Vom 19. bis 20. November fanden in Leipzig die ersten Mitteldeutschen HiFi-Tage statt. Die erste große Audio-Messe im Osten Deutschlands. An die 2.000 Besucher kamen um die Neuheiten der verschiedenen Hersteller und Händler zu hören. Das Interesse war so groß, so dass alle Vorführräume stets gefüllt waren und teilweise lange Warteschlangen vor den Ausstellräumen entstanden.

Elac

Zu den Neuheiten zählte u. a. der Elac zuwachs die Uni-Fi BS U5. Ein Kompaktlautsprecher, der erwachsen wie ein Standlautsprecher aufspielen kann. Trotz seiner kompakten Maße und einem Preis von etwa 700 Euro das Paar, braucht er sich nicht zu verstecken. Sein Frequenzbereich beträgt 46 – 25.000 Hz und hat eine Nennimpedanz von 4 Ohm. Als 3-Wege-Box mit Bassreflex spielt er kraftvoll und elegant auf. Er überraschte so manchen Besucher mit seiner Hingabe und Genauigkeit der Musikwiedergabe. In der Weihnachtsausgabe der AUDIO TEST (ab 16.12. am Kiosk) nehmen wir ihn genau unter die Lupe.

Hörsession bei Elac mit den BS U5

Hörsession bei Elac mit den Uni-Fi BS U5

Nach den Modellen 50, 150 und 180 erscheinen nun die AM 200. Ein kleiner kompakter Lautsprecher, der jedoch voll aktiv ist und aufspielt. Neben den analogen Eingängen bringt er viele digitale Schnittstellen mit. Über den optischen S/PDiF und Koaxial-Eingang kann man unter anderem Elacs Discovery Music Server betreiben (Testbericht siehe AUDIO TEST 06/2016). Die AM 200 haben einen der interessantesten Höchtöner verbaut – den Jet 5. Dieser ist eine Weiterentwicklung des „Air Motion Transformers“. Durch die mäanderbandförmige Folienmembran kann er die Luft schneller antreiben. Dadurch erhält er einen höheren Wirkungsgrad. Ihm zur Seite steht ein Aluminium-Sandwich-Tieftöner. Die integrierten Class-A/B-Endstufen stellen 80 Watt bereit. Die neuen AM 200 erstrahlten in einem schwarz/weiss und wussten zu überzeugen. Preis: 1.200 Euro das Paar.

Die AM 200 - die neuen Aktivlautsprechern von Elac

Die AM 200 – die neuen Aktivlautsprecher von Elac

Auch der Miracord 90 war dabei und leuchtete in einem satten Grün. 

Auch der gefragte Miracord 90 wurde ausgestellt und leuchtete in einem satten Grün.

www.elac.de

Dynaudio, NAD, Bluesound

Dynaudio präsentierte seine Contour-Serie gemeinsam mit NAD und Bluesound in den Hörraumen der AUDIO TEST. Roland Hoffmann (Senior Manager von Dynaudio) startete zu jeder vollen Stunde die Vorführungen, die bis auf den letzten Platz immer voll waren. Aufgebaut und vorgeführt wurde die Contour 30. Ein Standlautsprecher, den es seit 1989 gibt und der in der 3. Weiterentwicklung aufspielte. Er ist weicher und runder in der Klangwiedergabe als seine Vorgänger. Seine gerundeten MDF-Seitenpaneele lassen ihn elegant erscheinen. Die schmale Aluminium-Front ist vorgelassen und das benötigte Volumen bekommt er durch seine Tiefe nach hinten. Innere Verstrebungen und die mehrlagige Gehäusekonstruktion machen ihn resonanzarm. Die Besucher konnten die einzelnen Bauteile (Alu-Front und den Tief/Mitteltöner) selbst anfassen, denn sie wurden von Roland Hoffmann als Anschauungsmaterial herumgereicht. 

Roland Hoffmann (PR-Manager von Dynaudio) stellte in einer beeindruckenden Vorführung die neue Contour Serie vor

Roland Hoffmann (Senior Manager von Dynaudio) stellte in einer beeindruckenden Vorführung die neue Contour Serie vor

Der Tief-/Mitteltöner hat ein Gewicht von mehreren Kilogramm. Dies kommt hauptsächlich durch den Doppelmagneten im Langhubdesign. Ein besonderes Merkmal auf das der Chef-Manager Wert legte, war die einteilig geformte Membran mit der nicht geklebten Mittelkappe. Als Hochtöner spielt der Esotar-2-Hochtöner. Er ist laut Roland Hoffmann der beste Hochtöner, den Dynaudio zur Zeit hat. Dieser besitzt eine beschichtete Textkalotte, um die Eigenresonanzen, die eine gestanzte Metallkalotte hat, auf Null zu reduzieren. Der Hochtöner wird auch in den Referenz-Modellen der Evidence-Serie verbaut. Die Evidence Platinum konnte man ebenfalls auf den Mitteldeutschen HiFi-Tagen bestaunen. Deren Preis liegt bei stattlichen 32.000 Euro für 115 kg bei 1,95 Meter das Stück.

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Bei der Contour-Serie wurden neue Frequenzweichen konstruiert und verbaut. Diese ermöglichen eine Impedanz-Linearisierung und Phasen-Optimierung. Die Contour gibt es mit 6 verschieden Oberflächen und als Contour 20 (Kompaktlautsprecher), Contour 30 und 60 (Standlautsprecher) und Coutour 25C (Centerlautsprecher).

NAD präsentierte den neuen C 368 mit dem CD-Player C 568, welche wir ebenso in der nächsten Ausgabe der AUDIO TEST (ab 16.12. am Kiosk) intensiv testen werden.

Bluesound stellte die Node 2, Vault 2 und die Wireless-Speaker Pulse Flex, Mini und die Pulse 2 aus. Alle diese Modelle hatten wir in der 04/2016-Ausgabe im Test und wurden mit „ausgezeichnet“ und „sehr gut“ bewertetet. Von unseren Testergebnissen haben sich viele Besucher überzeugen können. Auch die neueste Errungenschaft, die Soundbar Pulse, konnte man in unserem Hörraum erleben. Diese erscheint als Test ebenso im nächsten Heft der AUDIO TEST.

www.dynaudio.de

www.nad.de

www.bluesound.com

Bowers & Wilkins

Den größten Präsentationsraum der Messe verbuchte natürlich Bowers & Wilkins. Bei den stündlichen Vorführungen von Ulf Soldan, dem Senior-Produkmanager von B&W, waren alle Plätze belegt, selbst zum Stehen war kein Platz mehr. Der schlichet Grund: Es wurde das Flaggschiff, die 800 D3, vorgeführt. Das Wissen und die Erfahrung aus 50 Jahren Forschung und Entwicklung im Lautsprecherbau floss in die Entwicklung ein. Die B&W-typische gelbe Membran wurde gegen eine neue Continuum Membran ausgetauscht, die über den gesamten Querschnitt gleichmäßig schwingt. Selbstverständlich wurde auch wieder ein Diamont im Hochtöner verbaut, der für mit Leichtigkeit für einen ultimativen Klang sorgt. 

Die Macher hinter und bei B&W

Matthias von Oy, Nils Dau und Ulf Soldan (v.l.n.r.) von B&W Group Germany

Viele Besucher überzeugten sich vom ausgezeichneten Klangbild und dem außergewöhnlichen Design der 800er. Ebenso wurde die neue Rotel-Serie präsentiert. Der A14 ist ein leistungsstarker Vollverstärker mit einer Ausgangsleistung von 80 Watt. Die Hochpegeleingänge kommen bis 100 kHz klar. Der Gesamtklirrfaktor liegt unter 0,03 Prozent. Der A12 beeindruckt mit einer etwas geringeren Ausgangsleistung von 60 Watt pro Kanal. Neben den digitalen und analogen Eingängen verfügt er noch über einen Phono-MM-Eingang und unterstützt wie der große Bruder Audio-Streaming über Bluetooth (aptX). Als Zuspieler konnte man den CD14 bestaunen. Das leistungsstarke Netzteil und der Gesamtklirrfaktor von 0.002 % bei 1 kHz überzeugen auf voller Linie.

Die neue Rotel-Serie 14 ist bei uns zu bestaunen

Die neue Rotel-Serie 14

Alle Besucher konnten sich vom rund 30.000 Euro teuren 3-Wege-Bassreflex-System überzeugen. Im „new media“ Bereich gab es noch die Kopfhörer P9 Signature zu entdecken, diesen haben wir auch in einer der nächsten Ausgabe der AUDIO TEST im Test.

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P7 Wireless, P5 und P3 auf die Ohren

www.bowers-wilkins.de

Transrotor

Dirk Räke von Transrotor stellte eine Vielzahl der absolut hochwertigen Plattenspieler in der 3. Etage vor. Die letzte Entwicklung, die nun seit wenigen Wochen auf dem Markt ist, ist der Transrotor Massimo. Während er noch auf der HIGH END in München als Prototyp vorgestellt wurde, ist er endlich serienreif und findet seine audiophilen Abnehmer. Mit knapp 50 Kilogramm ist er beileibe kein Leichtgewicht. Dies kommt durch die Voll-Aluminum-Platte zu stande. (Das schwerste Transrotor-Modell – Artus FMD – hat ein Gesamtgewicht von 220 kg!). Er besitzt 2 Antriebsmotoren, die für einen perfekten Gleichlauf sorgen. Ebenso kann er bis 4 Tonarme fassen.

Dirk Räke von Transrotor

Dirk Räke von Transrotor

Die Neuheit von Transrotor: Massima. Der Plattenspieler kann bis 4 Tonarme tragen und wird durch das massive Aluminum bis zu 50 kg schwer

Die Neuheit von Transrotor: Massimo. Der Plattenspieler kann bis 4 Tonarme tragen und wird durch das massive Aluminum bis zu 50 kg schwer

www.transrotor.de

 

 

 

 

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