Vom 19. bis 20. November fanden in Leipzig die ersten Mitteldeutschen HiFi-Tage statt. Die erste große Audio-Messe im Osten Deutschlands. An die 2.000 Besucher kamen um die Neuheiten der verschiedenen Hersteller und Händler zu hören. Das Interesse war so groß, so dass alle Vorführräume stets gefüllt waren und sich teilweise lange Warteschlangen vor den Ausstellungsräumen bildeten. Hier kommt nun Teil 7 unserer großen Messe-Nachlese.

Cyrus Audio

Werner Berlin von Bellevue Audio GmbH (Vertrieb von Cyrus) stellte interessierten Besuchern den neuen Vollverstärker Cyrus One vor. Die Herstellerfirma sitzt in England. Dankenswerterweise wurde uns der One zum Testen im Verlag gelassen. Der Test wird in einer der nächsten Ausgaben der AUDIO TEST erscheinen. Vorab schon einmal die beeindruckenden Daten: Er ist ein Hyprid-Class-D-Verstärker mit zweimal 100 Watt Ausgangsleistung. Es wurden für die optimale Klangverstärkung insgesamt elf separate Schaltkreise verbaut. Möchte man einen Kopfhörer anschließen, kommt eine eigene Class-AB-Köpfhörerverstärkersektion zum tragen. Auch gibt es eine eigene MM-Phonostufe. Vier verschiedene Line-Eingänge komplettieren den Cyrus One. Als einzige digitale Schnittstelle hat er aptX-Bluetooth. Zu guter Letzt misst der Verstärker die Impedanz der Lautsprecher und passt sie für einen optimalen Klang an. Das alles für 999,- Euro.

Der Stereovollverstärkter Cyrus One in der Frontansicht. Ein Display gibt es nicht, dafür LEDs, die um die Drehregler angeordnet sind

Der Stereovollverstärkter Cyrus One in der Frontansicht. Ein Display gibt es nicht, dafür LEDs, die um die Drehregler angeordnet sind

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www.bellevueaudio.de

 

AudioQuest

AudioQuest hat sich hauptsächlich auf Zubehörartikel spezialisiert. Elac verwendete bei den Mitteldeutschen HiFi-Tagen unter anderem Kabel der Spezialisten. Ausgestellt hat AudioQuest den berühmten DragonFly DAC. Dieser wird einfach in eine USB-Buchse eines Computers gesteckt. Damit wird er zu einer audiophilen Soundkarte mit einem transparenteren, natürlicheren Klangbild. In der Weiterentwicklung wurden zwei neue DACs vorgestellt, die weniger Strom benötigen und nicht nur mit dem Computer genutzt werden können, sondern auch jetzt mit jedem mobilen Gerät: DragonFly Black und DragonFly Red. In der schwarzen Version ist ein ESS-Sabre-32-Bit-Chip verbaut – der 9010. Wer es noch leistungsfähiger möchte, sollte zu der roten Version greifen, denn dort arbeitet der 9016 Chip. Der neue Mikrocontroller kommt mit 77% weniger Leistung aus und hat eine Kompatibilität mit Apple- und Android-Produkten.

Viel Zubehör konnten die Besucher bestaunen. Hier ist der Blick in den Ausstellungsraum von Audio Quest

Viel Zubehör konnten die Besucher bestaunen. Hier ist der Blick in den Ausstellungsraum von AudioQuest

www.audioquest.de

 

JVC

Viele Endverbraucher und Messegäste werden sicher mit ihrem eigenen Stereo- oder Heimkino-Set Fernsehen schauen. Aus diesem Grund konnte man auf den Mitteldeutschen HiFi-Tagen im großen Kinoraum des Auerbach Verlages einen Beamer der Superlative erleben – den JVC DLA-Z1. Er erreicht mit einer Laserlichtquelle eine vollständige Abdeckung des DCI-Kinofarbraum bei bis zu 3.000 Lumen Helligkeit. JVC spendiert dem 39-Kilogramm-Koloss eine neue Glasoptik, die mit 18 Linsen in 16 Gruppen daherkommt. Die Nutzdauer ist mit 20.000 Stunden angegeben und eignet sich für UHD-HDR-Filme, wie sich die Messebesucher vor Ort überzeugen konnten. Ebenso gibt es einen speziellen Modus zur Verringerung der Latenz, so dass über den Beamer auch 4K-PC- und Videospiele laufen können. Zusammenfassend kann man sagen, dass das extrem helle Bild und der satte Kontrast wirkten, als wäre es ein XXL-Fernseher und weniger eine Projektion auf einer weißen Leinwand. Doch das hat auch seinen Preis. Dieser schlägt mit 35.000 Euro zu Buche.

Im Kinoraum konnten sich die Besucher von der überaus hervorangenden Qualität des JVC DLA-Z1 überzeugen

Im Kinoraum konnten sich die Besucher von der überaus hervorragenden Qualität des JVC DLA-Z1 überzeugen

www.jvc.de

 

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