Vor fünf Jahren wurde der neue DAB+-Übertragungsstandard für Radios eingeführt. Zeit genug, um einen Blick zurück, aber auch einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wie DAB+ das Radiohören verändert hat, welche Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft wurden und wie es mit dem Radio in Zukunft weitergehen wird, kommentiert Ralf Reynolds. Er ist Head of Sales Germany bei „Roberts Radio“, einem führenden Hersteller hochwertiger Radiogeräte aus Großbritannien.

„Schon seit etwa zehn Jahren ist digitales Radio in Deutschland verfügbar, jedoch konnte die neue Technik nur schleppend Fuß fassen. Das lag vor allem an der fehlenden Sendervielfalt und der noch zu geringen Gerätevielfalt. Doch diese Probleme konnten spätestens seit der Einführung von DAB+ im Jahr 2011 behoben werden.

Mehr Vielfalt und neue Sender

Heute bietet DAB+ sogar einige Vorteile gegenüber analogem Rundfunk, denn mit der digitalen Übertragung müssen die Sender nicht mehr um die wenigen vorhandenen UKW-Frequenzbereiche konkurrieren. Auf diese Weise entsteht mehr Vielfalt, denn neue Sender bekommen eine Chance – und das alles ohne lästiges Rauschen. Zudem macht DAB+ Radioübertragung sogar bundesweit möglich. Auch unterwegs ist digitales Radio mittlerweile selbstverständlich. So wurde das erste tragbare Digitalradio bereits 1999 von Roberts Radio entwickelt.

Für die Übergangsphase von analoger auf digitale Radioübertragung wird es jedoch noch nötig sein, auf Geräte zu setzen, die sowohl UKW- als auch DAB- und DAB+-kompatibel sind. Noch hat sich DAB+ in deutschen Haushalten nicht durchgesetzt. Erst zehn Prozent der Haushalte nutzen ein DAB+-fähiges Radiogerät. Jedoch zeigen Radios mit DAB+ eine steile Wachstumsrate. Allein zwischen 2014 und 2015 kamen eine MRoberts Radio Stream 93iillion neue Geräte hinzu.1 Tendenz steigend.

DAB+ ist nur der Anfang

Der digitale Radioempfang ist jedoch nur der Anfang. Neue Geräte bieten neben dem Empfang von DAB und DAB+ auch Internetradio an. So können nicht nur Sender aus der ganzen Welt gehört werden, sondern auch reine Online-Sender oder Podcasts. Aber damit nicht genug: Internetfähige Geräte können auch leicht Musik von Spotify streamen – zum Beispiel über eine Bluetooth-Verbindung über das Smartphone oder sogar über einen direkten Zugriff zum Account.

Unzählige Möglichkeiten für die Zukunft

Wir sehen DAB+ als Fortführung einer großartigen Geschichte und zugleich als Initialzündung für noch mehr Vielfalt und Spielraum. In Zukunft können die Menschen ihr Radio ganz individuell nutzen und sich einen persönlichen Soundtrack aus regionalen, nationalen oder internationalen Sendern, Podcasts oder Streaming-Musik zusammenstellen. Radio ist längst nicht mehr das kleine, kofferförmige Gerät mit limitierter Senderzahl – es ist ein vielfältig einsetzbares Home-Entertainment-Talent, das uns unzählige Möglichkeiten bietet und für die Zukunft bestens gerüstet ist.“

Über den Autor

Hartmut Freund

Hartmut Freund ist Journalist und Musik-Liebhaber mit Leidenschaft: Er publiziert als freier Autor und Journalist, sammelte unter anderem in der Musikbranche fundierte Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit. Hauptsächlich ist Hartmut Freund als Berater für PR, Marketing und Unternehmenskommunikation tätig.

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