hohen Maßstäben entwickelte Tannoy die preisgekrönte Mercury-Serie weiter. Sie besteht aus insgesamt vier verschiedenen Lautsprechern zu einem unschlagbaren Preis. Stolz ist das Traditionsunternehmen vor allem auf die DMT. So nennt sich die von Tannoy entwickelte Differenzial Material Technologie. Sie wird an Stellen höherer Vibrationsgefahr verwendet und dämpft diese ab. Der Klang wird so klarer, definierter und detailgetreuer.

Weiterhin ist die neue Mercury-Serie auch bislang die klang-neutralste. Bestehend aus qualitativ hochwertigen Holzfaserplatten, bieten die Klangkörper eine verzerrungsfreie Basis mit niedriger Resonanz für die Treiber. In den Endklang wird dadurch kaum eingegriffen und er kann sich besser entfalten.

Multifaser Papiermembranen in unterschiedlichen Größen zeichnet die Mittel- und Tieftöner aller Mercury Lautsprecher aus

Multifaser Papiermembranen in unterschiedlichen Größen zeichnet die Mittel- und Tieftöner aller Mercury Lautsprecher aus

Mercury

Nehmen wir uns zuerst den kleinsten Lautsprecher dieser Serie vor. Alleine oder als Paar ist der Mercury 7.1 für kleine Räume mit wenig Platz geeignet. Über den Standort muss sich der Hörer wenige Gedanken machen. Ein stilvolles Finish in Walnuss, heller oder schwarzer Eiche garantiert eine elegante Aufwertung des Raumes. Dafür werden extra Gummifüßchen mitgeliefert. Wer wenig Platz hat, kann die edel anmutenden Klanggeber in ein Regal integrieren. Noch unauffälliger werden sie hinter einem Gitter aus schwarzem Stoff. Leider versteckt dieses die tolle Optik der silbrig glänzenden Papierfasermembran, die, eingefasst in schwarz, mit dem Gehäuse durch sechs Chromschrauben verbunden sind. Auch der aus Polyester gewobene, mit Nitro-Urethan gedämpfte Kalottenhochtöner ist in mattes Silber eingebunden. Bis auf die unterschiedlichen Größen teilen alle Lautsprecher der Mercury-Reihe diese tolle Optik. Größere Unterschiede finden wir eher im Inneren der Boxen. Denn um eine ganz eigene Aufgabe im Zusammenwirken der gesamten Anlage bewältigen zu können, sind die einzelnen Lautsprecher natürlich jeweils etwas anders ausgestattet.

Das Polyester Neodym Magnetsystem im Karlottenhochtöner hilft beim Spagat zwischen sanften Klängen und kraftvollen Arien

Das Polyester Neodym Magnetsystem im Karlottenhochtöner hilft beim Spagat zwischen sanften Klängen und kraftvollen Arien

Als Team unschlagbar

Der 27 Zentimeter hohe und 16 Zentimeter breite Mercury 7.1 wiegt mit schlappen 2,7 Kilogramm gerade mal ein Fünftel des 7.4 Standlautsprechers und ist dennoch mit der gleichen Nenn-

impendanz von 8 Ohm gesegnet. Weiterhin ist das Bassreflexrohr auf der Rückseite mit einem Stopfen verschließbar, um gegebenenfalls die Basswiedergabe an eine Aufstellung in Wandnähe anzupassen. Der Mercury 7.4 hat dagegen mit zwei Bassreflexrohren noch etwas mehr Kraft in den Tiefen. Die größten Unterschiede befinden sich dagegen beim Frequenzverlauf. Alle Lautsprecher der Serie erreichen maximal 32 Kilohertz, der 7C beginnt bei 63 Hertz zu arbeiten, der 7.1 bei 53 Hertz, der 7.2 bei 42 Hertz und der Mercury 7.4 sogar bei 32 Hertz. Schon hier ist gut erkennbar, das sich alle Teile der Mercury Serie sehr gut als alleinige Beschallungsanlage eignen. Ihre wahre Exzellenz entfalten sie jedoch erst im Team in Verbindung mit dem Subwoofer TS 2.8, mit einem einstellbaren Frequenzgang beginnend ab 24 Hertz.

Sehr ansprechend mutet die Rückseite des Subwoofers an. Sowohl die Eingangsfrequenz, die Lautstärke und der Spannungseingang kann hier individuell eingestellt werden

Sehr ansprechend mutet die Rückseite des Subwoofers an. Sowohl die Eingangsfrequenz, die Lautstärke und der Spannungseingang kann hier individuell eingestellt werden

Aufbau und Einrichtung

Um den Aufbau zu erleichtern liefert Tannoy eine ausführlich ausgearbeitete Gebrauchsanweisung, bestehend aus Wort- und Bildbeschreibungen, mit. Verbindungen sind, laut dieser, im Single-Wire-, Bi-Wire und Bi-Amp Modus möglich. Wir entschließen uns für den Test für die in der Anleitung empfohlenen Raumaufteilung der Lautsprecher im Heimkino-Stil. An unseren BluRay-Player schließen wir für ein fantastisches Klangerlebnis, zusätzlich einen AV-Controller und einen 9-Kanal-Verstärker als Endstufe an. Jeweils zwei 7.1, 7.2 und 7.4, sowie ein Subwoofer und der Center-Lautsprecher 7C stehen nun um das Sofa und den Bildschirm herum. Tannoy warnt dabei vor starken Magnetfeldern, welche zu Bildstörungen bei herkömmlichen CRT-Fernsehern führen können. Normale Plasma, LCD und LED Fernseher sind davon freilich nicht betroffen.

Der Mercury 7C birgt auf der Rückseite zwei Bassreflexrohre

Der Mercury 7C birgt auf der Rückseite zwei Bassreflexrohre

Gänsehautmomente

Nach den Aufbauarbeiten sind wir mehr als bereit, die Anlage zu testen. Wir wählen eine 5.1 BluRay-Disc, einen Mitschnitt von Sheryl Crows Konzert „Miles from Memphis“ aus dem Jahr 2011 und wählen Stereo-Klang. Der gleichnamige, klassische Soul-Titel haut uns von den Socken. Ein satter Sound umgibt uns. Sheryls volle Stimme hebt sich ausgezeichnet von ihrer Band ab. Die Back-

groundsängerinnen untermalen gefühlvoll das gezeichnete Bild von einer Reise auf den Landstraßen von Amerika. Besonders fällt uns die E-Gitarre auf. Unglaublich volle, ausgereifte Töne erklingen. Wir fühlen uns als wären wir Live dabei. Hut ab! Eigentlich wollten wir nur ganz kurz zum Schluss unseres Tests noch die Heimkinofunktion mit einer 7.1 BluRay-Disc des letzten James Bond Filmes „Spectre“, testen. Fast drei Stunden später erwachen wir aus unserem Trancezustand. So wahnsinnig gut klingt dieser Film! Praktischerweise kann man selbst einstellen, ab welcher Frequenz der Subwoofer die Bässe übernehmen soll und wie laut diese sind. Auf diesem Weg gelangt man zum original Kinoklang! Dieser Moment in dem der Puls immer schneller wird und es überall kribbelt. Dieser Moment in dem der audiophile Mensch, mit Gänsehaut überzogen, vor Erregung zittert. Genau dieser Moment kann mit der Mercury-Serie von Tannoy, zuhause, vor dem Fernseher erlebt werden. Mehrdimensionalität, Hall und sanfte Höhen zeichnen die Wiedergabe des Kinohits mit dem ruhelosen Agenten 007 aus. Unwahrscheinlich real quietschen die Stühle, rascheln die Jacken und tapsen die Füße. James Bond nimmt den Zuschauer mit auf seine eigene Reise. Der sich steigernde Atem wühlt den Spektator in erregenden Momenten auf. Der Distanzwechsel der Klänge schafft einen wunderbaren Facettenreichtum. Der volle Klang der Stimmen lässt alles andere vergessen.

weitere Infos unter: www.tannoy.com oder www.tad-audiovertrieb.de

Tannoy Mercury 7.1-Serie: Schweben im siebten Himmel
Wiedergabequalität89%
Ausstattung/Verarbeitung90%
Benutzerfreundlichkeit89%
Preis/Leistung88%
89%Gesamtwertung
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